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06.03.2008: |
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| Genre: | Dramödie |
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| Regie: | Doris Dörrie | |||||||||||
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Kritik: |
![]() Die Entfremdung der Eltern von ihren erwachsenen Kindern fand schon vor der Zeit der Erzählung statt. Klaus (Felix Eitner), Karolin (Birgit Minichmayr) und der in Tokyo lebende Karl (Maximilian Brückner) wollen sich nicht um ihre Eltern kümmern. Im Gegenzug wissen die Eltern aber auch gar nicht, was ihre Kinder so tun, ob sie in ihrem Beruf glücklich oder erfolgreich sind und wie es um den jeweiligen Partner steht. All das wurde bei all den Familientreffen unter den Tisch gekehrt. In diesen Szenen des Films zeigt sich die gute Beobachtungsgabe, die Frau Dörries Werk durchgehend auszeichnet. Das Schauspielerensemble tut sein Übriges und verhilft der Geschichte zu ihrer notwendigen Glaubwürdigkeit. Als Elmar Wepper jedoch allein durch die japanische Metropole zieht, dabei die Strickjacke und den Rock seiner Frau über seiner Kleidung trägt und dieser hinterlassenen Kleidung das Land zeigt, da wirkt der Film zum einen grotesk und zum anderen fällt hier ein anderes Merkmal von Dörries Filmen auf: Sie traut ihrem Publikum keine Deutung zu. Jede Handlungsfeinheit wird bis ins letzte Detail erklärt. Zerredet und überbewertet. Auch ohne diese merkwürdig anmutende Marotte des Witwers hätte wohl jeder verstanden, warum er diese Reise aus seinem geliebten Bayern auf sich nimmt. Die Wiederholung des Motivs macht es dann wirklich nicht besser, versalzt hingegen das zuvor mühsam und gut gekochte Gericht. ![]() Trudi (Hannelore Elsner) und Rudi (Elmar Wepper) Ein weiterer Vorwurf geht an die Kameraarbeit, wobei ich nicht weiß, inwiefern ich dem Kameramann Hanno Lentz einen Vorwurf machen kann und inwiefern es an den Bedingungen der Produktion lag. Dennoch möchte ich nicht verheimlichen, dass es an Blendenproblemen und damit zusammenhängender Überbelichtung viel zu ertragen gibt. Gerade durch die Digitalkamera, mit der aufgenommen wurde, fällt dies besonders auf. An scharfen Einstellungen mangelt es dem Film hingegen erheblich. Schließlich bleibt mir zu sagen, dass der Film für Freunde von Dörries Werk ein weiteres Kapitel ist, in dem es wenig Überraschungen gibt. Nachgedacht werden muss nicht, das macht Frau Dörrie schon für uns. Hirn abschalten und mit Piccolo im Kino sitzen, das perfekte Abendprogramm für Ärztegattinnen. Ihr habt diesen Film auch gesehen? Dann könnt ihr ihn hier bewerten! |
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| Originaltitel: | Kirschblüten - Hanami | |||||||||||
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