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leer Once Upon a Time in Hollywood


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
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Hollywood Ende der 1960er Jahre: Alles ist im Umbruch und neue Wege werden beschritten – auch in diesem (biographisch angehauchten) Retro-Streifen, in dem Regisseur und Drehbuchautor Quentin Tarantino 50 Jahre nach diesen wilden Zeiten einen Teil der damaligen Ereignisse auf unterhaltsame Weise umschreibt... Mit Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Margot Robbie, Al Pacino, Dakota Fanning, Margaret Qualley, Damon Herriman uva.

Once Upon a Time in Hollwood


Als einstiger Darsteller einer Westernserie war Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) in den 1950er Jahren groß im Geschäft. Doch Hollywood im Jahre 1969 hat sich arg verändert und Dalton ist es obendrein leid, ständig als Schurke besetzt zu werden. Mit seinem Stuntdouble und besten Kumpel Chris Booth (Brad Pitt) versucht Dalton seit geraumer Zeit, seine Karriere in neue Bahnen zu lenken. Vielleicht kann Produzent Marvin Schwarz (Al Pacino) da weiterhelfen. Dieser hat Dalton nämlich in einer Folge der US-Serie „FBI“ entdeckt und bietet ihm nun die Hauptrolle in einigen Italowestern an. Zwar ist Dalton von dem Vorschlag nicht überzeugt, nimmt dann aber an und reist zusammen mit Booth für die Dreharbeiten nach Italien. Eine lebensverändernde Entscheidung, denn Dalton erlangt mit den Filmen neue Bekanntheit und heiratet sogar eine Italienerin.

Once Upon a Time in Hollwood
vlnr: Stuntman Chris Booth (Brad Pitt), Schauspieler Rick Dalton (Hintergrund, Leonardo DiCaprio) und Filmproduzent Marvin Schwarz (Al Pacino).

In dieser Zeit bleibt die Zeit in Hollywood natürlich auch nicht stehen. Die junge Sharon Tate (Margot Robbie) und ihr Ehemann Roman Polanski (Rafal Zawierucha), die schon vor einer Weile neben Dalton in die Nachbarvilla eingezogen waren, erleben gerade eine schöne Zeit. So besuchen sie eine Party auf der Playboy Mansion und später besucht Tate auch noch heimlich einen ihrer aktuellen Filme („Rollkommando“) im Kino und freut sich über die positiven Reaktionen der anderen Zuschauer.

Derweil bildet sich anderswo in Los Angeles eine Gruppierung, in welcher sich junge Leute auf die Spahn-Ranch zurückgezogen haben und eine Art Hippie-Kommune bilden. Die Spahn Movie Ranch war einst Drehort jener Westernserie, mit welcher Rick Dalton populär wurde und der alternde Besitzer George Spahn (Bruce Dern) scheint nichts gegen all die jungen Leute bei sich zu haben. Dennoch scheint Booth, der durch Umwege die Hippies und ihre Kommune miterleben durfte, von alledem nicht wirklich überzeugt zu sein. Auch die undurchsichtige Verhaltensweise des merkwürdig agierenden Charles Manson (Damon Herriman), welcher erst vor einer Weile vor dem Nachbarhaus von Dalton klingelte, ist hier nicht sonderlich hilfreich...

Once Upon a Time in Hollwood
Model und Schauspielerin Sharon Tate (Margot Robbie) genießt ihr Leben.


Tarintino und seine Filme sind vor allem auf Charaktere ausgelegt. Und dazu immer ein passender Cast, der scheinbar stets Freude an der Arbeit mit dem Kult-Regisseur zu haben scheint. Das merkt man jedenfalls auch bei diesem neunten von Tarintino allein gedrehten Film wieder. Selbst die Nebenrollen werden dabei unterhaltsam verkörpert.

Hinzu kommt der zeitnahe Bezug der Szenerie in jeglicher Hinsicht. Da ist zum Beispiel neben den Kostümen und den Autos auch die von Tarintino gewählte musikalische Untermalung durch Songs von damaligen Musikern wie Simon & Garfunkel, Paul Rever & The Raiders oder Neil Diamond. Zusätzlich gibt es einige Anspielungen auf damalige Top-Hollywood-Produktionen wie der bereits im Inhalt erwähnte Film „Rollkommando“, der Polanski-Klassiker „Rosemaries Baby“ und etliche Westernproduktionen. Auch für die damalige Zeit populäre Schauspieler wie Bruce Lee (hier verkörpert von Mike Moh) oder Steve McQueen (Damien Lewis) werden mehr als einfach nur erwähnt.

Once Upon a Time in Hollwood
Als scheinbar unauffälliges Stuntdouble bemerkt Kriegsveteran Booth so manche Dinge und Begebenheiten im Hollywood des Jahres 1969.

Hauptaugenmerk liegt hier jedoch auf DiCaprio und Pitt. So ist die Rolle von Rick Dalton arg an den damaligen Weg von Hollywoodlegende Clint Eastwood angelehnt. Dieser schaffte durch den Italo-Western „Für eine Hand voll Dollar“ den großen Durchbruch und ähnlich läuft es dann auch hier für die Hauptfigur. Derweil bietet die Figur des Chris Booth einen Einblick in all die Dinge von Hollywood des Jahres 1969 und bietet so für den Zuschauer eine Art indirekten Begleiter durch die damalige Zeit. Neben Booths Erlebnissen gibt es auch den ständigen Wechsel zwischen Rick Daltons Geschichte und der Sache um Charles Manson, seine Anhänger und das ausgewählte Opfer Sharon Tate. Doch Tarintino wäre nicht Tarintino, wenn er nicht einen ganz besonderen Weg einschlagen würde. Und dieser ist es auch, der den Film wieder so besonders werden lässt – neben all der ebenfalls erwähnten Dinge wie Cast, Soundtrack und Szenerie.

Am Ende ist „Once Upon a Time in Hollywood“ bei weitem nicht der beste Tarintino-Streifen und doch noch immer einer, den man gesehen haben sollte, wenn man Bock auf einen guten Film hat – eben im Prinzip wie bei all seinen Filmen.

Once Upon a Time in Hollwood

Once Upon a Time in Hollwood

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Fakten
Originaltitel:
Once Upon a Time... in Hollywood
 
deutscher Kinostart am:
15.08.2019
 
auf DVD/Blu-ray/VoD ab:
19.12.2019
 
Genre:
Komödie / Drama
 
Regie:
Quentin Tarantino
 
Länge:
ca. 162 Minuten
 
FSK der Kinofassung:
ab 16 freigegeben
 
Kinoverleih:
Sony
 
Dieser Film wurde bewertet von:
Conway(77%)
 
Texte:
Conway
 
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