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A.I. - Künstliche Intelligenz


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
** ** *** *** *** * ***** **** 68%
 

 
Steven Spielberg philosophiert ausführlich und am Ende recht bildgewaltig über die menschliche Gesellschaft der Zukunft und darüber, wie Roboter fühlen und lieben lernen. Cineclub-Genretipp!


A.I. - Künstliche IntelligenzWir befinden uns in der (gar nicht mehr so) fernen Zukunft, in der die Meeresspiegel gestiegen sind, die Bodenschätze zur Neige gehen und die Technologie sich sehr stark weiterentwickelt hat. Die Geburten sind geregelt und nur wenige Anwärter können sich über eigenen Nachwuchs freuen. Da kommt der geniale Wissenschafter Professor Hobby (William Hurt) auf die Idee, die fortgeschrittene Robotertechnik so zu erweitern, dass man "Mecha"-Kinder erschafft, die fähig sind zu lieben und sich so völlig in das Leben einer Familie integrieren können.

Für einen ersten Test findet man die Familie Swinton, deren echter Sohn in einer Gefrierkammer auf die Heilung einer Krankheit wartet. Monica (Frances O’Connor) ist zunächst gar nicht begeistert, als ihr Mann Henry (Sam Robards) den kleinen David (Haley Joel Osment) mitbringt. Allzu echt erscheint ihr doch dieses künstliche Wesen. Trotzdem entschließt sie sich, den Mecha zu "prägen": Durch einen geheimnisvolle Formel sorgt sie dafür, dass David sie fortan als seine Mutter ansieht.

Während David sich in die Familie eingewöhnt und Monica ihn langsam auch in ihr Herz schließt, wird für den echten Sohn der Familie ein Heilmittel gefunden. Als Martin (Jake Thomas) in seine Familie zurückkommt und feststellen muss, dass dort ein anderer seinen Platz eingenommen hat, setzt er alles daran, David aus der Familie wieder zu vertreiben...

Weil die Swintons die Gefahr, die möglicherweise von David ausgeht, nicht einschätzen können, beschließen sie David zurückzubringen. Aber Monica will nicht, dass er vernichtet wird und so gibt sie ihm die Chance zu entkommen. Aber David liebt seine Familie und setzt nun alles daran, diese wiederzufinden. Dabei helfen ihm der Mecha-Gigolo Joe (Jude Law) und die geheimnisvolle blaue Fee aus dem Märchen von Pinocchio.


A.I. - Künstliche Intelligenz..von RS: Während die Themen, die Spielberg in seinem Werk aufgreift, von hoher Brisanz sind, bleibt der Unterhaltungswert des Films teilweise auf der Strecke. Klar, der Film konzentriert sich auf ethische Aspekte. Detailliert wird die Integration des kleinen "Mecha" in die "Orga"-Familie geschildert. Ebenso die Kriegserklärung des kleinen Martin gegen seinen unerwünschten, neuen, künstlichen Bruder.

Das düstere Bild, das Spielberg von der Welt und der Einstellung der Menschen zeigt, ist erschreckend. Hier werden auf der einen Seite Roboter als billige Sklaven und Kinderersatz erschaffen, auf der anderen Seite gibt es Menschen, die auf ganzen Volksfesten eben diese Roboter vernichten, weil sie Angst davor haben, dass die Welt irgendwann von Robotern beherrscht wird.

Und das Ende des Film schließlich liefert ein erschreckendes und zugleich faszinierendes Bild von der möglichen Entwicklung unseres Planeten... "A.I." ist ein Film, der viel Stoff zum Nachdenken bietet und möglicherweise dazu führt, dass heute typische menschliche Züge auch einmal unter einem anderen Aspekt betrachtet werden können...

..von Conway: Das modellhafte Gesicht von Jude Law und die gut aufgespielte, kindliche Naivität von Haley Joel Osment sorgen für die passende Umsetzung der Handlung in der hier erzeugten, extrem cyberlastigen Umwelt, die beide Charaktere zu Opfern und gleichzeitig zu Tätern werden lässt. Diese Kombination von menschlicher Schwäche und gleichzeitiger Stärke in Robotern ist es, was den Film vor allem im Mittelteil so anspruchsvoll werden lässt. Denn die Geschichte zwischen dem kleinen David und seiner Mutter ist hier zwar inhaltliches Neuland, psychologisch gesehen wurde das Ganze aber schon oftmals als Filmstoff aufgegriffen.

Das Besondere an diesem Streifen, mal abgesehen von der Werbemasche, die hier angewendet wurde (siehe "Hintergrund"), ist jedoch die sowohl beängstigende, als auch faszinierende Darstellung der zukünftigen Gesellschaft und unserer Welt. Dabei geht es nicht nur darum, wie die Menschen mit der selbst erschaffenen Technologie (in Form von Robotern) umgehen. Was hier besonders beeindruckt, ist die aufgezeigte Entwicklung der Erde, die zu einem düsteren, kahlen, kalten und scheinbar einsamen Ort geworden ist - und dass Stephen Spielberg es schafft, dieses Gefühl aufkommen zu lassen, eben obwohl überall Lebewesen (egal ob aus Metall oder aus Fleisch und Blut) vorkommen, ist schon eine Menge wert.

A.I. - Künstliche Intelligenz
"Mecha"-Kind David (Haley Joel Osment) wandelt durch eine desillusionierende Welt.


  • Noch vor Filmstart schafften es die Verantwortlichen, für immense Aufmerksamkeit vor allem bei den Internet-Usern zu sorgen. Denn Wochen zuvor begann man, werbewirksam wie selten zuvor, die Interessierten mit kniffligen Fragen und dem ständigen Slogan "A.I." quer durch das Netz auf die verschiedensten Internetseiten zu lotzen. Dabei handelte es sich nicht selten genug um Seiten, die den Film finanziell mit trugen. Neben vielen Preisen, die es dabei immer wieder zu gewinnen gab, wurde so auch die Aufmerksamkeit und die Neugier auf den Film geschürt und somit wurde das Kürzel "A.I." (welches übrigens auch von Amnesty International genutzt wird) mehr als nur ein wichtiger Bestandteil des Filmtitels.

A.I. - Künstliche Intelligenz


A.I. - Künstliche Intelligenz

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Fakten
Originaltitel:
Artificial Intelligence: AI
 
deutscher Kinostart am:
13.09.2001
 
Genre:
Science-Fiction / Drama
 
Regie:
Steven Spielberg
 
Dieser Film wurde bewertet von:
RS (71%)
&
breidy(53%),
Conway (80%)
 
Texte:
RS, Conway
 
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Synchronsprecher

SchauspielerSynchronsprecher
Haley Joel OsmentFilipe Pirl
Frances O'ConnorUlrike Stürzbecher
Sam RobardsUwe Büschken



TV-Termine

DatumUhrzeitSender
24.10.2017 13:55 Arte
23.10.2017 20:15 Arte
²) Sendezeiten bis 05:00 Uhr sind in der Nacht zum Folgetag.


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