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DOGMA 25 - Das Keuschheitsgelübde
30 Jahre ist es her, dass sich eine Gruppe von Regisseuren auf ein Regelwerk verständigten, in dessen Folge eine Reihe sehr besonderer Filme entstanden sind.
Jetzt kommt DOGMA 25 Germany als Einladung, Kino wieder als Abenteuer zu denken, als lebendigen, riskanten und kollektiven Prozess - und damit als Beitrag zur Zukunft des europäischen Kinos. Fünf Regisseur:innen, fünf Kinofilme, fünf radikal unterschiedliche Perspektiven.
Nachfolgend findet ihr die Dogma 25 Erklärung im Originalwortlaut:
Ich schwöre, mich den folgenden Regeln zu unterwerfen, verfasst und bestätigt von DOGMA25 Germany:
1. Das Drehbuch wird original und handschriftlich von den Regisseur:innen verfasst.
Wir verpflichten uns, das Drehbuch von Hand zu schreiben, um jene Intuition zu fördern, die
am freiesten aus dem Traum entsteht und über die Hand auf das Papier gelangt.
2. Mindestens die Hälfte des Films muss ohne Dialog auskommen.
Wir bestehen auf einem filmischen Ansatz des Erzählens, da wir an visuelles Geschichtenerzählen glauben und Vertrauen in das Publikum haben.
3. Das Internet wird aus allen kreativen Prozessen ausgeschlossen.
Wir verpflichten uns, Filme auf Grundlage realer Menschen in unserer physischen Realität zu
erschaffen und nicht in einer digitalen, von Algorithmen durchdrungenen Welt.
4. Wir akzeptieren nur Finanzierungen ohne inhaltliche Auflagen.
Wir übernehmen die Verantwortung dafür, die Budgets niedrig zu halten, damit das Team bei allen künstlerischen Entscheidungen das letzte Wort behält.
5. Nicht mehr als 10 Personen hinter der Kamera.
Wir verpflichten uns zu enger Zusammenarbeit, um Vertrauen aufzubauen und unsere gemeinsame Vision zu stärken.
6. Der Film muss dort gedreht werden, wo die Handlung spielt.
Film als Kunstform wird künstlich und generisch, wenn wir einen Ort in einem falschen Licht darstellen.
7. Wir dürfen kein Make-Up verwenden oder Gesichter und Körper manipulieren, es sei denn, dies ist Teil der Erzählung.
So wie wir uns bemühen, die Authentizität des Ortes zu bewahren, wollen wir auch den menschlichen Körper ohne Filter darstellen. Wir feiern ihn – mit all seinen Ecken und Kanten.
8. Alles, was mit der Produktion des Films zu tun hat, muss gemietet, ausgeliehen, gefunden oder wiederverwendet werden.
Wir verpflichten uns, Filme mit bereits existierenden Gegenständen zu drehen, und lehnen die ahistorische und selbstzerstörerische Kultur des Konsums ab.
9. Der Film muss innerhalb von einem Jahr fertiggestellt werden.
Wir verzichten auf langwierige Prozesse, die den kreativen Fluss blockieren.
10. Mach diesen Film, als wäre es dein Letzter.
WRITERS' & DIRECTORS' NOTE
Wir Filmemacher:innen leben im Zeitalter unserer eigenen Überflüssigkeit. Wenn Geschichten nach Empfehlungslogiken sortiert werden und bald jeder, der Lust hat, seinen eigenen Blockbuster prompten kann, erscheint es uns immer schwerer zu rechtfertigen, warum wir uns den Bedingungen des klassischen Filmemachens überhaupt noch aussetzen. Das wirft uns auf die Beweggründe zurück, die uns überhaupt in unseren Beruf getrieben haben: Die Notwendigkeit des Erzählens. Die Hoffnung, in uns selbst etwas zu finden, das zum einen über das eigene Mittelmaß hinausgeht, und zum anderen nicht schon marktkonform vorformatiert ist. Etwas, das wir in die Sprache der Kunstform übersetzen, die uns antreibt, entzündet, begeistert: das Kino.
Schon vor dreißig Jahren haben die dänischen Dogma 95-Vertreter den Stillstand des filmischen Erzählens bekämpft. Sie wollten ihre Geschichten davor retten, von einer ästhetisch-inhaltlichen Normierung platt gewalzt zu werden, in die sie die Kommerzialisierung der Branche zu zwingen drohte. Wir steuern auf eine Welt zu, in der Geschichten bereits als Produkte gedacht werden, bevor sie überhaupt erlebt, gedreht oder auch nur empfunden wurden. Wir wollen - mit Ihrer Unterstützung – den gegenteiligen Weg einschlagen!
Im Gegensatz zu immer größer werdenden Produktionen kann die DOGMA 25 Germany-Regel, dass sich maximal zehn Personen hinter der Kamera befinden dürfen, eine spürbare Entlastung schaffen.Es bedeutet auch, dass alle sich auf die Impulse des Unvorhergesehenen einlassen - weil nicht alles kontrolliert werden kann oder muss. Es geht uns um den Moment und die Freiheit der spontanen Entscheidung. Durch das Umsetzen aller DOGMA 25 Germany-Regeln, wie z.B. das Schreiben per Hand, das Ausleihen jedes Kostüms und Props, greifen wir nicht nur einen lange bestehenden Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit in der Filmbranche auf, sondern begeben uns in einen Prozess der radikalen Kreativität - mit minimalen Mitteln, aber maximalem Anspruch. Das Drehen an realen Schauplätzen, wie es eine weitere Regel vorsieht, fördert nicht nur Authentizität, sondern kann das Spiel der Darsteller:innen zusätzlich inspirieren. Wir nehmen die Begrenzungen gern in Kauf, weil sie uns neue Freiheiten finden lassen. Mit DOGMA 25 verteidigen wir den Wunsch, dass die echte Welt, dass echte Menschen in unseren Geschichten ihre Spuren hinterlassen.
Unsere Gruppe ist verbunden durch die Liebe zum Kino und die Lust auf einen neuen und befreienden Weg dorthin. Wir sind ganz unterschiedlich und dadurch inspiriert voneinander. Und wir wollen dieses Abenteuer gemeinsam wagen, im Austausch bleiben und uns unterstützen. Manche von uns wissen schon genau, was sie machen - die anderen sagen einfach Ja zum kreativen Prozess und freuen sich auf die Reise ins völlig Ungewisse. Aber eine Gewissheit, die wir verteidigen, ist: dass unsere Entscheidungen menschlich sind. Die andere Gewissheit ist, dass wir zusammenhalten.
