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Wasser für die Elefanten


  
Christoph Waltz und Robert Pattinson brillieren als Charakterdarsteller in diesem überraschend vielschichtigen Zirkusdrama.
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

28.04.2011:
Wasser für die Elefanten

**** ***** ****
**** **** ***
**** ***** 87%
  
Genre:

Drama

  

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Regie: Francis Lawrence
  

Wasser für die Elefanten
Inhalt:

Unverhofft zum Waisen geworden kann Jacob (Robert Pattinson) sein Veterinärmedizinstudium nicht beenden. Stattdessen muss er sich nun ohne abgeschlossene Ausbildung durchschlagen und landet unverhofft als blinder Passagier im Zirkus-Zug der Bellini Brothers. Anstatt ihn direkt wieder aus dem fahrenden Zug zu schmeißen, nimmt August (Christoph Waltz) den viel versprechenden Jungen tatsächlich im Zirkus auf.

In seiner neuen Stelle als Tierarzt bekommt Jacob direkt als erstes eine schwierige Aufgabe. Er soll ein Dressurpferd heilen, das vor Schmerzen kaum noch laufen kann, das aber trotzdem Abend für Abend zusammen mit Marlena Rosenbluth (Reese Witherspoon) Hauptattraktion der Vorstellung ist. Jacob weiß, dass man eigentlich dem Leiden ein Ende setzen und das Pferd erlösen müsste. Aber ob August diese Entscheidung akzeptieren würde? Außerdem hat sich Jacob in Marlena verliebt, die aber die Frau von August und damit für ihn unerreichbar ist, was die Situation für Jacob nicht leichter macht…

Wasser für die Elefanten
August (Christoph Waltz) und seine Frau Marlena (Reese Witherspoon).
 
Da es dem Zirkus aufgrund der Wirtschaftskrise nicht gut geht, trifft August – an der Grenze zwischen gesunden Geschäftssinn und Größenwahn – eine mutige Entscheidung. Er kauft einen Elefanten. Verdammt dazu, dass dieser die Massen wieder in den Zirkus treibt, bleiben Jacob nun nur wenige Tage, aus dem störrischen Dickhäuter eine Dressurattraktion zu machen. Nach einiger Zeit ohne Fortschritt, verliert August die Geduld und er zwingt Marlene, trotzdem mit dem Elefanten aufzutreten. Eine gefährliche Entscheidung, die eine unaufhaltbare Verkettung tragischer Ereignisse auslöst…

  

Wasser für die Elefanten
Jacob (Robert Pattinson) soll den Elefanten dressieren.

Kritik:

Wer ein durchschnittliches, amerikanisch inszeniertes Drama über einen Zirkus mit Elefanten erwartet, der wird zunächst einmal überrascht sein. Zum einen sicherlich, weil der Zirkus, um den es hier geht, zum überwiegenden Teil gar keine und später schließlich genau einen Elefanten besitzt. Zum anderen weil Ex-Vampirstar Robert Pattinson keinesfalls zum Schönaussehen an diesem Film mitwirkt, sondern sich der Aufgabe stellen musste, eine Charakterdarstellung und –entwicklung überzeugend rüberzubringen – und zwar für ein völlig anderes als sein sonstiges Teeniepublikum. Eine Aufgabe, die er souverän gemeistert hat.

Der Star in der Manege dieses Films heißt aber ohne Zweifel Christoph Waltz. Er spielt die Stärken und Schwächen seines Charakters bis in die letzten Nuancen aus. Die süffisant-boshafte Freundlichkeit einiger Szenen kann seine Fans einmal mehr begeistern. Nicht unerwähnt bleiben darf außerdem die Tatsache, dass er – wie schon bei „Inglourious Basterds“ mit seiner eigenen Stimme spricht, was sicherlich ein weiterer Pluspunkt ist.

Wasser für die Elefanten
Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz überzeugt als August.
 
Mit zahllosen detailliert gezeichneten und geschickt besetzten Charakteren haben es die Produzenten außerdem geschafft, die Zirkusatmosphäre so zu inszenieren, dass der Eindruck einer großen, fantasievollen Familie entsteht. Allerdings wurden auch die Schattenseiten, wie das Rauswerfen unerwünschter Mitesser aus dem fahrenden Zug, nicht unerwähnt gelassen. Die einzelnen tierischen Darsteller gehören teilweise zu aktuellen Zirkusensembles und werden im Abspann namentlich genannt…

Reese Witherspoon steht als Marlena Rosenbluth wie eine leuchtend weiße Figur, wie die Personifizierung von Glück und Erfolg im Mittelpunkt der Geschichte. Mit überwiegend eher dezentem Spiel an der Seite der beiden Männer gibt sie der Geschichte den roten Faden, die Handlungsimpulse und die tragische Tiefe. Die zusätzlich außen herum konstruierte und an Titanic angelegte Rahmenhandlung in der Neuzeit wäre noch nicht einmal nötig gewesen. Der Film hätte auch so funktioniert.

„Wasser für die Elefanten“ ist Kino zum Genießen: Mit einer Fülle an Details, starken Charakteren, gut aufspielenden (menschlichen und tierischen) Darstellern und einer abgerundeten, wunderbar erzählten Geschichte.

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Wasser für die Elefanten
Originaltitel: Water for Elephants
   

Dieser Film wurde bewertet von:
Frank(89%),
RS(81%),
Bernd(90%)

Texte:
RS

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