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Planet der Affen


  
Tim Burton, der eine Vorliebe für Geschehnisse mit Köpfen zu haben scheint, lässt die Affen wieder aufleben und gibt ihnen einen Planeten, auf dem sie die Herrenrasse sind. Science-Fiction-Remake mit Mark Wahlberg und Helena Bonham Carter. Cineclub-Filmtipp!
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

30.08.2001:
Planet der Affen

***** *** ****
***** **** **
**** ***** 92%
  
Genre:

Science-Fiction / Remake

  

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Regie: Tim Burton
  

Inhalt:

Planet der AffenCaptain Leo Davidson (Mark Wahlberg) begleitet eine Forschungsstation in der Nähe des Saturns. Seine Aufgabe ist es, genetisch veränderte Affen zu trainieren, um an Bord einer Raumkapsel Forschungsmissionen anstatt eines Menschen zu verrichten. Sein Traum ist es aber, selbst an Bord eines dieser kleinen Schiffe zu sitzen. Seine Meinung ist, man schickt keinen Affen um die Arbeit eines Menschen zu verrichten.

Als in der unmittelbaren Nähe der Station ein elektrischer Partikelstrom unerwartet und aus dem Nichts erscheint, beschließt der Comander der Station, einen Affen auf eine Außenmission zu schicken. Der kleine Schimpanse soll raus in das All, um wichtige wissenschaftliche Daten zu sammeln, die das Phänomen mit sich bringt. Doch als die Kapsel des Primaten vom Kurs abkommt, die Station den Kontakt verliert und das kleine Schiff von den Bildschirmen verschwindet, ignoriert Leo die Befehle und startet auf eigene Faust, um seinen Affen wieder an Bord der Station zu holen. Doch ihm widerfährt das Gleiche wie dem Tier: Die Energien katapultieren ihn durch den Weltraum, trennen die Verbindung zum Team und schicken das Schiff auf eine Reise durch die Raumzeit. Nur mit Mühe und Not gelingt es ihm, die Kapsel mit einer Bruchlandung auf die Oberfläche eines ihm fremden Planeten runterzubringen.

Er findet sich in einer grünen Hölle wieder, als er seine Blicke schweifen lässt, und wird gleich in eine Hetzjagd verwickelt, bei denen haufenweise Menschen vor einem geschickt durch das Dickicht des Dschungels manövrierenden Feind flüchten. Auch er wird nun gejagt und brutal von riesigen Menschenaffen zu Boden geschlagen. Als er still beobachtet, was um ihn herum geschieht, muss er feststellen, dass die haarigen Kreaturen mit ihren übermenschlichen Kräften nicht nur aufrecht gehen und Kleidung tragen, sondern auch sprechen und die Menschen wie Tiere behandeln.
 
Er findet sich als bald in einer verkehrten Welt wieder, in der sich unterschiedlichste Affen menschgleich verhalten - samt ihrer arrogant negativen Ader im Bezug auf ihre eigene Stellung in der Evolution.

Sein größtes Problem ist der aggressive General Thade (Tim Roth), der einen immensen Hass gegen die menschliche Spezies hegt und es insbesondere auf Leo, den Menschen, der von den Sternen fiel, abgesehen hat. In den Fängen eines Sklavenhändlers entgeht er nur knapp einem schlimmeren Schicksal, als er von der menschenbegeisterten Schimpansin Ari (Helena Bonham Carter) gekauft wird. Doch er hat nicht vor, auch weiterhin in dieser für ihn umgekehrten Welt zu Leben, und beschließt aus diesem Grund, zu flüchten.

Dabei wird er von einigen einheimischen Menschen unterstützt. Auch Ari und ihr treuer Beschützer helfen den Menschen, die Stadt der Affen zu verlassen. Nachdem Leo beweisen kann, das er nicht von dieser Welt stammt, macht sich die kleine Gruppe aus Menschen und Affen auf den Weg in eine verbotene Zone, auf der Flucht vor General Thade und seinen Legionen.

