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Der Pianist


  
Roman Polanski verfilmte hier nicht nur die unglaubliche Geschichte von Wladyslaw Szpilmann, sondern verarbeitet auch eigene traumatische Kindheitserfahrungen. Mit der goldenen Palme wurde „Der Pianist“ in Cannes schon ausgezeichnet.
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

24.10.2002:
Der Pianist

**** *** *****
**** ***** *
***** ***** 92%
  
Genre:

Historiendrama

  

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Regie: Roman Polanski
  

Der Pianist
Wladyslaw Szpilmann (Adrien Brody)
Kritik:

Roman Polanski beschreibt mit seinem neusten Meisterwerk „Der Pianist“ ein Schreckenskapitel europäischer Geschichte. Seine traurige Ballade basiert auf der Bestseller-Autobiographie „Das wunderbare Überleben“ von Wladyslaw Szpilmann, der im Jahr 2000 gestorben ist.

Der Film beginnt als im Jahr 1939 die Deutschen in Polen einmarschieren. Die Familie Szpilmann muss ihre ansehnliche Wohnung räumen und wird auf viel zu kleinem Raum mit Tausenden anderen Juden im Warschauer Ghetto zusammengepfercht. Noch vor wenigen Monaten war Wladyslaw Szpilmann (Adrien Brody) ein gefeierter polnischer Pianist, nun darf er nur noch in einem Lokal für die Deutschen spielen, was auch immer verlangt wird. Doch damit ist es auch bald zu Ende. Alle Juden des Warschauer Ghettos werden nach Auschwitz deportiert. Durch einen glücklichen Umstand kann Wladyslaw entkommen und überlebt.

Der Pianist
Ein NS-Offizier (Thomas Kretschmann) rettet ihm das Leben.
 
Doch das Grauen ist noch nicht vorbei. Nur durch die Hilfe von anderen kann er es schaffen. Er schlägt sich in kleinen Zimmern durch und hat nichts zu Essen. Er lebt in der permanenten Angst vor einer Razzia. Letztlich hilft ihm ausgerechnet ein deutscher NS-Offizier (Thomas Kretschmann) und rettet ihm das Leben.

Mit der goldenen Palme wurde „Der Pianist“ dieses Jahr in Cannes schon ausgezeichnet. Ob er auch bei den Oscars abräumen kann, wird sich zeigen. Roman Polanski verfilmte hier nicht nur die unglaubliche Geschichte von Wladyslaw Szpilmann, sondern verarbeitet auch eigene traumatische Kindheitserfahrungen. Er selbst entkam nur knapp dem Konzentrationslager, seine Mutter überlebte Auschwitz nicht.

Der Pianist
Das Warschauer Ghetto ist hoffnungslos überfüllt.
 
Filme über Nazi-Deutschland gibt es viele, doch „Der Pianist“ hat eine ganz andere Nuance. Nicht nur die Tatsache, dass Roman Polanski mit Herzblut bei der Sache war, sondern auch die persönliche Geschichte von Wladyslaw Szpilmann geht mehr als sonst unter die Haut. Dabei wirkt natürlich besonders der großartige Adrien Brody mit, der in der Rolle über sich selbst hinaus wächst. Polanski wählte zum großen Teil Originalschauplätze zum Drehen, was dem Film zusätzliche Authentizität verleiht.

Roman Polanski ist ein Epos gelungen, dass dem Zuschauer Gänsehaut und kalte Schauer beschert, aber auch das Wunder der Menschlichkeit vor Augen führt.

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Originaltitel: Der Pianist
   

Dieser Film wurde bewertet von:
hope(92%)

Texte:
hope

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