Mitten in den Dreharbeiten zu einem Mumien-Film erwachen in Pennsylvania tote Menschen zum Leben. Schnell merkt das Filmteam, eine Gruppe aus Studenten und ihr Professor, dass die Berichte über eine Invasion echt sind, und versucht nun mit aller Kraft, sich zu ihren Familien vorzukämpfen. FSK 18!
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- [Synchronsprecher]
Mitten in den Wäldern Pennsylvanias dreht der Filmstudent Jason (Joshua Close) gerade mit seiner Freundin Debra (Michelle Morgan) und einigen Kommilitonen einen Mumien-Film, als die Nachrichten verkünden, dass Tote wieder zum Leben erwachen. Als Witz abgestempelt treten sie den Rückweg zur Uni an und müssen feststellen, dass das Gelände menschenleer ist.
Eben noch lebend vor der Kamera, nun selbst ein Zombie...
Jason fühlt sich gleich berufen, mit seiner Kamera alles zu dokumentieren, wie Medien die Menschen in ihrem Handeln beeinflussen. Dabei filmt er auch die verlogenen Berichterstattungen und muss später immer wieder feststellen, dass Nachrichtenbeiträge neu geschnitten werden, um eine immer größer werdende Panikattacke durch Angst und Schrecken zu entfachen. Jason vertritt die Meinung, dass die Wahrheit nur durch Blogger, Hacker und Social-Networls (wie myspace) verkündet werden kann.
Als Debra ihre Familie noch immer nicht erreichen kann, macht sich die Gruppe auf den Weg zu ihren Familien. Schon kurze Zeit später müssen sie feststellen, dass es sich nicht um eine Massenpsychose oder einen Virus handelt, wie es in den Medien deklariert wird, sondern um leibhaftige Untote. Trotz dieses Beweises hofft die Gruppe darauf, dass es sich um eine Ausnahmeerscheinung handelt. Doch die kommenden Stunden belehren sie alle eines Besseren…
Romeros Zombies sind von der alten Schule: Stets auf Nahrungssuche und Fortbestand aus... (Zur Erklärung: In seinen letzten Film waren die Viecher wesentlich komplexer und intelligenter. So wollten sie z.B. lieber ihre Ruhe vor den Menschen.)
Kritik:
Lange Zeit musste das deutsche Publikum auf eine Veröffentlichung von George A. Romeros "Diary of the Dead“ warten. Auch die ersten Promo-Clips spalteten die Fangemeinde des Altmeisters der postmortalen Lebensformen, ist doch sein neustes Werk ein Mischung aus "The Blair Witch Project“ und "Land of the Dead“. Doch die befürchtete Wackelkamera à la "[•Rec]“ oder "Cloverfield“ bleibt aus. Man entschied sich diesmal für eine dynamische Kameraführung, die später durch eine zweite Kamera erweitert wurde und frei von verpixelten Bildern ist.
Zugleich geht dadurch ein weiterer Teil der Atmosphäre verloren. Hinzu kommt, dass der Zuschauer die finale Fassung von Jasons Doku sieht, die durch Debras Off-Kommentare ergänzt werden. Doch schnell vergisst man die Makel und konzentriert sich auf die Geschehnisse und Dialoge. Da "Diary of the Dead“ eine Studio-unabhängige Produktion ist, kommt Romeros alt bewährte gesellschaftskritische Botschaft immer wieder zum Vorschein und trägt den Zuschauer von Szene zu Szene.
Mary kommt mit dem Überfahren der Zombies nicht weiter...
Die Inszenierung befindet sich auf einem guten B-Movie-Level, ohne dabei ins Lächerliche zu verfallen wie durch trashige Tricks. Die Leistung der unbekannten Schauspieler überzeugt und unterstützt Romeros Drehbuch vom seelenlosen, Frischfleisch- und Blut-dürstenden Zombie.
"George A. Romero's Diary of the Dead” ist ein gut inszenierter und atmosphärischer Horrorfilm mit einem ordentlichen Schlag an Gesellschaftskritik der besonders im O-Ton mit Sprachwitz überzeugt.
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