Kurdwin Ayub, Ilker Çatak, Nora Fingscheidt, Helene Hegemann und Tom Tykwer
Mai 2026
Quelle: Just Publicity
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Plattenspieler im Vintage-Stil
Warum du dir unbedingt einen Plattenspieler zulegen solltest
Du liebst Musik, doch irgendwas fehlt beim Hören? Streaming ist zwar praktisch und ideal für unterwegs, aber es wirkt auch ein wenig unpersönlich und fast schon austauschbar. Wenn du Musik nicht nur hören, sondern bewusst erleben willst, solltest du darüber nachdenken, dir einen Plattenspieler zuzulegen. Erfahre, wie du deine Leidenschaft für Musik mit einem Plattenspieler ausleben kannst.
Musik hören wird wieder zum Erlebnis
Mit einem Plattenspieler verändert sich dein Umgang mit Musik grundlegend! Du legst eine Platte bewusst auf, setzt die Nadel an und nimmst dir Zeit für das, was folgt. Dieser Moment ist wie ein Ritual und schafft eine beinahe intime Verbindung zur Musik. Das ist mit dem Starten der Spotify- oder YouTube-App nicht vergleichbar!
Die leichte Unvollkommenheit des Vinylklangs sorgt für Wärme und Charakter. Du hörst Nuancen, die bei digitalen Formaten oft geglättet werden, wodurch der ganz eigene Charme und Charakter ein Stück weit verloren gehen. Das Knistern zu Beginn einer Platte verstärkt die Erwartung und zieht dich sofort in die Atmosphäre des Albums hinein.
Alben statt einzelner Songs entdecken
Streaming verleitet dazu, sich einzelne Songs herauszupicken, anstatt ein Album in voller Länge zu hören. Gerade bei Konzeptalben geht dabei viel verloren, denn hier bauen die Lieder aufeinander auf und referenzieren untereinander.
Ein Plattenspieler bringt dich dazu, ein Album als zusammenhängendes Werk zu erleben, da du nicht ohne Weiteres einzelne Lieder überspringen kannst. Künstler investieren viel Zeit in die Reihenfolge der Tracks und in die Dramaturgie eines Albums. Mit einem Plattenspieler kannst du diese Intention voll und ganz auf dich wirken lassen.
Wenn du eine Vinylplatte auflegst, hörst du häufig beide Seiten komplett durch. Dadurch erschließt sich dir die Intention hinter der Musik viel stärker. Du erkennst Übergänge, versteckte Motive und emotionale Spannungsbögen, die sonst untergehen. Dieses bewusste Hören schafft ein tieferes Verständnis für Musik und lässt dich viele Werke ganz neu entdecken.
Ein Statement für Stil und Persönlichkeit
Ein Plattenspieler wird schnell zum Blickfang in deinem Zuhause und unterstreicht deinen persönlichen Geschmack. Besonders Plattenspieler in Vintage-Stil verleihen deinem Wohnzimmer eine besondere Atmosphäre und verbinden nostalgischen Charme mit moderner Technik.
Du zeigst damit, dass Musik für dich einen hohen Stellenwert hat. Jede Platte steht für eine Erinnerung oder für eine Phase deines Lebens. So entsteht eine Umgebung, die deine Leidenschaft widerspiegelt und gleichzeitig Gesprächsstoff liefert. Du bist noch auf der Suche nach dem richtigen Plattenspieler bzw. passenden Boxen dazu? Dann wirst du auf www.maxiaxi.de garantiert fündig!
Vinyl als Sammelleidenschaft entdecken
Ein Plattenspieler öffnet dir die Tür zu einer ganz eigenen Welt des Sammelns. Vinylplatten sind oft mit liebevollen Details versehen. Große Cover, Booklets und besondere Pressungen machen jede Platte zu einem kleinen Kunstwerk. Du kannst gezielt nach seltenen Ausgaben suchen oder dich auf Flohmärkten umsehen. Dabei entsteht ein ganz anderes Gefühl als beim digitalen Kauf. Jede neue Platte hat eine Geschichte und wird Teil deiner Sammlung. Mit der Zeit wächst dein Archiv und entwickelt einen persönlichen Wert, der weit über die Musik hinausgeht.
Entschleunigung im Alltag
Der Alltag der Menschen ist geprägt von Terminen und dekadenter Schnelligkeit, dass vieles en passant geschieht. Auch Musik wird häufig nebenbei konsumiert, während gleichzeitig missachtet wird, wie viel Arbeit und Liebe Künstler in ihre Werke stecken. Mit einem Plattenspieler kannst du hier gezielt gegenwirken, indem du dir bewusst die Zeit nimmst, der Musik zu lauschen und alles andere ausblendest.
Dieses Ritual wirkt entschleunigend und schafft einen Moment der Ruhe. Du kannst abschalten, ohne ständig zwischen Apps oder Songs zu wechseln. Die begrenzte Spieldauer einer Plattenseite zwingt dich dazu, im Moment zu bleiben. Gerade nach einem langen Tag entsteht so ein Ausgleich, der dir hilft, den Kopf freizubekommen.
Technik zum Anfassen
Ein Plattenspieler bringt dir die Technik hinter der Musikwiedergabe näher. Du siehst, wie die Nadel die Rillen abtastet und die Schwingungen in Klang umgewandelt werden. Dieser physische Prozess macht Musik greif- und erlebbar. Du lernst, wie du den Tonarm einstellst oder die Platte richtig pflegst. Es geht nicht um komplizierte Technik, sondern um ein Verständnis für das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten. Dadurch wächst auch die Wertschätzung für das, was du hörst.
Bewusster Konsum statt endloser Auswahl
Streamingdienste stellen dir eine nahezu unendliche Auswahl zur Verfügung. Das klingt verlockend, führt aber oft dazu, dass du dich weniger intensiv mit einzelnen Künstlern beschäftigst. Ein Plattenspieler verändert dieses Verhalten.
Du entscheidest dich bewusst für eine Platte und gibst ihr deine Aufmerksamkeit. Diese Einschränkung wirkt befreiend, weil sie dir hilft, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Du hörst genauer hin und entdeckst Details, die dir sonst entgehen würden.
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Best of Cinema - Meisterwerke zurück im Kino
Die beliebte Kino-Event-Reihe wartet auch im zweiten Halbjahr 2026 mit ganz besonderen Jubiläen und starbesetzten Highlights auf.
Das Publikum darf sich auch in den kommenden Monaten wieder auf viele unvergessliche Kinomomente mit jeder Menge Kultpotenzial freuen, diese noch einmal genießen oder auch ganz neu für sich entdecken:
- Into the Wild
DIENSTAG, 7. JULI: Sean Penns Verfilmung der spektakulären Geschichte des Aussteigers Christopher McCandless, der in den 90er Jahren durch die USA nach Alaska reist. Bewegendes Drama mit einem grandiosen Soundtrack von Pearl Jam Sänger Eddie Vedder. [Cineclub-Filmkritik]
- Terminator
DIENSTAG, 4. AUGUST: In James Camerons Kultfilm wird Arnold Schwarzenegger als Cyborg aus der Zukunft ins Jahr 1984 geschickt, um die junge Sarah Connor zu eliminieren, bevor sie den späteren Retter der Menschheit im Kampf gegen die Maschinen zur Welt bringt.
