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| Länge | Unterhaltung | Spannung | Action | Musik | Erotik | Anspruch | Eindruck | Gesamt |
| ***** | *** | **** | *** | *** | * | **** | **** | 78% |
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Inhalt:
Eigentlich wollte Andréas Meyer (Laurent Gerra) nur mal auf den Gipfelgrad hinauf, für eine schöne Tiefschneeabfahrt und einen freien Blick auf Lanslebourg in Val-Cenis, jenen Ort, an dem seine Tochter Violette (Margaux Ribagnac-Vin) in dieser Saison arbeitet. Doch auf dem Rückweg erhält er Gesellschaft von zwei außer Kontrolle geratenen Drohnen. Später im Tal zeigt ihm sein Assistent Thomas Knott (Nicolas de Broglie) eine aus Holz geschnitzte Teufelsfigur, die er als anonymes Geschenk erhalten hat.
Nicht weit entfernt wird die Bergretterin Constance Vivier (Clémentine Poidatz) zu einem Todesfall an einer abgelegenen Bergkapelle gerufen. Jemand ist aus dem Glockenturm gestürzt – und hat eine aus holz geschnitzte Teufelsfigur bei sich. Die Spur der Figur führt sie – wie auch Andreas – zur Bildhauerin Kate Karswell (Nancy Tate), die in einem abgelegenen Gut unter anderem diese Teufelsfiguren herstellt und weithin als Hexe verschrien ist. Als sich dann aber ein manipulierter Herzschrittmacher als Todesursache herausstellt, wird die Sache kompliziert: Treibt hier ein okkulter Spinner sein Spiel? Oder ist ein Hacker am Werk? Oder sinnt jemand für irgendetwas auf Rache? In letzterem Fall wären Andreas und eventuell auch Violette in großer Gefahr, weshalb sich Andreas gegen den Willen von Constances Vorgesetzten Karim Beddiar (Mohamad Ketfi aka Jhon Rachid) in die Ermittlungen drängt.
Kritik:
Der neue Regisseur Pierre-Louis Pingault macht seinem Publikum direkt klar, dass er dessen Vorlieben zu schätzen und zu bedienen weiß und die Serie nach den drei Filmen von Eric Valette konsistent fortführt: Andreas genießt die Aussicht auf einem Berggrat und die anschließende Tiefschneeabfahrt, gefilmt von einer ruhigen Flugkamera aus der Luft. Auch die weiteren Kulissen sind perfekt – und auch mit hohem Wiedererkennungswert – gewählt. Als Haus der mit ihren weißen Haaren ins Auge springenden Nancy Tate in der Rolle der Hexe Kate Karswell wurde zum Beispiel die Kapelle Notre-Dame du Charmaix in Valfréjus ausgesucht. Aber Pierre-Louis Pingault ging auch einen Schritt weiter, indem er die Halluzinationen einzelner Protagonisten mit (dezenten aber doch wirkungsvollen) Bildeffekten umgesetzt hat.
Unsere Hauptfiguren erfahren in diesem vierten Film zwar keine rechte Weiterentwicklung machen aber konsequent so weiter, wie wir sie in Erinnerung haben. Constance mit Dickkopf und (unvernünftigem) Ehrgeiz und Andreas mit knurriger Konsequenz und stoischer Ruhe. Außerdem kennt er den richtigen Trick, um eine nervige Auto-Navigation zum Schweigen zu bringen. Hinzu kommen mit Violette und Thomas Knott zwei Charaktere, die man schon aus den vorherigen Teilen kennt und über deren Rückkehr man sich als Serienfan freut. Beide bekommen zudem eine neue romantische Komponente innerhalb und in Person des attraktiven, von Gabriel Rehse verkörperten Hugo auch außerhalb des Teams.
Dieser vierte Teil der Serie liefert also auf der einen Seite wenig Neues, bietet aber den Fans genau das, was sie sich gewünscht haben: Einen weiteren Fall mit ihren Lieblingsfiguren in ihrer geliebten französisch-schweizerischen Grenzregion – und natürlich ganz viel Schnee. Absolutes Pflichtprogramm für alle Schwarz-wie-Schnee-Fans! Hintergrund:
Der Titel dieser Episode nimmt Bezug auf die Folklore des savoyischen Dorfs Bessans, in dessen traditionellem Kunsthandwerk Figuren des Teufels als Auge dienen, mit dem die Opfer eines Vergehens in der Vergangenheit die dafür Verantwortlichen erkennen und an ihnen Rache ausüben können, wobei es in der ursprünglichen Legende im Jahr 1857 nicht etwa um Morde, sondern lediglich um den verweigerten Lohn eines Kantors ging, der sich daraufhin mit dem geschnitzten Teufel einen Scherz an seinem Pfarrer erlaubte.
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