Frank Abagnale jr. (Leonardo DiCaprio) bekommt schon früh von seinem Vater beigebracht, dass Kleider Leute machen. Mit Nadelstreifen kann man eben täuschen. Als Franks Vater nach und nach pleite geht, begreift Frank jr., dass er sich um sich selbst kümmern muss und haut von zu Hause ab. Der 16jährige kann sich natürlich nicht einfach so mit seinen 25 Dollar durchschlagen, bald aber kommt er dahinter, wie man Schecks fälscht, Pässe fälscht, insgesamt ein Hochstapler wird. Noch bevor er 21 wird, war er Pilot, Arzt, Rechtsanwalt und Hochschullehrer und strich mit gefälschten Schecks mehrere Millionen Dollar ein.
So ein Leben ruft natürlich das FBI auf den Plan und mit Carl Hanratty (Tom Hanks) fand sich ein besonders ehrgeiziger Verfolger. Quer durch die Staaten verfolgt Hanratty den jungen Abagnale, der zwar immer wieder seinen Namen ändert, seinen Verfolgern aus Sportsgeist aber auch immer wieder ein Häppchen vorwirft.
Das Aberwitzigste an der ganzen Geschichte ist: Sie ist wahr! Das Drehbuch orientiert sich an der Autobiographie des echten Frank Abagnale jr., der nach seiner kriminellen Karriere unter anderem dafür sorgte, dass es in den USA fälschungssichere Schecks gibt.
...und als angesehener Kinderarzt.
Kritik:
Schon zu Beginn der 140minütigen Odyssee durch die USA merkt der Zuschauer, dass er eine besondere Hommage an die Filme der 60erJahre sieht. Der Auftakt wirkt nicht antiquiert und ist dennoch ein Bildnis für die Gangsterkomödien dieser Zeit.
Steven Spielberg ist nach seinem etwas misslungenen Ausflug ins Science-Fiction-Fach eine absolut geniale Komödie gelungen, die keine Wünsche offen lässt. Das Duo Hanks und DiCaprio spielt sich perfekt in die Hand, dabei steht Leonardo DiCaprio seinem älteren Kollegen in nichts nach.
Natürlich ist es die Geschichte, die den Film trägt, doch originalgetreue Musik und ein Auge fürs Detail sowie zahlreiche Anspielungen auf alte Filme machen „Catch Me If You Can“ zum reinen Filmvergnügen. Neben den zwei Hauptdarstellern gehört noch ein großes Staraufgebot zum Ensemble: Christopher Walken, Martin Sheen, Natalie Baye, James Brolin und Jennifer Garner geben sich in mehr oder weniger großen Rollen die Ehre.
Carl Hanratty steht vor einem Rätsel.
Eine große Leistung war der Dreh selbst. So ist wohl das schnelle Tempo des Films zu erklären, denn in 56 Tagen waren 140 Locations abzuklappern; manchmal waren es drei an einem einzigen Tag. Umso beachtlicher ist die Leistund, dass wirklich alles nach den 60ern schreit.
„Catch Me If You Can“ ist großes Kino, das Spaß macht und träumen lässt. Und danach Daddys alte Jazz-Platten rausholen und weiter träumen...
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Frank mit seinem Dad (Christopher Walken).
Hintergrund:
Der Film beruht auf der wahren Lebensgeschichte von Frank W. Abagnale