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The Matrix


  
Was ist die Realität? Wer sind wir? Und was ist die Matrix? Endzeit-Thriller mit Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss und Hugo Weaving.
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

17.06.1999:
The Matrix

*** * ****
**** * -
*** *** 59%
  
Genre:

Endzeit-Thriller / lt.Filmverl.Science-Fiction-Acti

  

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Regie: Andy Wachowski& Larry Wachowski
  

Inhalt:

The MatrixThomas Anderson (Keanu Reeves, siehe Foto links) arbeitet in einem Großraumbüro bei einer angesehenen Computerfirma, die im Jahr 1999 Software entwickelt. Er ist unauffällig und erfolgreich. Nur durch seine Unpünktlichkeit fällt er immer mal wieder negativ auf. Diese läßt sich nicht vermeiden, weil Anderson ein Doppelleben führt: In der Hacker-Szene ist er bekannt als Neo, derjenige, der alles hacken kann.

The MatrixNeo hat die Theorie, daß hinter allem, was er erlebt, etwas viel größeres steckt, etwas, das sein Tun und Handeln absolut beherrscht: Die Matrix. Auf der Suche nach ihr verbringt er Nacht um Nacht vor dem Computer. Als eines Tages Morpheus (Laurence Fishburne) mit ihm Kontakt aufnimmt, erfährt er die erschreckende Wahrheit: In Wirklichkeit lebt er im 23. Jahrhundert, in dem die Menschen von intelligenten Maschinen unterdrückt werden. In riesigen Farmen halten diese die Menschen zu ihrer eigenen Ernährung, während den menschlichen Gehirnen mit der Matrix ein "normales" Leben vorgegaukelt wird.

Morpheus ist der Anführer einer Gruppe von Rebellen, denen sich Neo nach seiner Befreiung anschließt. Gemeinsam mit Trinity (Carrie-Anne Moss, siehe auch Foto rechts) kämpfen sie gegen Agent Smith (Hugo Weaving), einen Agenten der Maschinen...

  

Kritik:

The Matrix setzt da an, wo der Film 23 aufhört: Hier wird die Regulierung, die Steuerung von außen bereits vorausgesetzt und das ganze mit einer ziemlich verrückten Theorie aufgelöst. Mehr als einmal dreht und wendet sich der Film um sich selbst, bei dem verzweifelten Versuch, dem Zuschauer das fast Unbegreifliche zwingend zu vermitteln.

The MatrixKeanu Reeves strahlt in seiner Verkörperung des Neo eine Mischung aus Selbstsicherheit und Verunsicherung aus, die die Darstellung seiner Rolle sehr glaubwürdig erscheinen läßt. Auch Hugo Weaving (Foto links) überzeugt in seiner Rolle als Agent Smith. Die Symbolik der Sonnenbrille hat er scheinbar verinnerlicht...

Allerding fallen die restlichen Darsteller nur äußerst selten positiv auf. Besonders Laurence Fishburne und Joe Pantoliano als Cypher wirken mehrfach unbeholfen und unrealistisch.

Die Wachowski-Brüder arbeiten bei der Matrix mit sehr aufwendigen Special-Effects, trotzdem überwiegen Action-Standards wie Ballerei und Prügelszenen gegenüber diesen Höhepunkten. Die musikalische Untermalung des Films bleibt auf weiten Teilen auf der Strecke, erst im Finale und im Abspann fällt sie positiv auf.

Bei der Matrix von einem kontinuierlichen Spannungsverlauf zu sprechen, wäre übertrieben. Vielmehr wird der Zuschauer durch plötzliche Ausblendungen und "Aufwach-Szenen" verwirrt. Die Düsternis der Bilder (fast ohne Farbe) wird zwar der Stimmung gerecht, ist aber auf die Dauer zuviel des Guten.

