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Werner - Beinhart!


  
Im Jahr 1990 war die Welt noch in Ordnung. Am 3. Oktober gab es die deutsche Wiedervereinigung und am 29. November war Comicheld „Werner“ endlich auch im Kino zu sehen! Ein geschichtsträchtiges Jahr also, voller Euphorie — und mit ganz viel Bölkstoff zum Anstoßen!
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

29.11.1990:
Werner - Beinhart!

***** ***** ***
**** ***** **
- ***** 87%
  
Genre:

Komödie / Satire / Comicverfilmung

  

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Regie: Gerhard Hahn, Michael Schaack, Niki List
  

Werner - Beinhart!
Inhalt:

Als der norddeutsche Pastor Adalbert A. Amen (Ludger Pistor) eines späten Abends eine Autopanne erleidet, entdeckt er durch Zufall am Waldrand ein Wesen namens Rumpelstilzchen (Meret Becker) und kann es nicht fassen.

Zeichentrick, Part 1: Wie wäre es mit einem spontanen Fussballspiel mitten auf einem Marktplatz, ohne Regeln und ohne Profis? Eine Menge Spaß für Lau! Das dachte sich auch der Bölkstoff-Profi Werner, als er kurzerhand einen funktionstüchtigen Fussball mitten in die Menge schmeißt und damit für ein schnelles Ende jeglicher hanseatischer Gelassenheit sorgt...

Werner - Beinhart!
Moin moin, liebe Sportsfreunde!

Derweil sieht sich der Comic-Autor Brösel (Rötger Feldmann) einer scheinbar unlösbaren Aufgabe gegenüber: König Griesgram der Grobe (Karl-Ernst Stangl) verlangt Aufheiterung. Doch der König leidet unter einer Krankheit und kann nicht lachen, weshalb der mächtige Tyrann bereits Komiker-Größen wie Otto Walkes, Woody Allen, Heinz Erhardt und Wilhelm Busch hat köpfen lassen.

Als Brösel in seinem Kerker nichts Gutes einfällt, bekommt er unerwartet Hilfe vom Rumpelstilzchen, was Brösel einen Wunderkugelschreiber im Tausch gegen einen kostenlosen Wunsch für sich anbietet. Da er keine Wahl hat, verspricht der Zeichner, Rumpelstilzchen einen Wunsch zu erfüllen. Mit neuer Energie macht sich Brösel daraufhin ans Werk und bringt den Hofstab endlich zum Lachen.

Zeichentrick, Part 2: Das waren noch Zeiten, wo unser aller Werner als Lehrling bei Meister Röhrich arbeitete. Gemeinsam mit dem Gesellen Eckhart erlebt das Klempnerunternehmen einige spannende Aufträge, die zumeist im Chaos enden. Nur ein Beispiel bietet da ein Heizungsleck bei Frau Hansen. Doch die Nachbarin, Frau Gloer, die gerade das Treppenhaus geputzt hat, hätte da auch noch einiges, worum sich die drei Klempner kümmern sollten und am Ende läuft nicht nur die Heizung und eine Toilette über, sondern gleich das ganze Treppenhaus schwimmt in Abwasser...

Doch der König hat daran gar keinen Spaß, woraufhin er Brösel köpfen lässt...

Werner - Beinhart!
Meister Röhrich ist mit der Arbeitseinstellung von
Werner und Eckhart alles andere als zufrieden.

Zeichentrick, Part 3: Wieder einmal sorgen Werner und sein Kollege Eckhart für Ärger. Diesmal sollen sie auf einer Baustelle eine Gasflasche installieren, doch Werner bekommt die schwere Bottle nicht hoch und versucht es nun mit dem Kran. Dabei fliegt nicht nur das Plumpsklo durch die Gegend, auf welchem Meister Röhrich grad versucht, sich zu erleichtern. Auch der Karren mit der Gasflasche macht einen riesen Satz und die gesamte Baustelle fliegt in die Luft...

Aus seinem vermeintlichen Traum erwacht, muss Brösel leider erkennen, dass die Realtität nicht viel besser ausschaut: Sein Produzent will endlich das Script zum neuen Comic, doch die Post verwechselt die Lieferanschrift und Brösel muss sich erneut etwas einfallen lassen.

Zeichentrick, Part 4: Werner und sein Biker-Kumpel Herbert treffen sich beim TÜV. Während Herbert sich einen Bierdosenhalter eintragen lassen will, versucht Werner es mit seinem eigens kreierten Wurstblinker. Doch nicht nur die Ideen der beiden Motorradfahrer sind daneben, auch die beiden TÜV-Angestellten geben ihr Bestes und am Ende fliegen nur so die Fetzen...

Werner - Beinhart!
Herbert und Werner machen einen riesen Aufstand beim TÜV...
 
In Windeseile versucht Brösel nun, das neue Script rechzeitig abzugeben und erleidet dabei einen Motorradunfall. Doch auch im Krankenhaus lässt sich der überforderte Zeichner nicht unterkriegen und schafft das Unmögliche.

Zeichentrick, Part 5: Schwer verletzt liegt Werner im Krankenhaus und will eigentlich nur seine Ruhe. Doch ständig nerven die Krankenschwestern und Putzkräfte (wer kennt das nicht). Da wird das Bett gemacht oder gewischt und stets vergessen, das Licht auszumachen. Werner reichts! Er flutet das Krankenhaus mit Bier und flüchtet, um am Ende seine Ruhe am Strand zu finden...

