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12.03.2009: |
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| Genre: | Biopic / Drama |
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| Regie: | Kai Wessel | |||||||||||
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| Inhalt: | 1966 kehrt Hildegard Knef (Heike Makatsch) mit ihrem zweiten Ehemann, dem Briten David Cameron (Dan Stevens), nach Deutschland zurück, um ein ausverkauftes Konzert in der Berliner Philharmonie zu geben. Doch die Stadt, in der die gebürtige Ulmerin aufwuchs, weckt viele Erinnerungen an ihren Werdegang, ihre Erfolge und Fehler:
![]() Hilde (Heike Makatsch) und Willi Forst (Harry Prinz) bei den Dreharbeiten zu "Die Sünderin". Obdachlos in der ausgebombten und besetzten Stadt, besorgt sich Hilde eine Bühnenlizenz. Durch ihre ersten Nachkriegstheaterrollen wird Hilde von Erich Pommer (Hanns Zischler) entdeckt, einem ehemals sehr erfolgreichen Filmproduzenten, der ihr ein guter Freund wird. Hilde macht schnell Karriere im deutschen Nachkriegskino, heiratet Kurt Hirsch (Trystan Pütter) und geht mit ihm 1947 nach Hollywood, wo sie zwar Geld verdient, aber keine Filme dreht. 1950 kehrt Hildegard nach Deutschland zurück, um den erfolgreichen, aber äußerst umstrittenen Film "Die Sünderin" zu drehen. Kurt verlässt sie und Hilde geht zurück in die USA, wo sie im Broadwaymusical "Silk Stockings" und mit zahlreichen Filmen große Erfolge feiert, aber nicht glücklich wird. Bei Dreharbeiten in Großbritannien verliebt sich Hilde 1959 abermals in einen verheirateten Mann, den stattlichen Schauspieler David Cameron (Dan Stevens). Als Hildegard den Bundesfilmpreis gewinnt, fliegt ihre Liebschaft durch die Presse auf, die Hilde zerreißt. David hält zu Hilde und trennt sich von seiner Frau, aber trotz ihrer Liebe sind es schwere Zeiten, denn trotz des Filmpreises läuft Hildes Karriere schlecht. David spornt Hilde an, nicht aufzugeben, und so bittet sie ihn, ein Musikstudio zu mieten, damit sie trotz ihrer dürftigen Stimme eine Platte aufnehmen kann. Die beiden heiraten. Kurz vor dem wichtigen Auftritt 1966 erfährt Hilde von Else, dass Erich verstorben ist. Hilde bricht zusammen, doch mit Davids Hilfe geht sie letztlich doch auf die Bühne, um die Uraufführung ihres neuen Liedes Erich zu widmen: das autobiographische Lied "Für mich soll's rote Rosen regnen"... | |||||||||||
![]() Hilde und ihr Mann David Cameron (Dan Stevens) werden begeistert in Berlin empfangen. | ||||||||||||
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Kritik: |
Als 1993 die 22-jährige Heike Makatsch mit zwei Moderationskollegen beim irrwitzigen Sender VIVA das deutsche Fernsehen revolutionierte und selbst als sie 1996 zu ihrem ersten Kinofilm "Männerpension" die Single "Stand By Your Man" herausbrachte und mit dem eher dürftigen Gesang auf Platz 11 der deutschen Charts zog, ahnte niemand, dass sie sich zu einer ernsthaften Schauspielerin mausern würde. Umso schicksalsironischer ist das Märchen, dass ausgerechnet Makatsch die Rolle der Hildegard Knef spielt, die einstmals von Jazzikone Ella Fitzgerald als 'beste Sängerin ohne Stimme' gelobt wurde.
![]() Hilde (Heike Makatsch) bei Aufnahmen im Plattenstudio. Höchste bildgestalterische Kunst kommt vor allem vom hollywooderfahrenen Kameramann Hagen Bogdanski, der für den Oscar-Film "Das Leben der Anderen" den deutschen Filmpreis gewann. Wunderschön sind vor allem die Sequenzen mit kontrastreichem Sonnenschein, die Hollywood wegen seiner Kontrollmanie und künstlicher Beleuchtung selten zeigt. Die Zwischentitel des Films, die äußerst passend Zitate aus Hildegard Knefs Erkennungslied "Für mich soll's rote Rosen regnen" sind und die folgende Episode aus Knefs Leben ankündigen, erinnern an die Stummfilmära. Dieses filmische Mittel wird heutzutage kaum mehr benutzt, aber gerade in "Hilde" ist es sehr willkommen, denn es macht Knefs Entscheidungen, die nicht immer die richtigen waren, verständlich. Bei einem Film über eine Musikerin wird selbstverständlich ein großes Augenmerk auf die Filmmusik gesetzt. Wie bereits erwähnt, singt Heike Makatsch einige Knef-Lieder und tut dies überzeugend. Die orchestrale Filmmusik von Martin Todsharow, der z.B. für alle Oskar-Roehler-Filme seit "Die Unberührbare" komponierte, ist dramatisch und unterstützt die Stimmung des Filmes gekonnt. Und für alle Fans von Hildegard, gibt es ohne Zweifel einen besonderen Leckerbissen: Knefs Komponist Hans Hammerschmid hat sich ihres unvollendeten Liedes "After Eight" angenommen und dieses ist nun in der Interpretation von Heike Makatsch das erste Mal veröffentlicht. Ihr habt diesen Film auch gesehen? Dann könnt ihr ihn hier bewerten! |
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![]() Hilde und Ricci Blum (Roger Cicero) lernen sich in Berlin kennen. |
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| Originaltitel: | Hilde | |||||||||||
| Links: | ||||||||||||
Dieser Film wurde bewertet von: Texte: |
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