- The Fast and the Furious
DIENSTAG, 1. SEPTEMBER: In der explosiven Welt der illegalen Straßenrennen von Los Angeles gilt: Wer den schnellsten Wagen fährt, kriegt die schönsten Frauen und den größten Respekt. Zum 25-jährigen Jubiläum in 4K zurück im Kino! [Cineclub-Filmkritik]
- Pans Labyrinth
DIENSTAG, 6. OKTOBER: Ein junges Mädchen flüchtet sich in eine düstere Fantasiewelt, um der Grausamkeit des spanischen Bürgerkriegs zu entkommen. Guillermo del Toros preisgekröntes Meisterwerk zum 20?jährigen Jubiläum zurück auf der großen Leinwand! [Cineclub-Filmkritik]
- Rocky
DIENSTAG, 3. NOVEMBER: Zum 50. Jubiläum kehrt Sylvester Stallones legendäre Underdog-Geschichte zurück: Amateurboxer Rocky Balboa kämpft sich mit eiserner Disziplin aus den Armenvierteln Philadelphias bis zum Titelkampf gegen Weltmeister Apollo Creed.
- Liebe braucht keine Ferien
DIENSTAG,1. DEZEMBER: Iris (Kate Winslet) und Amanda (Cameron Diaz) sind grundverschieden - die eine lebt in einem verträumten englischen Dorf, die andere bewohnt ein protziges Hollywood-Anwesen. Dennoch haben sie eine Gemeinsamkeit: Pech in der Liebe. [Cineclub-Filmkritik]
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„Tom Hanks hat keine Masche“
Die deutsche Stimme von Tom Hanks: Joachim Tennstedt über seine Arbeit an der Doku-Serie „Der Zweite Weltkrieg mit Tom Hanks“, prägende Rollen und die Zukunft der Synchronbranche
Wenn Tom Hanks spricht, hört man im deutschsprachigen Raum meist Joachim Tennstedt. Seit Jahrzehnten leiht er dem Hollywood-Star seine Stimme. Für die neue Doku-Serie „Der Zweite Weltkrieg mit Tom Hanks“ (ab 26. Mai exklusiv auf dem HISTORY Channel sowie auf Abruf) stand er erneut im Studio – und blickt im Interview auf seine Karriere, besondere Rollen und die Zukunft der Synchronisation.
Trailer mit der Stimme Joachim Tennstedts zur neuen Doku-Serie des HISTORY Channels:
Herr Tennstedt, Sie haben Hollywood-Star Tom Hanks von 1983 bis 1988 synchronisiert und diese Funktion nach einer Pause seit den 2000er-Jahren wieder übernommen. Erinnern Sie sich an Ihre erste Synchronisation von Tom Hanks – und hätten Sie damals gedacht, dass Sie ihn über Jahrzehnte sprechen würden?
Nein, das weiß man in diesem Moment nicht. Das geht mir genauso mit „Star Wars“ und dem Droiden C-3PO, den ich da stimmlich gebe. Da gab es kein Casting. Wir orientierten uns einfach am Originalsprecher Anthony Daniels, der den humanoiden Roboter in George Lucas’ „Krieg der Sterne“ aus dem Jahr 1977 so trefflich seine Stimme lieh. Man weiß auch nicht, dass man etwas Besonderes macht, das einen ein Leben lang begleitet. So geht es mir auch mit Jeff Bridges in „The Big Lebowski“: Ich habe gar nicht mitbekommen, dass der Film Kult geworden ist. „Big“, in dem ich Tom Hanks synchronisierte, habe ich mir vor ein paar Jahren noch einmal angesehen – was ich selten mache – und fand ihn sehr unterhaltsam. Demnächst spreche ich wieder John Malkovich. Gefühlt liegt ein Jahrhundert zwischen „Gefährliche Liebschaften“ und dem neuen Film. Ich bin mit ihm gemeinsam älter geworden. Diese Schockmomente vor dem Spiegel kennt man ja. Wenn man dann Malkovich ohne Haare sieht, tröstet das ein wenig. Ich bin sehr froh, so unterschiedliche Schauspieler sprechen zu dürfen. Und ich habe oft das Glück, mit Regisseuren zu arbeiten, die meine Arbeit schätzen – genauso wie die der Originalschauspieler. Ich nehme sie alle sehr ernst.
Was ist schauspielerisch für Sie so besonders an Tom Hanks?
Er ist einfach ein Charakterschauspieler. Er ist nie gewöhnlich. Mich überzeugt seine darstellerische Kraft, die ihm nach all den Jahrzehnten erhalten geblieben ist. Er geht einfach immer weiter.
Was denken Sie: Warum hat man Sie für Tom Hanks ausgewählt?
Ich kann es nur annehmen. Bei „Big“ gab es vielleicht die Besetzung, weil man dachte, das könnte sehr gut passen, da der Tennstedt doch diese jugendliche, fast kindliche Stimme hat. Was ich aber tatsächlich weiß: Nach der langen Pause in den 2000er-Jahren wussten Synchronregisseur Axel Malzacher und der deutsche Verleih 2007 bei „Der Krieg des Charlie Wilson“, nachdem mein inzwischen leider verstorbener Kollege Arne Elsholtz wegen Erkrankung ausgefallen war, dass ich Tom Hanks schon früher in den deutschen Versionen gesprochen hatte. Ich bin ein Überzeugungsarbeiter. Da musste ich nicht lange überlegen, ob ich ihn weiterspreche. Ich fühle mich bei Tom Hanks ganz wohl und bin froh, dass ich ihn wiederbekommen habe. Er ist unglaublich vielseitig. Ich kenne nicht alle Biografien der Schauspieler, die ich synchronisiere, auswendig, doch eines liegt auf der Hand: Hanks und auch Malkovich sind bei ihren Rollen immer unglaublich vorbereitet und wissen, was sie tun.
Welche Rollen haben Sie am liebsten synchronisiert?
An einige Rollen habe ich starke Erinnerungen – positive wie negative. Bleiben wir bei den positiven: „The Big Lebowski“, „Rain Man“, „Gefährliche Liebschaften“. Und dann gibt es diese US-Serie „Shameless“, in der ich von 2011 bis 2021 in 134 Folgen William H. Macy synchronisiert habe. Das war für mich eine Altersüberraschung, weil sie so anarchisch ist. Ich habe Macy regelrecht lieb gewonnen. Der ist so authentisch, ohne dass er auf große Schauspielkunst macht. Manchmal geht es unter die Gürtellinie. Da war ich überrascht, dass so etwas im Fernsehen läuft.
