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Madagascar


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** **** *** *** **** - **** **** 81%
 

 
Der Löwe Alex, das Zebra Marty, die Giraffe Melman und das Nilpferd Gloria lebten wohlbehütet im New Yorker Zoo. Aus reiner Neugier stranden die Vier nun auf der Insel Madagascar und müssen in der Wildnis ums Überleben kämpfen. Ein Animationsfilm, in dem fast pausenlos geredet wird...

Madagascar (Dreamworks)


Das Zebra Marty (gesprochen von Rick Kavanian) ist deprimiert. Es feiert seinen 10. Geburtstag und kann von den unendlichen Weiten der Wildnis, die es noch nie gesehen hat, weiterhin nur träumen. Löwe Alex, Giraffe Melman und Nilpferd Gloria, die besten Freunde von Marty, versuchen mit allen Mitteln, Marty aufzumuntern...

Unterdessen planen die gewitzten Pinguine ihren Ausbruch aus dem Zoo. Marty, der davon Wind bekommt, folgt den Pinguinen zu einem kleinen Ausflug. Als seine drei Freunde mitbekommen, das Marty verschwunden ist, wollen sie ihn schnellstmöglich wieder finden und folgen ihm in die Stadt New York. Dort erregen die Tiere natürlich großes Aufsehen und werden schon bald von der Polizei wieder eingefangen. Doch ihr Ausbruch bleibt nicht ohne Folgen. Tierschützer fordern die Umsiedlung der Tiere in eine natürlichere Umgebung.

Madagascar (Dreamworks)

So befinden sich die Tiere schon bald in Kisten verpackt auf einem Frachter auf dem Weg nach Afrika. Doch was sollen Pinguine in Afrika? Nichts! Deshalb meutern die Pinguine, übernehmen die Steuerung des Schiffs. Bei dem nun folgenden halsbrecherischen Wendemanöver, gehen die Kisten mit Alex, Marty, Melmen und Gloria über Bord. Wenig später werden die vier an den Strand Madagaskars gespült.

Auf Madagaskar gibt es die Wildnis, von der Marty immer geträumt hat. Dazu kommen mit den Lemuren seltsame, aber freundliche Tiere. Nur für Alex ist das Leben in der Wildnis eine wahre Herausforderung. Er steht ja eigentlich an der Spitze der Nahrungskette und sowohl die Lemuren als auch sein bester Freund Marty könnten zur begehrten Beute werden, wenn er nicht bald seine geliebten Steaks serviert bekommt...

Madagascar (Dreamworks)
Am Strand macht sich unter den Freunden erste Panik bemerkbar...


Dem Film "Madagascar" liegt eine klassische Idee des Trickfilm-Genres zu Grunde. Die Freundschaft zwischen den Zootieren wird durch eine veränderte Umgebung auf eine harte Probe gestellt. Dass die Tiere zudem überaus menschliche Charakterzüge aufweisen, gehört natürlich dazu. Sehr gelungen ist die bis zum Schluss offen Entwicklung der Geschichte, die immer wieder durch die vier „Nebendarsteller“ beeinflusst wird, die eigentlich ursprünglich auch die Stars eines eigenen Film hätten sein sollen: von den Pinguinen.

Madagascar (Dreamworks)

Dreamworks, die schon mit Filmen wie "Shrek" und "Shrek 2" bewiesen haben, dass sie es verstehen, sehr realistische Figuren in Szene zu setzen, versuchten sich diesmal an einer neuen Herausforderung. Sie haben den Figuren in "Madagascar" Trickfilm-Eigenschaften verliehen: Augen und Mund, teilweise auch der ganze Kopf und Körper können verbogen, verzerrt, platt gedrückt oder aufgebläht werden. Dadurch sollten die tierischen und menschlichen Charakterzüge der Figuren noch weiter verstärkt werden. Eine Idee, deren Umsetzung auch in weiten Teilen des Films gelungen ist. Allerdings rücken diese Element angesichts der immensen Dialoglastigkeit des Films ebenso in den Hintergrund wie die von Hans Zimmer inszenierte Filmmusik. Bei "Shrek" gab es einen Esel, bei "Madagascar" sind es gleich drei dauerhaft quatschende Figuren...

Der in der deutschen Fassung von Stefan Gossler (im Original von Sacha Baron Cohen) gesprochene Lemur König Julien XXIII. kann mit dem Song „I like to move it, move it“ vor allem bei dem jüngeren Publikum punkten, während er ansonsten in seinem Dialekt vor allem an Jar-Jar Bings, die Ober-Nervensäge aus "Star Wars Episode I", erinnert.

Madagascar (Dreamworks)

Eine andere Eigenschaft des Film richtet sich dafür eindeutig an das ältere Publikum: Wie schon bei den "Shrek"-Filmen haben es die Drehbuchautoren an zahllosen passenden (und unpassenden) Stellen verstanden, Verweise auf andere Film wie z.B. "Cast Away" oder "Planet der Affen" unterzubringen.

Insgesamt liefert "Madagascar" vor allem aufgrund der gelungenen Entwicklung der Geschichte und einiger (allerdings auch schon im Trailer gezeigter) hervorragender Gags gute Unterhaltung. An die "Shrek"-Filme reicht dies jedoch nicht heran. Ein zweiter Teil startet jedoch im Dezember 2008 in den deutschen Kinos.


Der WWF (World Wide Fund For Nature) nimmt den Start des Films „Madagascar“ zum Anlass, eindringlich auf die bedrohte Natur der viertgrößten Insel der Welt hinzuweisen. Die im Film gezeigten Tierarten, unter anderem die 30 Lemurenarten, gibt es nur auf dieser Insel, die sich vor 165 Millionen Jahren von der Ostküste Afrikas abgetrennt hat. Von den Wäldern, die einstmals die Insel bedeckten, sind derzeit nur noch etwa 10% übrig. Da die Abholzung weiter voranschreitet, rechnet der WWF damit, dass die Insel in etwa 40 Jahren völlig waldfrei und damit die dortige Tierwelt nahezu ausgestorben sein wird. Seit 1963 engagiert sich der WWF in Madagaskar. Gemeinsam mit der Bevölkerung werden in Randbereichen eingerichteter Schutzgebiete alternative Einkommensquellen entwickelt, die den Fortbestand von Flora und Fauna nicht gefährden. Weitere Informationen hierzu findet ihr unter wwf.de/regionen/madagaskar.

Madagascar (Dreamworks)

Madagascar (Dreamworks)
Toll, Cocktails - wenn man darüber hinwegsehen kann,
dass man im "Marty's" immer das Salzwasser wieder ausspucken muss...

Madagascar (Dreamworks)

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Fakten
Originaltitel:
Madagascar
 
deutscher Kinostart am:
14.07.2005
 
Genre:
Animationsfilm
 
Regie:
Eric Darnell & Tom McGrath
 
Dieser Film wurde bewertet von:
RS (81%),
Conway (80%)
 
Texte:
RS
 
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Synchronsprecher

SchauspielerSynchronsprecher
Ben StillerJan Josef Liefers
Chris RockRick Kavanian
David SchwimmerBastian Pastewka



TV-Termine

DatumUhrzeitSender
19.06.2016 15:00 Sat.1
18.06.2016 20:15 Sat.1
²) Sendezeiten bis 05:00 Uhr sind in der Nacht zum Folgetag.


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