Werner - Beinhart!
Werner lässt sich von Kumpel Andi aus dem Hospital abholen.

Als Brösel wieder genesen ist, feiert sein Film endlich Premiere. Volles Haus und gute Aussichten auf noch mehr Verdienst. Doch plötzlich taucht das Rumpelstilzchen wieder auf und will seinen Wunsch erfüllt wissen...

Eine Heirat steht nun an, doch Pastor A. Amen erkennt die vermeintliche Braut wieder, spricht die bekannten Zeilen und verwandelt das böse Geschöpf somit in eine wundervolle Braut. Endlich ist Brösels Leben wieder in Ordnung und ein Sauflied stimmt die Hochzeitgesellschaft auf bessere Zeiten ein.

Zeichentrick, Part 6: In einer hanseatischen Kneipe treffen sich Werner und seine Biker-Kumpels zum Trinkgelage. Dass ein gebürtiger Berliner hier ausschenkt, wird dabei nur allzu gern von den Gästen aufs Korn genommen. Als besagter Wirt dann auch noch einige Bestellungen der Hanseaten missversteht, kommt es zur Keilerei und das Lokal bricht auseinander. Am Ende macht sich die Biker-Meute auf, die Piste einmal mehr unsicher zu machen...

  

Werner - Beinhart!
"Beinhart wie'n Rocker! Beinhart wie 'n Shopper!
Beinhart, wie'n Flasch Bier! Beinhart geht das ab hier!"
Kritik:

Über deutsche Filme kann man ja denken, was man will. Manche schütteln nur den Kopf und beklagen, dass deutsche Movies immer so dramatisch und nachdenklich anmutend sind. Andere widerum verweisen auf geschichtlich imposante Werke, die stets mit einer gesellschaftlich- oder gar politischen Botschaft aufrütteln und überzeugen. Filme, wie "Der Untergang", "Das Leben der Anderen", "Der Bader-Meinhof-Komplex" oder "Die Buddenbrocks" zeigen die heutige Filmgesellschaft unsere Landes voll Erfurcht vor unserer Geschichte, sowie vor wichtigen Personen und vor der politischen Vergangenheit Deutschlands.

Und die Sparte Komödien? Nun, alten Hasen wie Otto Walkes (wie Comicfigur "Werner" ebenfalls aus dem hohen Norden kommend) und jungen Hüpfern wie Michael 'Bully' Herbig and Friends sei dank, weiß auch dieses Genre mit einigen guten Filmen immer mal wieder zu unterhalten. Dennoch sind die meisten Kinos hierzulande zu sehr geprägt vom US-Markt und so fühlt man sich nicht selten genug irgendwie fremd im eigenen Kino, wenn man einmal (freiwillig) in einen deutschen Kinofilm geht...

Doch es gibt auch Klassiker, die längst auf DVD überall zu bekommen sind und immer wieder im TV gezeigt werden. Das kultigste Beispiel dürfte der damalige Filmhit "Werner - Beinhart" sein: Absolut anspruchslos, aber dafür unendlich witzig wird hier eine nordische Lebensart gepredigt, die heute noch als unerschütterlicher Bestandteil der hanseatischen Gelassenheit gilt.

Werner - Beinhart!
King Werner träumt...
 
Basierend auf der Comicreihe "Werner" vom gebürtigen Lübecker Rötger 'Brösel' Feldmann hat sich Deutschlands bekanntester Filmproduzent Bernd Eichinger Anfang der 90er nicht lumpen lassen und produzierte diese Trickfilm-Komödie — wenn auch nicht mit allen Ecken und Kanten. Dass der Comic-Erfinder sich hier selbst verkörpert, liegt nämlich daran, dass es Eichinger zu riskant war, allein auf die Anziehungskraft der Figur "Werner" zu setzen. Dennoch hat es dem Film in keinster Weise geschadet, Realität abwechselnd mit Zeichentrick zu mischen — denn im Endeffekt ist es allein Brösels Phantasie zu verdanken, die diesen deutschen Erfolg erst möglich machte. Und da die Comicfigur "Werner" schon vorher Kult war, wurde mit dieser Art des Films nun mehr oder weniger dem Brösel selbst ein Denkmal gesetzt, an dem nicht nur die "Werner"-Fans ihren großen Spaß haben.

Jaa jaaa... # So, was heisst hier Ja ja?! Ja ja heisst Leck mich am Arsch! # Jaa Jaaa!!
Gespräch zwischen Azubi Werner und dessem Chef Herrn Röhrich.

Und somit ist es kein Wunder, dass "Werner - Beinhart" damals nicht nur über 5 Millionen Zuschauer in die Kinos lockte, sondern auch der Titelsong "Beinhart" von Torfrock (deren Sänger Klaus Büchner die Figur "Werner" spricht) noch heute ein Riesenerfolg ist. Geniale Dialoge tun ihr Übriges und die Lachmuskeln brauchen nach rund 85 Minuten reiner Comedy erstmal eine ordentliche Ladung Bölkstoff, sonst wird dat wohl nix mehr — Cineclub-Kulttipp!

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Werner - Beinhart!
Comic-Zeichner und 'Werner'-Erfinder Rötger "Brösel" Feldmann spielt sich selbst.

Hintergrund:
   
Originaltitel: Werner - Beinhart!
   
Links:
   

Dieser Film wurde bewertet von:
Conway(87%)

Texte:
Conway

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Werner - Beinhart!

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