Was machte die Arbeit an „Rain Man“ so besonders?
Zur Vorbereitung habe ich mit einem Kollegen gesprochen, dessen Sohn Autist war. Das hat mir geholfen zu verstehen, wie anders Wahrnehmung und Reaktion funktionieren. Beim Sprechen von Dustin Hoffman habe ich deshalb oft bewusst in die Ferne geguckt, auch wenn ich mit Menschen im Studio vor dem Mikrofon sprach. Das war eine harte Probe für mich. Auch bei Tom Hanks in „Cloud Atlas“ wunderte ich mich zunächst, warum er eine so kleine Rolle spielt, bis ich erfuhr, dass es durch die Zeitsprünge mehrere waren. Das Tolle bei der Synchronisation ist: Ich habe nicht ausgelernt. Ich fange jedes Mal noch mal von vorne an.
Macht es einen Unterschied, wenn Sie Tom Hanks in einer Doku-Serie synchronisieren?
Auf jeden Fall. Ich synchronisiere ihn ja schon seit mehr als 40 Jahren, aber es ist immer wieder etwas Neues. Er ist in den letzten Jahren schon mal mit zwei, drei Takes in anderen Dokus aufgetaucht. Doch dies ist nun eine andere Dimension bei „Der Zweite Weltkrieg mit Tom Hanks“. Es gibt eine ganz tolle Synchronführung hier in dem Haus (TV+Synchron in Berlin), wo ich mich gut reinfallen lassen kann. Und wenn es mal nicht gleich klappt, erhält man einen gescheiten Hinweis, wie man es besser machen kann.
Sie sind als Nachkriegskind 1950 geboren. Den Zweiten Weltkrieg haben Sie nicht mehr selbst erlebt, aber Ihre Eltern. Haben Sie viel darüber gesprochen?
Meine Eltern haben sehr viel mit mir geredet, aber gar nicht so sehr über den Zweiten Weltkrieg. Ich selbst habe mir erst relativ spät Gedanken dazu gemacht, als ich mit 16, 17 Jahren versuchte, ein Drehbuch über den ehemaligen Berliner Stadtteil Wedding zu schreiben und wie er sich durch und nach dem Krieg verändert hatte. Viel später durfte ich am Berliner Renaissance-Theater in „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ den Gangster Givola, eine Anspielung auf Propagandaminister Joseph Goebbels, geben. Dazu habe ich natürlich zum Zweiten Weltkrieg recherchiert.
Hieran haben Sie nun bei der Arbeit an „Der Zweite Weltkrieg mit Tom Hanks“ anknüpfen können.
Die Doku-Serie mit Tom Hanks hat mich sehr berührt. Sie passt – man muss sagen: leider – sehr gut in unsere heutige Zeit, in der wir global von Kriegen umgeben sind. Das lässt mich manchmal nicht schlafen. Ich bin ziemlich sensibel veranlagt und muss bei der Synchronisation zu „Der Zweite Weltkrieg mit Tom Hanks“ aufpassen, mich nicht zu sehr in die Dramatik und Gefühlswelt fallen zu lassen. Um sachlich zu bleiben, aber eben nicht kalt.
Sie sprachen die Vielseitigkeit von Tom Hanks an. Gibt es etwas, bei dem Sie sagen: Das ist stimmlich oder von der Sprechweise typisch Tom Hanks?
Nein, Tom Hanks hat keine Masche drauf. Bei John Malkovich weiß ich, er hat immer gut geatmet, bevor er einen Satz sagt. Das Transportieren von Gewohnheiten mag ich nicht. Schauspielerei hat doch viel damit zu tun, sich neu einzustellen. Ein Kollege von mir hat zum Beispiel häufig ein „gut“ ans Ende eines Satzes gehängt, zum Beispiel: „Jetzt haben wir die Arbeit gemacht, gut?“ Das macht es kleiner für mich.
 Copyright: Sebastian Reuter/The HISTORY Channel
Sie hatten bereits in Theater-, Fernseh- und Hörspiel-Produktionen mitgewirkt, sind dann aber 1972 in die Synchron-Sparte reingerutscht und werden nun in der Öffentlichkeit vorderrangig damit identifiziert. Wie sind Sie zur Synchronisation gekommen?
„Vorderrangig“ ist völlig richtig formuliert. Das Synchronisieren ist aus einer Hassliebe entstanden. Ich hatte Angst, mich selbst zu synchronisieren, als ich mich Anfang der 1970er-Jahre wegen Flugzeuglärms bei einem waschechten Softporno noch mal im Studio nachintonieren sollte. Der Schauspieler, der mit mir in der Synchronkabine war, hat mehrfach gestöhnt, weil ich es so schlecht gemacht hatte. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass ich noch mal ein Synchronstudio betreten würde. Doch es sollte ganz anders kommen: Regisseur Michael Miller ging wegen Synchronlegende Michael Chevalier ins Theater, suchte aber noch andere Sprecher. Da hieß es von Seiten des Hauses aus: „Frag mal Tennstedt!“ Michael Miller sprach mich also an. Ich entgegnete entsetzt: „Nein, ich kann das nicht! Das ist nicht mein Gebiet.“ Er insistierte aber, so dass ich mich breitschlagen ließ: „Ich komme kurz vorbei, aber sag’ mir schonungslos, wenn es dir nicht gefällt.“ Es handelte sich um die Synchronaufnahmen zu Wes Cravens „Das letzte Haus links“, der als eine Art Kettensägenmassaker ebenfalls zum Kultfilm avancierte. Und Michael Miller gefiel meine Art zu synchronisieren, hier lieh ich dem jungen Marc Sheffler meine Stimme. Miller habe ich den ganzen Quatsch mit dem Synchronisieren zu verdanken. Er besetzte mich auf alles, was zwei Beine hat. Ich wurde dann „weitergereicht“, wie das damals üblich war, musste also keine Castings machen. So lernte ich auch Ottokar Runze kennen, der mich als deutsche Synchronstimme von John Malkovich besetzte.
Mit Synchronsprecher und -regisseur Torsten Sense haben Sie ab 1985 auch zehn kultige „Kasperle“-Hörspiele beim Label Kiosk aufgenommen. Sie waren in der Titelrolle zu hören. Er war ihr Freund Seppel. Welche Erinnerungen haben Sie an den Kinderklassiker?
