| Inhalt: |
Mittelerde:
eine Welt der Magie, der phantastischen und erschreckende Geschöpfe. Hier leben die
verschiedensten Völker Seite an Seite miteinander. Elben, Hobbits, Zauberer, Menschen,
Zwerge und noch allerhand weitere Geschöpfe.
Das Volk der Hobbits, eine kleinwüchsige Rasse mit
überdimensionierten, haarigen Füßen, zu denen auch der junge Frodo Beutlin (Elija Wood)
gehört, ist friedfertig, urgemütlich und mit ihren kleinen Erdlöchern in der Region
Auenland vollkommen zufrieden.
Zum einundelfzigsten Geburtstag von Frodos Fetter, Bilbo Beutlin (Ian
Holm) erscheint auch ein alter Freund der Hobbits, der graue Zauberer Gandalf (Ian
McKellen). Bilbo fand vor langer Zeit einen magischen Ring, den sein Vorbesitzer Gollum in
der Dunkelheit seiner Behausung verlor. Viel weiß er nicht darüber, nur dass jenes
seltene Schmuckstück seinen Träger unsichtbar zu machen vermag und das Altern
verlangsamt.
Bilbo fasst den Entschluss, das Auenland für eine Reise in die Weiten
Mittelerdes zu verlassen, um sich Anregungen für den Schluss seines Buches zu holen. Als
er am Abend bei seiner eigenen Feier verschwindet, weiß nur der alte Zauberer Gandalf,
was geschah. Er sucht den Hobbit in seiner Behausung auf und bittet ihn darum, den Ring
nicht mit auf die Reise zu nehmen. Doch das Schmuckstück scheint seinen eigenen Willen zu
haben. Nur durch langes Zureden gelingt es dem grauen Zauberer Bilbo zu verabschieden,
ohne dass dieser das goldene Kleinod doch noch mitnimmt. Statt dessen stolpert Frodo über
das glänzende Etwas und bekommt in dieser Sekunde eine schwere Bürde aufgelegt.
Gandalf fällt etwas ein, dass leider auf den Ring zu passen scheint.
In dem Metall sind die verschnörkelte Buchstaben der Elben zu lesen, in Quenya-Schrift,
in der schwarzen Sprache geschrieben: Ash Ash nazg durbatulûk, ash nagz gimbatul, ash
nazg thrakatulûk, agh burzum-ishi krimpatul Ein Ring, sie zu knechten sie
alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden. Gandalf bricht umgehend auf, um
mehr über den Ring und die Inschrift zu erfahren.
Als er wiederkehrt, liegen dunkle Schatten über seinem Blick. Er
erzählt Frodo, dass dies der Ring Saurons ist, des dunklen Herrschers, der ihn selbst in
den Feuern von Orodruin inmitten Mordors schmiedete, um die Macht aller magischen Ringe zu
binden und über das Land in Finsternis zu herrschen. Vor langer Zeit war Sauron der Ring
in einer Schlacht genommen worden, doch sein Geist lebte weiter, genau wie der Ring
existierte. Über die Jahrtausende hinweg sammelte er neue Kraft, die jetzt dazu
eingesetzt werden soll wieder in den Besitz des Ringes zu gelangen und Mittelerde dem
Untergang zu weihen.
Gandolf heißt Frodo den Ring zu bewahren und aufzubrechen, fort zu
gehen aus Auenland und keinem Hobbit von seiner Abreise kundzutun. Gemeinsam wollen sie
das Volk der Elben aufsuchen und sich mit den Unsterblichen Geschöpfen beraten, wie mit
dem Ring zu verfahren ist.
Doch Gandalf wie auch Frodos Wege verlaufen nicht so gerade, wie sie sich dies erwünscht
hatten.
Frodo bekommt Gesellschaft durch den Hobbit Samwais Gamdschie (Sean
Astin), einem langjährigen Freund. Zu den beiden stoßen durch ihre ewige
Tollpatschigkeit Pergerin Tuk, kurz Peppin (Billy Boyd) und Merdiandoc Brandybock, kurz
Merry (Dominic Monhaghan). Die vier Hobbits reisen nun gemeinsam und machen alsbald
unerwünschte Bekanntschaft mit Saurons Ringgeistern, weder lebenden noch toten Seelen,
die sich für die Ringe in Dunkelheit hatten binden lassen.
Durch den Menschen Aragorn, eigentlicher Patriarch von Mittelerde,
werden sie aber aus der glimpflichen Situation gerettet. Frodo wird dabei aber verletzt.