The MatrixWenn man allein die Idee des Films bewerten würde, bekäme er wohl die Höchstpunktzahl. Die Umsetzung des Sieges des Individuums über die Maschinen - super dargestellt in der Szene mit dem verbogenen Löffel - bleibt jedoch auf weiten Teilen hinter thriller-typischen Elementen wie Verhören (siehe Foto rechts mit Laurence Fishburne als Morpheus), Verfolgungsjagden und Ballerei auf der Strecke. Das man sich in einer Art Boot in der Kanalisation "der Stadt der Maschinen" befindet und dort nicht entdeckt wird, erscheint doch genauso übertrieben, wie die "zufällige" Ähnlichkeit der intelligenten Maschinen mit Insekten...

Auffallend ist außerdem der Kontrast dieser amerikanischen Produktion zu den zwei Filmen, die auf eine ganz andere Art in den letzten sechs Monaten das Thema der Steuerung des menschlichen Lebens von außen beleuchtet haben: In der Truman Show und in Pleasantville wurde mit komödiantischen Mitteln festgestellt, daß ein Mensch normalerweise nicht in der Lage ist, aus dem für ihn vorherbestimmten Weg auszubrechen. Erst eine Störung oder ein Fehler in der Planung führen zur Erkenntnis und dem daraus folgenden Zwang, die Wahrheit zu erkunden.

Was bleibt abschließend zu sagen? Die Matrix bleibt weit hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück. Trotzdem ist wohl für jeden, der dieses Thema faszinierend findet, ein Besuch dieses Films lohnenswert - schließlich kann man danach umso besser darüber diskutieren!

Matrix mit Keanu Reeves und Laurence Fishburne
Trinity (Carrie-Anne Moss) und Neo (Keanu Reeves) sind undercover in der Matrix unterwegs...

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Hintergrund:The Matrix - TricktechnikDie Kampfszenen in der Matrix sind Abwandlungen des bekannten Kung-Fu's. Dabei setzten die Wachowski Brüder auf die seit Jahrzehnten angewandte Drahtseiltechnologie in Verbindung mit Bildraffung, um die Effekte herzustellen. Die Schauspieler schweben an Drahtseilen, während sie von mehreren Kameras gleichzeitig gefilmt werden. Dadurch läßt sich am Computer ein dreidimensionales Abbild der Bewegungsabläufe erzeugen, das für die Filmszene in jeder beliebigen Geschwindigkeit gezeigt werden und in jeden Hintergrund eingefügt werden kann.

The Matrix - TricktechnikSo kann die in der Luft schwebende Person angehalten, dann blitzschnell beschleunigt und schließlich wieder angehalten werden.

Bei den überschnellen Bewegungen wird mehrfach die Sublimations-Technik verwendet, bei der Einzelbilder für das bewußte Auge gänzlich unsichtbar bleiben und nur unterbewußt wahrgenommen werden können (Die Verwendung dieser Technik ist umstritten, weil sie theoretisch zu Manipulationen des Unterbewußtseins mißbraucht werden kann).

The Matrix - TricktechnikThe Matrix - Tricktechnik

Von den fliegenden Pistolenkugeln denen Neo ausweicht, wurden mit 120 Kameras 12.000 Bilder pro Sekunde gemacht, damit man "flying-balls" sehen und fangen kann (so die Wachowskis).

Für insgesamt nur knapp 10 Minuten des Films wurden auf diese Art und Weise knapp sechs Monate Trainings-, Dreh- und Animationsarbeiten gebraucht.



Zu diesem Film gibt es erstmals ein Cineclub-Special: Das Matrix-Forum. Ihr habt die Matrix auch gesehen? Sagt uns doch mal ordentlich die Meinung! Auch Fragen zu Film, Hintergrund und Technik können hier jederzeit gestellt werden!


The Thirteenth Floor - Cineclub-Filmkritik

Ein ähnliches Thema greift der Film "The Thirteenth Floor" auf, der auf dem Buch "Simulation 3" basiert.

   
Matrix mit Keanu Reeves und Laurence Fishburne
Cypher (Joe Pantoliano) im Kampf

Originaltitel: The Matrix
   
Links:
   

Dieser Film wurde bewertet von:
RS(59%),
FV(87%),
RH(90%)

Texte:
RS

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