Eine unglaublich intensive Erinnerung sogar, obwohl es lange her ist. Wir waren damals noch relativ jung. Man konnte noch über Sachen lachen, über die heute keiner mehr lachen würde. Und da hatten wir eine wirklich witzige Situation im Tonstudio. Ulli Herzog führte Regie. Wir mussten damals sogar getrennt aufnehmen, weil wir uns ständig kaputtgelacht haben – ausgerechnet über das Wort „Spritzenhaus“, das wir unglaublich ulkig fanden. Diese Art von Lachanfällen kennt man sonst nur vom Theater. Und so führte uns das „Spritzenhaus“ ins Schlamassel. Unzählige Male mussten wir Takes mit diesem Wort aufnehmen.
Ist das Synchronisieren komfortabel für Sie oder ein einsames Geschäft, da Sie mittlerweile häufig allein in der Kabine aufgenommen werden?
Mich füllt die Synchronisation zu 100 Prozent aus. Ich spielte früher noch viel Theater. Doch irgendwann war das bei zwei Söhnen für mich familienfeindlich. Diese akustischen Möglichkeiten, die ich als Synchronsprecher oder „Synchronschausprecher“ habe, hätte ich nie mit meiner Figürlichkeit gehabt. Ich bin ja recht klein geraten und hätte nie den Helden spielen können. Ich habe Glück gehabt, beim Synchron zu landen. Da besetzt man nicht nach Zentimetern und dem Alter! Wenn man gut besetzt, besetzt man nach Mentalität. Danke an all diejenigen, die mich „weitergereicht“ haben, so dass ich jetzt hier sitze und mich mit Ihnen unterhalten darf.
Wie sehen Sie die Entwicklung der Synchronisation?
Ich mag das Gewerbe sehr, vor allem die Herangehensweise an die Synchronisation. Da steckt oftmals viel Akribie dahinter, die das Original optimal bedienen kann. KI ist schon erschreckend. Irgendwann wird sie uns Sprecher sicher komplett ersetzen. Doch vielleicht haben wir noch eine Chance, wenn wir weiter an diesen wichtigen Filmen dranbleiben. Wenn ich daran zurückdenke, wieviel Liebe zum Detail in der Synchronfassung von „Cloud Atlas“ steckte! Da wurde bei der Berliner Synchron AG in der Mühlenstraße noch geangelt! Das kann KI als Konkurrenz nicht. Und diese Sorgfalt nehmen Sie als Hörer wahr. Brüche in den Stimmen und Untertöne können nur durch Menschen entstehen.
Interview: Marc Hairapetian
Die Doku-Serie „Der Zweite Weltkrieg mit Tom Hanks“ des HISTORY Channels startet am Dienstag, 26. Mai, um 20:15 Uhr mit der ersten Episode im deutschsprachigen Raum als exklusive Preview. Danach werden alle 20 Folgen jeweils freitags ab 20:15 Uhr in Doppelfolgen gezeigt. Zusätzlich stehen die Episoden nach der TV-Ausstrahlung auf Abruf zur Verfügung.
 Copyright: 2025, A&E Television Networks, LLC / Art Streiber
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Bis September 2026 sind folgende Neuerscheinungen bei Pidax geplant
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Dieses Filmdrama basiert auf dem autobiografischen Buch von Takashi Nagai, einem Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Nagasaki. Als eine der ersten filmischen Auseinandersetzungen mit der Atomkatastrophe war das Werk stark von Zensur geprägt und legte den Fokus auf Hoffnung und Wiederaufbau. Gerade diese Perspektive macht den Film besonders eindrucksvoll: Statt reiner Katastrophenschilderung entfaltet sich ein stilles, zutiefst menschliches Drama über Hoffnung in auswegloser Lage. Die zurückhaltende Inszenierung und die Konzentration auf das persönliche Schicksal verleihen der Geschichte große emotionale Kraft. - mehr Infos
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Dieser packende Kriminalfilm von Edgar-Wallace-, Jerry-Cotton- und Karl-May-Regisseur Harald Philipp basiert auf einem Roman von Max Pierre Schaeffer („Mörderspiel“) und wartet neben Dean Reed in den wichtigen Rollen auch mit den Wallace-Gesichtern Werner Peters, Leon Askin und Fabio Testi auf. In Gastrollen sind Nadja Tiller, Anita Ekberg und Bond-Bösewicht Adolfo Celi mit dabei! - mehr Infos
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Nach der Scheidung von ihrem alkoholkranken Ehemann scheint Jane mit ihrem Sohn und ihrem neuen Partner endlich ein ruhiges Leben beginnen zu können. Doch die Vergangenheit holt sie ein: Ihr Ex-Mann verfolgt sie unerbittlich. Als ihr Sohn plötzlich verschwindet, beginnt ein Albtraum ... - mehr Infos
- Kolchak: Der Nachtjäger (The Night Stalker) / Die komplette 20-teilige Mysteryserie – die Vorlage für den Kultklassiker „Akte X“ (Pidax Serien-Klassiker) [4 DVDs] - mehr Infos
- Die Insel der blauen Delphine (Island of the Blue Dophins) / Eindrucksvolles Indianerabenteuer nach dem gleichnamigen Roman von Scott O’Dell (Pidax Western-Klassiker) [Blu-ray] - mehr Infos
- Der Fall Breitbach / Packendes Krimnalhörspiel von Wolfgang Altendorf (Pidax Hörspiel-Klassiker)
Ein Kriminalhörspiel von Wolfgang Altendorf über Wahrheit, die erst ans Licht kommt, als es zu spät ist.
Ein Überfall erschüttert das Leben des Landbriefträgers Breitbach: Er wird niedergeschlagen und verdächtigt einen Waldarbeiter als Täter. Die Indizien scheinen eindeutig, sodass der Mann verurteilt wird. Jahre vergehen, und Zweifel kommen nicht auf. Erst siebzehn Jahre später bringt ein Fund in Breitbachs Nachlass die Wahrheit ans Licht – zu spät für den unschuldig Verurteilten, der längst im Gefängniskrankenhaus gestorben ist.
Dieses knapp 70-münütige Hörspiel wurde ursprünglich an zwei Sendetagen ausgestrahlt (Teil 1 am 24.03.1960 und Teil 2 am 31.03.1960).
Sprecher: Heinz Costa, Karl Fürstenberg, Herbert Kocks, Werner Küffe, Otto Preuss, Heinz Stoewer, Willi Stöck, Ewald Fischbach, Kurt Apitius, Andrea Gabriel. - mehr Infos
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Einigung erziehlt - Paramount kauft Warner Bros
Es ging lange hin und her, doch am Ende wollte Netflix sein Gebot für den Hollywood-Konzern Warner Bros. Discovery nicht erhöhen. Stattdessen erhält nun ein anderer Bieter den Zuschlag: Paramount unter Führung von Tech-Milliardär Larry Ellison. Warner hat der milliardenschweren Übernahme durch Paramount Skydance laut übereinstimmender Quellen nun zugestimmt und eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.
