Gegen den Willen des totalitären Kirchenstaates macht sich ein kämpferischer Priester (Paul Bettany) auf die Suche nach seiner Nichte, die von Vampiren verschleppt wurde. Optisch gelungene, aber nicht so richtig spannende Comic-Verfilmung.
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- [Synchronsprecher]
Nachdem die Priester in einem großen Krieg die Bedrohung durch die Vampire gebannt haben, sind diese im post-apokalyptischen, totalitären Kirchenstaat überflüssig geworden. Die Gotteskrieger fristen ein unliebsames Dasein mit niederen Tätigkeiten, denn die Vampire sind in Reservate weggesperrt. Deshalb tut die Kirchenobrigkeit Monsignor Orelas (Christopher Plummer) es als Vandalismus ab, als eine abgeschieden lebende Familie angegriffen und die junge Frau Lucy (Lilly Collins) verschleppt wird.
Paul Bettany spielt den Priester.
Lucy ist jedoch die Nichte eines Priesters (Paul Bettany) und dieser macht sich gegen den Willen der Kirche auf, um Lucy zu befreien. In der Einöde, wo Lucy lebte, schließt sich der dortige Sheriff Hicks (Cam Gigandet) dem Priester an, denn Lucy ist seine Geliebte. Die beiden finden Lucys Spur, doch sind ihnen bereits andere Priester auf den Fersen, denn Orelas will den abtrünnigen Priester aus dem Weg räumen.
Maggie Q als Priesterin.
Kritik:
Dystopischen, post-apokalyptischen Totalitarismus mit irgendwelchen Monstern, Dämonen, Zombies oder Vampiren zu kombinieren ist nichts Neues (siehe „28 Days Later“, „Resident Evil“ usw.). Auch die Verfilmung der graphischen Novelle „Priest“ von TokyoPop macht davon Gebrauch. Dem Vampirgenre kann der Film insofern etwas hinzufügen, als dass die Darstellung der Vampire ungewöhnlich ist: sie haben keine Augen, aber dafür haifischartige Zähne. Sie sehen ein wenig aus wie geschmeidigere Versionen von Gollum.
Sheriff Hicks (Cam Gigandet) ist schießwillig.
Der Einsatz von 3D ist sehr gefällig, genauso wie die Optik des Films insgesamt. Dies ist kein Wunder, denn Regisseur Scott Steward („Legion“) ist Visual-Effects-Künstler. Er hat mit seiner eigenen Animationsschmiede z.B. an „Star Wars: The Clone Wars“, „Iron Man“ oder Teil 2 und 3 der Fluch-der-Karibik-Reihe gearbeitet. Steward kennt die Western-, Science-Fiction- oder Monster-Genres offensichtlich so gut, dass man glaubt, vieles bereits zu kennen. Wer sich an „The Book of Eli“ erinnert fühlt, braucht sich nicht zu wundern, denn „Priest“-Kameramann Don Burgess hat jenen ebenso gefilmt wie „Spider-Man“, „Terminator 3“ oder „30 über Nacht“.
Der Priester ist den Vampiren auf der Spur...
So grimmig Paul Bettany („The Tourist“, „Sakrileg“) auch spielt und so gut Cam Gigandet („Twilight“, „Burlesque“) auch aussieht, etwas wirklich Erinnerungswürdiges erschaffen sie nicht. Das liegt bestimmt mit daran, dass die Geschichte keine wirklich überraschenden Wendungen liefert und so dahin plätschert. Alles wirkt sehr bekannt. Auch werden die Charaktere nur auf die nötigsten Beweggründe charakterisiert. Das macht „Priest“ trotz der knackig-kurzen 88 Minuten fast langweilig.
Die Optik des Films verlangt eigentlich eine große Leinwand, aber die Geschichte reicht eher für einen Popcorn-Abend zuhause, wo man sich gerne mal von Freunden ablenken lassen kann.
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...die zu dem mysteriösen Black Hat (Karl Urban) führt.
Hintergrund:
Der Schauspielveteran Christopher Plummer hat in fast 60 Jahren in über 100 Filmen gespielt. Er spielte 1965 in „The Sound of Music“ mit, aber ebenso in „12 Monkeys“, „A Beautiful Mind“ oder „Inside Man“. Demnächst ist er in „Beginners“ zu sehen.
Den Bösewicht Black Hat spielt Karl Urban, der in der Herr-der-Ringe-Trilogie den Eomer, in „Star Trek“ den Dr. Leonard McCoy aka Pille sowie in „Die Bourne Verschwörung“ spielte.
Lily Collins, die in "Priest" Lucy Pace miemt, gab ihr Filmdebüt in Blind Side neben Sandra Bullock und wird demnächst Schneewitchen spielen.
Als die Priesterin stand das in Hawaii geborene Model Maggie Q vor der Kamera, die für „Mission: Impossible III“ von Hong Kong nach Hollywood kam.