FBI-Agentin Callie Ferris (Julianne Moore) versucht mit Hilfe von Chris Johnson (Nicolas Cage), der die Fähigkeit hat, zwei Minuten in die Zukunft zu sehen, Amerika vor der Bedrohung durch eine Atomwaffe zu bewahren.
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Chris Johnson aka Chris Cadillac (Nicolas Cage) kann in die Zukunft sehen.
Inhalt:
Chris Johnson (Nicolas Cage) hat eine ungewöhnliche Fähigkeit: Er ist in der Lage zwei Minuten in die Zukunft zu sehen. Dabei erkennt er allerdings nur seine eigene Zukunft, bzw. alles, was ihn emotional betrifft. Da sich die Zukunft jedes Mal ändern kann, wenn er sie gesehen hat, ist er in der Lage, alle möglichen Entwicklungen in einer Szene zu sehen und sich die beste auszusuchen.
Während er diese Begabung dazu nutzt, in Las Vegas als Frank Cadillac in einer Zaubershow aufzutreten und hin und wieder kleine, unauffällige Beträge im Casino zu gewinnen, wird er von der FBI-Agentin Callie Ferris (Julianne Moore) observiert. Ferris gehört zu einer Sondereinheit des FBIs, die damit beschäftigt ist, Amerika vor der terroristischen Bedrohung zu bewahren, die von einer gestohlenen Atombombe ausgeht. Da sich das FBI so auffällig um Chris bemüht, gerät dieser, ohne es zu ahnen, ebenfalls in den Fokus der Terroristen, die in ihm eine mögliche Gefahr sehen und ihn ausschalten wollen.
Dass er ausgerechnet in dieser Situation Liz (Jessica Biel), der Liebe seines Lebens begegnet, erleichtert die Lage nicht gerade. Denn Chris, der sich eigentlich überhaupt nicht für ein Land engagieren möchte, dass ihn ein Leben lang in keinster Weise unterstützt hat, sieht sich plötzlich Zukunftsvisionen ausgesetzt, in denen Liz in große Gefahr gerät – mehr als einmal sieht er ihren Tod. Einziger Ausweg scheint also die Zusammenarbeit mit dem FBI zu sein. Doch da die Terroristen ebenfalls von Chris’ Fähigkeiten wissen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Chris und seine große Liebe Liz (Jessica Biel).
Kritik:
Die Zukunft fasziniert die Menschen seit jeher. Die Möglichkeit, das, was geschehen wird, vorher bereits zu sehen – und seien es auch nur zwei Minuten -, scheint sensationelle Möglichkeiten zu eröffnen. Doch wie stellt man so etwas verständlich in einem Film dar? Regisseur Lee Tamahori wählte hierfür zwei verschiedene Varianten: Immer dann, wenn es nur um Chris geht und wenn dieser nicht unter Zeitdruck steht oder es den Fluss des Films nicht beeinträchtigt, werden eine oder mehrere Varianten vor der eigentlichen Szene gezeigt. Das heißt, nach einem Schnitt, setzt der Film bis zu zwei Minuten früher wieder auf und es entwickelt sich eine Variante des Geschehenen. Später läuft der Film in der Zeitebene, die die anderen Beteiligten erleben. Hier teilt sich die Person bildlich auf, wobei die beiden „Schatten“ dann in verschiedene Richtungen laufen und sich ggf. wieder teilen. So kann Chris ein ganzes Gebäude in weniger als „seinen“ zwei Minuten durchsuchen. Abgesehen von diesen Schnitten und Geräuscheffekten, die die „Aufspaltung“ unterstreichen sollen, hat Lee Tamahori "Next" als gradlinigen und unspektakulären Actionthriller inszeniert.
So spannend die Thematik der Zeitebenen und Zukunftsmanipulation an sich ist, so unlogisch und willkürlich erscheinen leider zahlreiche Elemente der Geschichte drum herum. Viele Dinge sind mutwillig zusammengewürfelt und nur in die Geschichte integriert worden, um die Dramatik der Situation zu unterstreichen. Jessica Biel und Nicolas Cage erhalten kaum die Chance, zu einer wirklichen Beziehung zu kommen. Zu künstlich wirken die Dialoge anfangs und später wird Jessica Biel dann auch so vollkommen in die Rolle des klassischen Opfers gedrückt, dass es jedem Fan von "Sevens Heaven" fast weh tut.
Die Terroristen (Szene mit Thomas Kretschmann) benutzen Liz (Jessica Biel) als Druckmittel.
Die Auflösung der Story fügt sich wunderbar in die Thematik der Zeitvarianten, die eigentlich stärker im Mittelpunkt des Films hätte stehen sollen. Dass der Film dann so plötzlich endet, mag daran liegen, dass ein ausführlicheres Ende wohl Zeit und Budget gesprengt hätte. Man kann es auch positiv sehen, weil man sich die dann kommende(n) Variante(n) selber ausdenken könnte. Trotzdem wäre es wünschenswert gewesen, wenn man hier ein wenig mit den unlogischen Teilen des Scripts aufgeräumt hätte.
Ein Wort noch zu Julianne Moore, die hier einmal mehr als FBI-Agentin besetzt wurde: Moore erinnert in keinem Augenblick an ihre Anfänge in dieser Rolle (z.B. in "Evolution"). Sie wirkt „erwachsen“, nicht abgebrüht aber energisch und macht eine gute Figur – und bleibt als einzige der Nebendarsteller in Erinnerung – mit Ausnahme von Peter Falk, der einen Kurzauftritt als Mechaniker und Chris’ Vater hat.
"Next" bietet alles in allem sehr unterhaltsames Actionkino mit einem gut aufgelegten Nicolas Cage und einer streckenweise unterforderten aber dennoch passablen Jessica Biel.
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