Erst am Donnerstag war Netflix aus dem Bieterstreit ausgestiegen und machte damit den Weg für die Übernahme frei. Damit dürfte auch der Nachrichtensender CNN künftig unter Kontrolle der Familie Ellison stehen, deren Oberhaupt übrigens als Unterstützer von Donald Trump gilt. Paramount-Chef David Ellison ist nämlich der Sohn von Larry Ellison nd kündigte an, "das Erbe zweier legendärer Unternehmen zu würdigen". Warner-Chef David Zaslav zeigte sich derweil sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Paramount, das erst im vergangenen Jahr von den Ellisons übernommen wurde, hatte sein Angebot zuletzt von 30 auf 31 Dollar pro Aktie erhöht. Der Verwaltungsrat von Warner entschied daraufhin, dass diese Offerte dem zuvor akzeptierten Netflix-Angebot überlegen sei. Netflix hatte dann noch vier Tage Zeit für ein neues Gegenangebot gehabt, erklärte jedoch, ein weiteres Überbieten sei finanziell nicht mehr attraktiv. Paramount übernimmt zudem die Vertragsstrafe von 2,8 Milliarden Dollar, die Warner nun an Netflix zahlen muss.
Zusammenfassend sei gesagt: Netflix hatte rund 83 Milliarden Dollar für das Studio- und Streaming-Geschäft geboten; die TV-Sender sollten abgespalten werden. Paramount bietet nun etwa 111 Milliarden Dollar für den gesamten Konzern inklusive Fernsehsparte.
Mit der Übernahme will David Ellison Paramount fortan in Hollywood stärken, denn bislang zählte das Unternehmen zu den kleineren Studios der Filmbranche. Zu Warner gehören derweil unter anderem das DC-Superhelden-Universum mit (u.a.) Superman und Batman und auch die "Harry Potter"-Reihe sowie das Streaming-Geschäft HBO.
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Schauspielerin Catherine O'Hara verstorben
An diesem 30. Januar ereilt Cineasten die traurige Nachricht über das Ableben von Catherine O'Hara.
Die bekannte Schauspielerin verstarb Im Alter von 71 Jahren nach kurzer Krankheit in einem Krankenhaus in Los Angeles.
Bis zuletzt stand O'Hara, die vor allem durch die Kevin allein-Filmen als Mutter einem breiten Publikum bekannt wurde, noch aktiv vor der Kamera. Im Kino zuletzt in Beetlejuice Beetlejuice als schräge Mutter zu sehen, aber auch in Serienproduktionen wie in Staffel 2 von "The Last of Us".
Die mehrfach mit Preisen - vor allem für ihre Darstellung in der kanadischen Serie "Schitt's Creek" - ausgezeichnete Kanadierin hinterlässt zwei Söhne und einen Ehemann und bleibt mit rund 120 Produktionen auf ewig in Erinnerung.
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Youtube übertragt die Oscars ab 2029
Die zum Konzern Google gehörende Videoplattform Youtube hat sich nun offiziell die exklusiven Rechte an der Übertragung der Oscarverleihung gesichert. Ab 2029 wird Youtube damit alles in und um die größte Filmpreisverleihung weltweit übertragen.
Zu den Übertragungsrechten gehören damit nicht nur die Preisverleihung selbst, sondern auch jegliche Interviews auf dem roten Teppich, Backstagevideos und sonstige Events vor und nach der Verleihung. Auch bietet Youtube all das kostenlos und in mehreren Sprachen an.
Die 2025 zur Academy-Präsidentin gewählte Britin Lynette Howell Taylor sagte dazu: "Durch die Partnerschaft mit Youtube könne das weltweit größtmögliche Publikum erreicht werden." Die Oscars werden ab 2029 dann für ganze fünf Jahre bei Youtube laufen.
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Wie beeinflussen Filme die Glücksspielkultur?
Filme und Glücksspiele beeinflussen seit vielen Jahrzehnten gemeinsam unsere kulturelle Sichtweise auf Casinos und Wettstrategien. Von den schillernden, mit Luxus und Eleganz durchzogenen Darstellungen in den weltberühmten James-Bond-Filmen, die seit Jahrzehnten das Kinopublikum faszinieren, bis hin zu den düsteren, emotional aufwühlenden psychologischen Thrillern, welche die zerstörerischen Auswirkungen der Spielsucht thematisieren, haben cinematografische Werke unterschiedlichster Genres maßgeblich dazu beigetragen, wie die moderne Gesellschaft das vielschichtige Phänomen des Glücksspiels wahrnimmt, interpretiert und letztendlich erlebt. Diese faszinierende Verflechtung umfasst sowohl subtile visuelle Codes als auch direkte Verhaltensbeeinflussungen, die das digitale Zeitalter weiter intensiviert hat. Die cinematografische Inszenierung formt nicht nur Erwartungen an reale Casino-Besuche, sondern erschafft komplexe Mythen und Narrative, die tief in unserem kollektiven Bewusstsein verankert sind. Die Kluft zwischen filmischer Verherrlichung und realer Glücksspielwelt ist besonders faszinierend.
Wie Hollywood das moderne Glücksspiel-Image prägt
Hollywood erschuf ein unrealistisches Bild vom Glücksspiel, das die Realität seit Generationen verzerrt. Die weltberühmte Traumfabrik inszeniert in ihren aufwendigen Produktionen Casinos als schillernde, luxuriöse Paläste voller mysteriöser Geheimnisse, in denen charismatische Helden durch außergewöhnliche Nervenstärke und überlegenen Intellekt triumphieren. Diese cinematografischen Meisterwerke haben unser kollektives Verständnis nachhaltig geprägt und dazu beigetragen, dass ägyptische Schätze in Online-Casinos heute Millionen von Spielern ermöglichen, ihre eigenen Abenteuergeschichten zu schreiben. Die Kamera fängt dabei mit meisterhafter Präzision die gesamte emotionale Bandbreite des Glücksspiels ein: von schweißnassen Händen beim alles entscheidenden All-In über triumphierende Blicke nach gewonnenen Jackpots bis zu verzweifelten Gesten nach verlorenen Vermögen. Diese bildgewaltigen Erzählungen beeinflussen maßgeblich unsere Vorstellungen und definieren unser Verständnis vom Glücksspiel. Regisseure verstärken die Spannung durch Zeitlupen, dramatische Musik und extreme Nahaufnahmen.
