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leer Tod auf dem Nil (1978)


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** *** **** ** **** * ***** ***** 86%
 

 
Die frisch vermählte Erbin Linnet Doyle wird an Bord eines Nil-Dampfers erschossen und es gibt mehr Personen an Bord mit Motiv als ohne, was die Aufklärung nicht leicht macht. Peter Ustinov in seinem ersten Auftritt als Hercule Poirot. Mit Kameraführung, Schnitt und alternative Szenen der Mordhandlung war John Guillermins Verfilmung 1978 ihrer Zeit voraus und weiß – unterstützt durch das bekannte Star-Ensemble - den Zuschauer bis heute zu fesseln.

Tod auf dem Nil (mit Peter Ustinov)


Eine Nil-Kreuzfahrt sollte den Höhepunkt der Flitterwochen für Linnet (Lois Chiles) und Simon Doyle (Simon MacCorkindale) darstellen. Doch wie der Zufall es will, haben sich ausnahmslos Personen auf den Nil-Dampfer verirrt, die ein Motiv haben, Linnet zu ermorden – und zwei Ermittler: Der im Auftrag von Linnets Anwälten tätige Colonel Race (David Niven) und der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot (Peter Ustinov).

Das Unheil lässt dann auch nicht lange auf sich warten. Während der erste Schuss nur das Knie von Simon Doyle trifft, landet die nächste Kugel in der Stirn von Linnet. Nun beginnt die Ermittlungsarbeit von Hercule Poirot, der schon zuvor geahnt hat, dass es hier mehr Verdächtige gibt, als dies einer schnellen Aufklärung guttun kann. Und so geschehen schnell weitere Morde, bis schließlich alle zur finalen Aufklärung im Salon zusammenkommen.

Tod auf dem Nil (mit Peter Ustinov)
Der Nil-Dampfer. Sinnbild für den und Hautport vom Krimi.


Peter Ustinov ist Hercule Poirot. Punkt. Es gibt wohl kaum einen Darsteller der stärker mit einer Rolle identifiziert wurde. „Tod auf dem Nil“ ist sein erster Auftritt und der gelingt vom ersten Moment an perfekt. Neben seiner Präsenz verblassen selbst die stärksten Charakterdarsteller des wirklich gut zusammengestellten Ensembles. Hier muss man natürlich ohne Zweifel Maggie Smith und Angela Lansbury hervorheben. Die eine (Smith) wirkt fast schon blutjung im Verhältnis zu ihren wohl bekanntesten Auftritten im Harry-Potter-Franchise. Die andere (Lansbury) hingegen scheint hier schon älter als bei ihrem letzten Auftritt als Jessica Fletcher 25 Jahre später.

Tod auf dem Nil (mit Peter Ustinov)
Maggie Smith (damals 44) und Bette Davis.

Dass John Guillermin Agatha Christies Vorlage zugleich chronologisch wie auch mit (für die Zeit) mutigem Schnitt inszenierte, ist der hauptsächliche Pluspunkt des Films. So macht es auch dem heute verwöhnten Auge Spaß, die vielen alternativen Mordszenen zu verfolgen, die während der Verhöre durchgespielt werden.

Ebenfalls positiv erwähnen kann man die Ausstattung. Sowohl der Nil-Dampfer als auch die Außenaufnahmen in Ägypten sind stimmig in ein Gesamtbild gefügt – einzig die Tango-Tanz-Szene ist zwar weniger gelungen, aber für die Einführung der Charaktere durchaus nützlich.

Tod auf dem Nil (mit Peter Ustinov)
Colonel Race (David Niven) und Hercule Poirot (Peter Ustinov) ermitteln.

Insgesamt ist dieser „Tod auf dem Nil“ eine Fassung, an der sich alle späteren Verfilmungen wohl messen lassen müssen. Allerdings: Wer den typischen, klassischen Stil von Agatha Christie nicht mag, sollte tunlichst die Finger davonlassen.

Tod auf dem Nil (mit Peter Ustinov)

Tod auf dem Nil (mit Peter Ustinov)

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Fakten
Originaltitel:
Death on the Nile
 
deutscher Kinostart am:
13.10.1978
 
auf DVD/Blu-ray/VoD ab:
15.08.2000
 
Genre:
Krimi / Romanverfilmung
 
Regie:
John Guillermin
 
Dieser Film wurde bewertet von:
RS (86%)
Conway (85%)
 
Texte:
RS
 
Vertrieb (für Heimkino):
Studiocanal

FSK der Heimkino-Fassung:
ab 12 freigegeben
 
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