Die Elbin Arwen (Liv Tyler) rettet ihm mit ihren Magie das Leben. Als er wieder zu sich
kommt, befindet er sich in der Stadt der Elben und sieht seinen Vetter Bilbo wieder. Ein
Rat mit Vertretern der verschiedenen Rassen tritt zusammen und diskutiert, was mit dem
Ring zu geschehen ist. Es steht fest, er muss vernichtet werden. Doch um dies vollbringen
zu können, muss er von jemandem in den Vulkan geworfen werden, in welchem Sauron ihn
geschmiedet hatte. Frodo tritt vor und bietet sich als Freiwilliger an. Er möchte die
schwere Bürde auch weiterhin tragen und alles in seiner Macht stehende versuchen, um
Mittelerde vor der Dunkelheit zu retten. Gandalf, Sam, Peppin, Merry, Aragorn, der Mensch
Boromir, der Zwerg Gimli und der Elb Legolas teilen seinen Entschluss und schwören, ihm
zur Seite zu stehen, um sein Ziel heil zu erreichen. Der Rat beschließt einstimmig, dass
es so geschehen soll, und sendet die neun Gefährten auf ihre abenteuerliche Reise durch
die Welt von Mittelerde. |
| Kritik: |
Regisseur
Peter Jackson leistete mit seinem Mammutprojekt "Herr der Ringe" ganze Arbeit.
Die in einer Tour produzierte Trilogie ist ein bis Dato beispielloses Projekt. Innerhalb
von 15 Monaten Drehzeit und mit einem Budget von 300 Millionen Dollar entstand dieses
filmische Epos. Jackson hatte die Vision, das weltbekannte Buch J.R.R.Tolkiens "Der
Herr der Ringe" so realistisch wie möglich umzusetzen.
Es galt eine Welt der Phantasie zum Leben zu wecken, die sich mit den
imaginierten Bildern in den Köpfen der Lesern von Tolkiens Werk messen konnte. Dazu
wurden neben den Profis auch immer wieder eingefleischte Fans an den Set geholt, die ihre
Meinung aussagekräftig vertraten. Dann lag alles weitere in der Hand der Ausführenden.
Mit Hilfe von hunderten Rüstungen, tausenden Waffen, Latexmasken,
Ohren- und Fußprothesen gestalteten die WETA Teams von Richard Taylor die phantastische
Welt. Hinzu kommt die unbeschreibliche Landschaft Neuseelands, die in brillanter Weise in
etlichen Panorama-Aufnahmen gezeigt wird. Man kann nicht leugnen, dass dies alleine schon
eine umwerfende Wirkung erzielt.
Elija Wood, der den kleinen Frodo Beutlin spielt, wächst mit seiner
Rolle. Wo der junge Hobbit zu Anfang des Filmes noch unbefangen und heiter wirkt, nagt
doch die Last des Rings an seiner Erscheinung. Sein weiser Führer, der graue Zauberer
Gandalf, gespielt von Ian McKallen, ist ein lebendiger Verwandter von Merlin. Er hat das
typische Aussehen, unterstützt durch den langen Bart und die weitschweifende Kleidung.
Charakterlich symbolisiert er eine ausgeglichene Persönlichkeit, die den schmalen Grat
zwischen Gut und Böse zu ihrem Weg genannt hat. Der Magier kann ebenso gut lachen wie
kämpfen.
Modernster Tricktechnik ist es zu verdanken, dass selbst grässlichste
Kreaturen den Schauspielern bereichernd zur Seite stehen. Auch bei einigen
Landschaftspanoramen wurden computergenerierte Bilder bündig in das Leinwandgeschehen
integriert.
Musikalisch ist "der Herr der Ringe" mit einem breiten
Spektrum unterlegt. Angefangen von klassischen Orchesteruntermalungen, über
gregorianische Gesänge bis hin zu inzwischen weltweit bekannten Sängerin Enya ist alles
vertreten.
Der Herr der Ringe die Gefährten, ist zurecht seit nunmehr
einem Jahr massiv propagiert worden. Das Mammutprojekt, zieht den Zuschauer in seinen Bann
und zerrt ihn in die Welten von Mittelerde.
Dem nach purer Aktion verlangenden Kinogänger sei gesagt, dass es auch etliche
Szenen gibt, die zwar Tiefe mit sich bringen, an Aktionsreichtum jedoch handlungsbedingte
Defizite aufweisen. |