Legendäre Casino-Filme und ihre kulturelle Wirkung
Gewisse Filme wie "Casino Royale" und "Ocean's Eleven" erlangten Kultstatus und prägten die Popkultur nachhaltig. Martin Scorseses meisterhafter Film "Casino" aus dem Jahr 1995 zeichnet ein schonungslos brutales, aber gleichzeitig faszinierendes Porträt der düsteren Las-Vegas-Unterwelt und vermittelt dabei eindrucksvoll die verführerische Anziehungskraft dieser glamourös schillernden Welt. Der auf einer wahren Geschichte basierende Film "21", der die mathematisch brillanten MIT-Studenten bei ihren spektakulären Casinoabenteuern begleitet, popularisierte nicht nur das systematische Kartenzählen beim Blackjack als vermeintlich unfehlbare Gewinnstrategie, sondern löste darüber hinaus weltweit einen regelrechten Boom aus, der unzählige Glücksspieler dazu inspirierte, diese Technik zu erlernen. Diese cinematografischen Werke im umfassenden Filmarchiv zeigt deren zeitlose Faszination. Der 1998 erschienene Film "Rounders" mit Matt Damon in der Hauptrolle machte Texas Hold'em zu einem weltweiten Mainstream-Phänomen und inspirierte dadurch eine ganze Generation von ambitionierten Pokerspielern zum professionellen Kartenspiel. Die nachhaltige kulturelle Durchdringung dieser ikonischen Filme manifestiert sich deutlich in zahllosen Zitaten, kreativen Nachahmungen und subtilen wie offensichtlichen Referenzen, die regelmäßig in anderen Medienformaten auftauchen.
 Szene aus dem Film 21
Die Psychologie hinter filmischen Glücksspiel-Darstellungen
Erfahrene Filmemacher beherrschen die anspruchsvolle Kunst, durch gezielten Einsatz subtiler psychologischer Trigger intensive Spannungsmomente zu kreieren, die beim faszinierten Zuschauer sowohl emotionale Identifikation als auch mitreißende Nervosität hervorrufen. Roulette, Poker und Spielautomaten folgen in Filmen bewährten dramaturgischen Mustern der Spannungserzeugung. Wissenschaftler der Universität Bremen haben in ihrer Forschung zu Glücksspiel als Gefühlserlebnis dokumentiert, wie emotionale Reaktionen gezielt verstärkt werden. Die Kamera, die durch ihre geschickte Positionierung und raffinierte Bewegungsführung eine intime Verbindung zum Publikum aufbaut, wird zum verschwörerischen Komplizen des gebannten Zuschauers, wenn sie heimlich die verdeckten Karten des ahnungslosen Gegners enthüllt oder die tiefe innere Zerrissenheit eines unter Druck stehenden Spielers durch subtile Großaufnahmen seiner verräterischen Gesichtsmimik einfängt. Die universelle Wirkung dieser psychologischen Mechanismen erklärt den weltweiten Erfolg von Casino-Filmen über alle Kulturgrenzen hinweg.
Online-Glücksspiel im Zeitalter der Streaming-Kultur
Die Streaming-Revolution hat die Art und Weise, wie digitales Glücksspiel dargestellt und wahrgenommen wird, grundlegend verändert. Streaming-Serien zeigen vermehrt virtuelles Glücksspiel in ihren Handlungen. Diese neue Normalität, die sich durch die zunehmende Integration von Online-Glücksspielen in populären Streaming-Serien manifestiert, spiegelt nicht nur die wachsende gesellschaftliche Akzeptanz wider, sondern demonstriert auch eindrucksvoll, wie selbstverständlich digitales Gaming mittlerweile geworden ist. Professionelle E-Sport-Wettbewerbe und Poker-Turniere ziehen in dokumentarischer Form weltweit ein Millionenpublikum in ihren Bann. Die traditionellen Grenzen zwischen reiner Unterhaltung und authentischem Spielerlebnis verschwimmen in der digitalen Ära zusehends, besonders wenn populäre Influencer ihre aufregenden Casino-Streams in Echtzeit an Tausende von Zuschauern live übertragen. Interessierte können sich über aktuelle Film- und Kino-News zu neuen Produktionen in diesem Genre informieren.
Realität versus Fiktion: Was Filme über Casinos verschweigen
Die schillernde Kinowelt verdeckt bewusst die ungeschönte Wahrheit hinter dem tatsächlichen Glücksspiel und seinen Schattenseiten. Während die von Hollywood glorifizierten Leinwandhelden, die in unzähligen Filmen als charismatische Protagonisten auftreten, mit scheinbar müheloser mathematischer Präzision und übermenschlicher Intuition ihre spektakulären Gewinne einfahren, kämpfen die realen Spieler in den tatsächlichen Casinos verzweifelt mit den unbarmherzigen Wahrscheinlichkeiten und den systematisch kalkulierten Hausvorteilen. Der monotone Arbeitsalltag der Croupiers und die nüchterne Realität in Spielhallen werden von Hollywood-Filmen kaum dargestellt. Filme romantisieren die Figur des Spielers als rebellischen Einzelgänger mit unerschütterlichem Selbstvertrauen, während die bittere Realität oft von quälender Einsamkeit, erdrückenden Schulden und schwerwiegenden finanziellen Problemen geprägt ist. Die cinematografische Zeitraffung, die in Spielfilmen häufig verwendet wird, suggeriert dem Zuschauer unrealistisch schnelle Gewinne, verschweigt dabei jedoch systematisch die quälend langen Durststrecken und die verheerenden Verlustserien, die jeden Glücksspieler unweigerlich treffen. Der Unterschied zwischen Film und Realität beeinflusst stark die Erwartungen unerfahrener Spieler.
Der Einfluss von Filmmusik und visuellen Effekten auf Spielerfahrungen
Die durch Hollywood perfektionierte akustische und visuelle Gestaltung von dramatischen Casino-Szenen hat über Jahrzehnte hinweg die Erwartungshaltung an reale Spielerlebnisse in echten Casinos nachhaltig geprägt. Komponisten erschaffen spannungsgeladene Soundtracks, die Herzschlag und Atemrhythmus der Zuschauer manipulieren. Casino-Klänge wurden zu universellen Symbolen des Glücksspiels. Moderne Spielautomaten und Online-Casinos nutzen filmische Elemente, um vertraute Emotionen zu wecken. Spektakuläre visuelle Effekte wie Funkenregen bei Gewinnen oder dramatische Beleuchtungswechsel entstammen unmittelbar dem cinematografischen Repertoire Hollywoods. Diese aus jahrzehntelanger Filmtradition stammende audiovisuelle DNA des Kinos hat sich unwiderruflich tief in die kreative Gestaltung moderner Glücksspielangebote eingegraben und bestimmt maßgeblich, was Spieler heutzutage als authentisch und aufregend empfinden.
