Auf den Straßen ist der Teufel los. Doch auch in den oberen Chefetagen des LAPD spielt sich eine große Sauerei ab. Großartiger Kriminalthriller mit Keanu Reeves, Forest Whitaker und Chris Evans - vom Autor von „Training Day“ im Stile der US-Serie „The Shield“. Cineclub-Filmtipp!
[Film bewerten]
- [Synchronsprecher]
Detective Tom Ludlow (Keanu Reeves) gehört zu den besten des LAPD, tritt aber mit seiner Vorgehensweise gelegentlich dem einen oder anderen Vorgesetzten auf den Schlips. Doch der Erfolg gibt ihm Recht, so auch diesmal. Von den Medien wird er als Held gefeiert, weil er einen Entführungsfall in allerletzter Sekunde auf spektakuläre Weise gelöst hat. Doch schon kurz darauf findet er sich im Visier des internen Ermittlers Biggs (Hugh Laurie) wieder. Doch Biggs stellt nicht nur die Moral von Ludlow in Frage, sondern auch die von dessen Vorgesetzten Wander (Forest Whitaker).
Ludlow (Keanu Reeves) ist jedes Mittel recht, um die Straßen zu säubern...
Bei einer Feier erfährt Ludlow, dass sein ehemaliger Partner Washington (Terry Crews) bei Biggs gegen ihn ausgesagt hat. Eine direkte Auseinandersetzung kann gerade noch verhindert werden, dennoch will Ludlow Washington zur Rede stellen. Doch dazu kommt es nicht, denn just in diesem Moment wird Ludlows alter Partner vor seinen Augen Opfer eines Überfalls. Schnell verdächtigt man ihn, daran beteiligt zu sein. Doch Ludlow ist sich sicher, dass es sich hierbei in Wahrheit um eine Hinrichtung handelte.
Angeblich um ihn zu schützen, untersagt Wander nun seinem „Lieblingssohn“, die Mörder zu finden. Doch Ludlow übergeht ihn kurzerhand und ermittelt zusammen mit dem Nachwuchs-Cop Diskant (Chris Evans) auf eigene Faust. Gemeinsam finden die beiden Männer heraus, dass sie es mit einem übermächtigen Gegner zu tun haben - und dieser kommt aus den eigenen Reihen…
Biggs (Hugh Laurie) macht Wander (Forest Whitaker) klar, dass er ihn und seine Spezialeinheit auffliegen lassen will.
Kritik:
Schon in den ersten Minuten macht der neue Film von “Training Day“-Autor David Ayer alles richtig. So sehen wir den ausgelaugten Cop Ludlow, der nur mit viel Mühe den Tag beginnen kann. Seinen schlechten Gemütszustand kaschiert er mit cooler Kleidung und einem PS-Monster als Dienstfahrzeug. Bis zum scheiternden Waffendeal wird nicht ein Wort gesprochen. Dem Zuschauer bleibt somit genug Zeit, sich mit Keanu Reeves Figur auseinander zu setzten. Nachdem dies geschehen ist, befinden wir uns auch schon in der Welt von “Street Kings“ und landen in einer wilden Schießerei.
Die Rollen sind mit Keanu Reeves, Forest Whitaker, Hugh Laurie und Chris Evans ideal besetzt. Einsiedler Reeves verkörpert eindrucksvoll den Cop. Dem steht steht Forest Whitaker in nichts nach, der mit seinem Schauspiel als Ludlows Mentor, Vorgesetzter und Vater einer „dysfunktionalen Familie“ jede Szene an sich reißt. Allein sein Auftreten ist geprägt von Macht, Korruption und übersteigertem Selbstvertrauen. In “Dr. House“-Darsteller Hugh Laurie hat man den passenden Gegenspieler gefunden. Er ist eine der wenigen Personen des LAPD, die sich nicht schmieren lässt, dafür aber bis an ihre Grenzen geht, wenn es auf die passende Umsetzung von Gerechtigkeit ankommt. Chris Evans kann diesmal beweisen, dass er mehr als ein sprücheklopfender Superheld ist. Gerne mehr davon.
Und als wenn das Schauspiel und das Drehbuch nicht schon für genug actiongeladenen Thrill sorgen würden, gesellt sich auch noch ein Soundtrack dazu, der passender nicht sein kann. Dank schwerer Instrumental-Beats, kriegen auch die Ohren etwas zu sehen.
“Street Kings“ ist ein mitreißender, realitätsnaher Action-Thriller mit gut aufspielendem Star-Essemble und bleilastigem Soundtrack! Wer “Training Day“, “Harsh Times“ und “The Shield“ mag, macht mit einem Besuch in diesem Streifen also definitiv nichts falsch.
Ihr habt diesen Film auch
gesehen? Dann könnt ihr ihn hier bewerten! Weiterempfehlen: