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Lola rennt

  
romantisch-philosophischer "ActionLiebesExperimentalThriller" von Tom Tykwer
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English version

Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

08.10.1998:
Lola rennt

*** *** **
** * **
**** *** 59%
  
Genre:

Action-Liebes-Experimental-Thriller

     
Regie: Tom Tykwer
  
Inhalt: Bei einer Fahrkartenkontrolle muß Manni die Flucht ergreifen, dabei läßt er eine Tüte mit 100.000 DM zurück. Geld, daß für seinen Boß, einen Autoschieber, bestimmt war. Seine Freundin Lola hat 20 Minuten, um Manni das Geld zu besorgen, sonst ist er tot. Lola rennt...
      

   lola_rennt_2.jpg (13465 Byte)

Presse: "Lola rennt ist einer der aufregendsten Filme des Jahres: Atemlos, spannend und beeindruckend" / "Regisseur Tom Tykwer spielt in seinem romantisch-philosophischen "ActionLiebesExperimental-Thriller" mit der Bandbreite der technischen Möglichkeiten"
  
Links:
raumzeit-de-mini.gif (4328 Byte)

Leider war keiner der CineClub-Redakteure in diesem Film. Wer aber die Kritik von jemandem lesen will, der von diesem Film wirklich begeistert ist, der findet sie hier!

Moritz Bleibtreu wird wohl allen als Karl aus Stadtgespräch auf ewig in Erinnerung bleiben!

      lola_rennt_3.jpg (19934 Byte)
Meinungen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Dietmar Schmalfuss per e-Mail:
Filmkritik zu Tom Tykwers "Lola rennt" anläßlich der Videopremiere
Lola läuft noch einmal
Empfehlungen zum ersten Jump-and-Run-Adventure in der Geschichte des deutschen Films
Seht ihre roten Haare im Wind!
Hört auf Sepp Herbergers Verkündigung, gegeben anläßlich Lolas Start: "Der Ball ist rund. Das Spiel dauert 90 Minuten. Alles andere ist Theorie."
Laßt Lola laufen!
Wofür? Für ihren Manni. Und ein wenig für Euch.
Vergeßt Polizei und Mafia.
Die 100 000 D-Mark Schiebererlös im Plastikbeutel in der U-Bahn einfach liegen lassen.
Kein Geld für irgendwelche ausländischen Verbrecher aus dem Supermarkt stehlen wie Manni.
Denn nur für Euch wird keine Lola laufen.
Ihr habt keine dreimal zwanzig Minuten und keine drei Leben!
Wenn Lola startet, ist es drei Minuten vor Zwölf. Drei Jahre vor dem Ende des Jahrtausends.
Eure Vorgänger hätten, wie bei der letzten großen Umwälzung, jetzt über Auswege philosophiert.
Ihr dagegen habt bestimmt schon einen Cheat, gefunden im Internet mit dem Plastiksteuer in der Hand. Ihr werdet ihn brauchen.
Gemeinsam werdet Ihr alle Rätsel lösen, jedes Level schaffen.
Ihr habt alle Zeit der Welt. Drei Minuten.
Und was werdet Ihr dafür bekommen? Eine digitale Endsequenz vom sterbenden Supergegner.
Dennoch habt Ihr es besser als Lola.
Sie muß dreimal vergebens rennen, um Geld von ihrem Vater aus der Deutschen Transferbank zu bekommen.
Eure Väter dagegen werden Euch helfen, mit etwas wertvollerem als Geld, mit ihrer Erfahrung. Sie kennen ernstere Probleme als die mit einer Geliebten.
Eure Väter werden Euch nicht verleugnen und Eure Mütter nicht vereinsamen lassen im Luxus zwischen Alkohol und Konsum.
Laßt den Hund auf der Treppe ruhig nach Euch schnappen, Lola hat er schließlich auch nicht gebissen.
Ihr dürft Euch beim ersten und entscheidenden Mal nicht verspäten wie Lola, die dann von einem übereifrigen Polizisten getötet wird.
Denn unrecht Gut gedeihet nicht.
Lola kann beim zweiten Lauf mit dem geraubten Geld entwischen, ob ihrer freundlichen Unscheinbarkeit von der Polizei nicht ernst genommen. Dies hilft aber ihrem wartenden Manni trotzdem nicht, der, von soviel Glück überrascht, auf den Verkehr zu achten vergißt und folgerichtig vom roten Rettungswagen überfahren wird.
Im Spiel kann Lola eingreifen und eine neue Runde auf einem anderen Level beginnen, nachdem sie sich vorher Mannis Liebe versichert hat.
Beim dritten Anlauf, Lolas Vater reduziert sich auf ein kleines Rädchen im ferngesteuerten Mechanismus des Lebens, muß Lola schreiend siegen. Das Mädchen von nebenan im Casino, mit Jeans und roten Haaren und Ihren läppischen 100 D-Mark.
Achtung Irrweg! Wenn Lola mit dem Schrei des verwöhnten Kindes Erfolg hat, wie weiland Oskar Matzerath, so ist dies eine falsche Botschaft.
Ihr seid keine Kinder, Ihr werdet ernster behandelt an der Börse. Selbst wenn es so aussieht als würden die gleichen Spielregeln gelten wie im Casino.
Und außerdem: Selbst in unserem Land, in dem es lange gereicht hat nur einmal richtig für seine Interessen Krach zu schlagen, wird sehr bald ohne stetig strebendes Bemühen nichts mehr zu holen sein.
Gebt nicht wie Manni Waffen an die Ärmsten, das ist nur im Spiel eine zulässige Lösung.
Auch wenn Ihr schnell noch das Geld an die Ganoven zurückgebt, bleibt ihnen nichts schuldig!
Wartet nicht auf Lola und auf die Erfahrungspunkte aus den vorangegangenen Leveln, auch wenn die künstliche Intelligenz der mitspielenden Figuren (Frau mit Kinderwagen, Radfahrer, Bankwachmann, Fahrer des roten Rettungswagens) sich ständig erhöht.
Ihr habt im Spiel keine Möglichkeit einzugreifen.
Achtet auf die Großväter, ihr Reden nach tiefster Depression ist wie Handeln!
Gebt Euren Vätern eine Chance!
Und paßt auf Euch auf! 

Was bleibt: Kein Computerspiel. Kein Videoclip. Kein Film.
Aber: Ran Lola, ran!

  

Dieser Film wurde bewertet von
DS(59%),
FV(85%)

  
Texte:
RS,
DS

  
  
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Lola rennt
Lola (Franka Potente) und Manni (Moritz Bleibtreu)

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