Leo, der hofft, hier einen Rettungstrupp zu finden, stößt gemeinsam mit seinen Begleitern auf die wahre Geschichte des Affenplaneten und enthüllt ein uraltes Geheimnis...

  

Planet der Affen (mit Mark Wahlberg)
Mark Wahlberg begleitet als Captain Leo Davidson ein Forschungsteam nahe dem Saturn.
Kritik:

Die von Tim Burton inszenierte Geschichte vom „Planeten der Affen“ ist alles andere als eine Aufarbeitung des 3teiligen Originals mit Charlton Heston aus dem Jahre 1968. Im Gegensatz zum bereits bekannten Dreiteiler findet der gestrandete Pilot sich nicht auf der Erde wieder, sondern wirklich auf einem fremden Planeten. Auch die ursprüngliche Entwicklung von Mensch und Affe wurde umgekehrt.

Während auf dem 1968 uraufgeführten Primatenplaneten die degenerierten Menschen nur mäßig zur Sprache fähig waren und ansonsten sich nur Affen in Konversation übten, plappern bei Tim Burtons Streifen die haarlosen Affen genauso eifrig wie die Animalischen. Die Handschrift von Tim Burton ist unverkennbar in den Film mit eingeflossen, was allein auf Grund der Inszenierung einzelner Charaktere und den mitunter surrealen Landschaften deutlich wird.

Zahlreiche Kostüme und etliche Masken ließen neben gut einstudierten Bewegungsabläufen eine Heerschar von sprechenden Affen entstehen. Diese Welt der Primaten birgt nicht nur animalische Aggression, sondern auch ebensolchen Charme und visuellen Witz. Neben diesem Umstand tritt in der Affengesellschaft alles für uns so Menschliche in Erscheinung. Basketball, Gaukel und der Konsum von Rauschmitteln ebenso wie Vortuteile und Verhaltensweisen.

In Tim Burtons Version des Klassikers „Planet der Affen“ ist Mark Wahlberg der Astronaut, der mitten in einer hoch entwickelten Affengesellschaft landet. Wahlberg gehört wie Matt Damon oder Ben Affleck zu jenen sanften Hollywoodhelden, die aussehen, als wären sie noch nicht ausgewachsen – weiche Jungs, keine Machos. Dies spiegelt sich auch in der von Wahlberg bekleideten Rolle wieder.

Planet der Affen (mit Mark Wahlberg)
 
Tim Roth, in der Rolle des hypercholerischen Schimpansengenerals Thade, verkörpert den menschenhassenden Widerling, mit dem wohl zu dieser Rolle notwendigen Biss. Auch wenn man sein Gesicht unter der Affenmaske nicht erkennen kann, das Mienenspiel unter dem Latex ist sicherlich belebt.

Selbiges gilt auch für Helena Bonham Carter, die als Ari ihren Kampf gegen die Vorurteile der Affen im Bezug auf Menschen einsteht. Sie verkörpert den milden und intellektuell naiven Part des Films, der vielleicht ein wenig zum Denken animieren soll. Das geschäftige Team von Industrial Light and Magic war maßgeblich an der Entstehung der gesamten Atmosphäre beteiligt. Die sauberen Animationen und mit Realfilm kombinierten Datenpakete, prägen sich bündig in das Gesamtbild. Das selbe gilt auch für die Musik, die mitunter auf so manchem Chill Out Album Platz finden würde.

Fazit: Planet der Affen, ist ein Film, der eine ausgewogene Mischung verschiedener Aspekte bietet und mit einem Lächeln empfohlen werden kann, allein schon, um sich den Spekulationen über die Evolution auf dem Affenplaneten und dem ruhmreichen Ende hinzugeben.

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Originaltitel: Planet of the Apes
   
Links:
   

Dieser Film wurde bewertet von:
RS(92%),
DJMK(92%)

Texte:
DJMK

Planet der Affen (mit Mark Wahlberg)

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