Unschuldig in einem Indizienprozess zu lebenslanger Haft verurteilt, will Lara Brennan (Elizabeth Brandt) nicht mit der Vorstellung weiterleben, ihren Sohn nie wieder zu sehen – Grund genug für ihren Mann John (Russell Crowe), eine spektakuläre Flucht zu inszenieren.
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- [Synchronsprecher]
Unfreiwillig entwickelt sich John Brennan (Russell Crowe) vom einfachen College- Professor zum Ausbrechergenie.
Inhalt:
Quasi von einem Augenblick auf den nächsten liegt das Leben der Brennans in Scherben. Der kleine Luke (Toby und Tyler Green) muss mit ansehen, wie seine Mutter zuhause verhaftet wird und wenig später in einem Indizienprozess wegen Mordes an ihrer Chefin zu lebenslanger Haft verurteilt wird. Obwohl ihr Mann John (Russell Crowe) an Laras Unschuld glaubt und alle juristischen Hebel in Bewegung setzt, um für die Freiheit seiner Frau zu kämpfen, erreicht der Lehrer schlicht gar nichts – es kommt sogar noch schlimmer, weil Lara in ein viel weiter gelegenes Gefängnis verlegt werden soll. Da die Vorstellung, ihren Sohn nicht heranwachsen oder sogar möglicherweise nie wieder zu sehen, für Lara unerträglich ist, begeht diese einen Selbstmordversuch.
John Brennan (Russell Crowe) versucht, seiner Frau Lara (Elizabeth Banks) im Gefängnis Mut zu machen.
Blind vor Sorge um seine geliebte Frau, springt John über seinen Schatten und zieht von diesem Moment an auch ungesetzliche Möglichkeiten – konkret einen Gefängnisausbruch – in Betracht. An der Schwelle zum Untergrund muss John aber schon bald feststellen, dass er entweder skrupellos über Leichen wird gehen müssen oder schließlich selbst auf der Strecke bleiben wird. Bis ins kleinste Detail macht er sich schon bald an die Planung der Befreiungsaktion. Doch als Laras Verlegung nur 72 Stunden vorher angekündigt wird, bleibt ihm nicht mehr viel Zeit, um seine Familie zu retten und der amerikanischen Justiz zu entgehen…
Stück für Stück sammelt John Brennan (Russell Crowe) alle für den Fluchtplan notwendigen Informationen.
Kritik:
Unschuldig aufgrund von Indizien Verurteilte waren ja schon öfter Motiv von Hollywoodfilmen und TV-Serien. Dennoch ist diese von Paul Haggis geschriebene und inszenierte Geschichte auf ihre Art neu und fesselnd, da John nicht nur seine Frau befreien sondern irgendwie dabei auch noch seinen sechsjährigen Sohn Luke mitnehmen muss, ohne dass dieser allzu viel von der notwendigen Gewalt mitbekommt. Und so wird dann auch die eigentliche Flucht ein Drahtseilakt mit der Stoppuhr am Handgelenk.
Russell Crowe weiß in seiner Rolle zu überzeugen und erinnert in seinem langsamen Abrutschen in den Abgrund zeitweise an Michael Douglas in "Falling Down". Seine Darstellung erzeugt beim Zuschauer ein intensives Gefühl von Beklemmung und Betroffenheit. Elizabeth Banks hat wenige, dafür sehr intensive Momente, die Paul Haggis durch schnelle und dennoch unverwackelte Kameraführung unterstützt hat – beispielsweise den zweiten Selbstmordversuch…
Lara (Elizabeth Banks) und John Brennan (Russell Crowe) versuchen, in der Menschenmenge unentdeckt zu bleiben.
Natürlich spielt der Film zur Spannungserzeugung bei der eigentlichen Flucht mit dem Zuschauer, was teilweise etwas auf Kosten der Logik geht. Einige Punkte sind allerdings wirklich gut durchdacht und verfehlen ihre Wirkung beim ersten Anschauen nicht.
Insgesamt erfüllt "72 Stunden" voll und ganz die Erwartung an knapp zwei Stunden gute Kinounterhaltung mit einem soliden Hauptdarsteller – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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