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Filme: Wie du deinen Fokus trainierst und weniger abgelenkt wirst
Es gibt Tage, an denen man sich einfach mit einem Film zurücklehnen möchte. Alles soll ruhig sein, die Handlung soll einen tragen, und man möchte für zwei Stunden in eine andere Welt abtauchen. Doch oft passiert das Gegenteil. Sogar ein kurzer Blick in eine App wie 20Bet kann zeigen, wie schnell man von einer Sache in die nächste rutscht, wenn der Fokus nicht fest sitzt. Ablenkung fühlt sich heute normal an, fast so selbstverständlich wie Popcorn beim Kinoabend. Genau deshalb lohnt es sich, bewusst zu trainieren, wie man Filme wieder richtig schaut.
Es geht hier darum, eine neue Beziehung zu deiner Aufmerksamkeit aufzubauen. Eine, die sich leicht anfühlt. Eine, die Filmabende wieder zu einem echten Erlebnis macht.
Warum wir während eines Films so schnell abschalten
Ein Film wirkt bequem, aber in Wahrheit fordert er uns. Bilder, Geräusche, Bewegungen, Dialoge, Emotionen – all das prasselt gleichzeitig auf uns ein. Dazu kommt das moderne Leben, das unsere Aufmerksamkeit ständig in kleine Stücke schneidet. Wer den ganzen Tag zwischen Chat-Nachrichten, Tabs, Mails und Feeds springt, erlebt am Abend kein Wunder. Das Gehirn bleibt in diesem Spring-Modus.
Auch Erwartungen spielen eine Rolle. Viele schalten einen Film ein, weil sie denken, er müsse sofort gefallen. Wenn die ersten Minuten nicht packen, wandert die Hand automatisch zum Handy. Nicht, weil der Film schlecht ist, sondern weil wir ungeduldig geworden sind. Doch Aufmerksamkeit lässt sich zurückholen. Aber wie?
Ein guter Filmabend beginnt vor dem Film
merken, dass sie schon wieder abgeschweift sind. Doch Fokus entsteht vorher. Er beginnt mit Vorbereitung, ähnlich wie beim Kochen, Sport oder Lesen.
1. Wähle bewusst, nicht impulsiv
Wer planlos durch Streaminglisten scrollt, ist oft schon erschöpft, bevor der Film läuft. Besser ist es, sich vorher festzulegen. Mach dir eine kleine Liste mit Filmen, die du wirklich sehen willst. Drei bis fünf Titel reichen. So kommst du in einen klaren Modus: Ich entscheide, nicht der Algorithmus.
2. Kläre die Stimmung des Tages
Es gibt Tage, an denen man komplizierte Filme nicht aufnehmen kann. Manchmal braucht man leichte Geschichten. Manchmal möchte man Bilder genießen. Manche Abende verlangen Ruhe, andere Energie. Wenn die Stimmung und der Film zusammenpassen, ist es leichter, dranzubleiben.
3. Erlaub dir, den Raum vorzubereiten
Man muss kein Ritual daraus machen, aber kleine Dinge helfen. Ein bequemes Plätzchen. Ein Getränk. Licht, das weder blendet noch müde macht. All das signalisiert dem Gehirn: Jetzt beginnt etwas, das Zeit hat.
Der Umgang mit dem Handy – realistisch, nicht romantisch
Es wäre leicht zu sagen: „Leg dein Handy einfach in ein anderes Zimmer.“ Aber viele Menschen brauchen es erreichbar. Familie, Arbeit, Nachrichten – das Leben ist nicht immer abschaltbar. Deshalb braucht es realistische Strategien.
Stell das Handy auf “Nur wichtige Kontakte”. So kommen nur wirklich bedeutende Benachrichtigungen durch.
Leg es bewusst weg, aber in Reichweite. Wichtig ist die Geste: Ich entscheide, wann ich es nutze, nicht andersrum.
Mach ein kleines Prä-Film-Ritual: Checke zehn Minuten vorher alles Wichtige. Danach schließt du die Apps und legst das Handy weg. So beruhigt sich der Kopf schneller.
Wenn du zwingend erreichbar sein musst: Vereinbare mit dir selbst, das Handy nur in Film-Pausen zu checken. Das funktioniert erstaunlich gut.
Wie wieder aktiv zu schauen
Viele glauben, Filme seien passiv. Doch je aktiver du innerlich bist, desto weniger driftet dein Kopf ab. Aktiv heißt nicht anstrengend. Es bedeutet, bewusst dabei zu sein.
1. Folge der Handlung, nicht jedem Detail
Es ist unmöglich, jede Kleinigkeit aufzunehmen. Versuche stattdessen, die größeren Linien zu sehen: Was will die Szene? Welche Stimmung baut sie auf? Was treibt die Figuren? So bleibst du natürlich verbunden.
2. Beobachte die Bilder, als würdest du fotografieren
Das ist ein kleiner Trick, der stark wirkt. Wenn du dir vorstellst, du würdest bestimmte Shots einfangen, sieht dein Gehirn die Szenen intensiver. Perspektiven, Farben, Bewegungen – alles wird klarer.
3. Achte auf Geräusche und Musik
Sound ist ein unterschätzter Anker. Viele Szenen funktionieren über Klang. Wenn du bewusst hinhörst, bleibst du automatisch präsenter.
4. Lass dich nicht zwingen, alles sofort verstehen zu müssen
Wenn eine Szene verwirrt, bedeutet das nicht, dass du abdriften musst. Manchmal klärt sich eine Frage erst nach zwanzig Minuten. Vertraue dem Film ein wenig. Diese Art von Geduld stärkt den Fokus enorm.
Was du tun kannst, wenn du mitten im Film trotzdem abschweifst
Selbst die ruhigsten Menschen verlieren manchmal den Faden. Das ist menschlich. Entscheidend ist, wie du damit umgehst.
1. Werde nicht streng mit dir
Ablenkung ist kein Zeichen von Schwäche. Sie ist ein Zeichen von Überlastung. Wenn du dir dafür Vorwürfe machst, wirst du noch unruhiger.
2. Mach eine Mini-Pause
Ein kurzer Stopp von einer Minute kann viel helfen. Einmal tief einatmen, kurz strecken, vielleicht die Schultern lockern. Danach schaust du wieder mit frischer Aufmerksamkeit.
3. Bring dich in den Film zurück - Frag dich:
Was passiert gerade emotional?
Nicht Was ist die Handlung? – sondern Was spüre ich?
Diese Fragen holen dich sofort aus dem Kopf in den Moment.
4. Nutze den Film als Training – nicht als Test
Es geht nicht darum, „durchzuhalten“. Es geht darum, Aufmerksamkeit wieder zu üben. Wenn ein Film dein Trainingspartner wird, nimmst du Ablenkungen gelassener.
Filme sind Geschichten, die uns näher zu uns selbst bringen können. Sie zeigen uns Emotionen, die wir im Alltag nicht immer zulassen. Wenn man sie wirklich schaut, kann ein Filmabend manchmal mehr sein als Unterhaltung. Er kann Ruhe schenken. Klarheit. Inspiration.
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