Ruby (Leelee Sobieski, siehe Foto) und Rhett (Trevor Morgan) werden mit einem Autounfall ihrer Eltern von heute auf Morgen zu Vollwaisen. Ruby, gerade sechzehn, und Rhett, erst elf, wissen nicht, was sie tun sollen. Voller Fürsorge und Mitleid nehmen reiche Freunde ihrer Eltern sie bei sich auf.
So ziehen Ruby und Rhett zu Erin (Diane Lane) und Terry Glass (Stellan Skarsgård) nach Malibu in ein schickes Haus hoch über der Stadt. Man sollte meinen alles liefe bestens. Rhett bekommt jedes Videospiel, dass er sich wünscht und Ruby besucht eine gute Schule. Doch Ruby schöpft Verdacht. Sie glaubt, die Glasses wollen Rhett nur kaufen, damit er ihnen vertraut. Außerdem nimmt Ruby an, das vorgeblich reiche Ehepaar hätte sie nur wegen ihrem Treuhandvermögen bei sich aufgenommen und will so seine Schulden tilgen.
Je mehr Ruby herausfindet, desto mißtrauischer wird auch Terry, der für jede Merkwürdigkeit die passende Erklärung parat hat. Was ist Wahres an Rubys Verdacht?
Das perfekte Paar - die perfekten Stiefeltern.
Kritik:
"Das Glashaus" wurde als Thriller angekündigt, der auf unsere tiefsten Ängste abzielen soll. Nun, das tut er gewiß nicht. Schon allein deswegen nicht, weil die jüngsten Zuschauer, die diesen Film sehen dürfen, selbst schon sechzehn sind und keine Angst mehr vor bösen Stiefeltern haben. Schon lange nicht mehr.
"Das Glashaus" ist dennoch ein solide gemachter Thriller nach dem üblichen Muster - gepaart mit einer Prise Suspense à la Hitchcock. Der Zuschauer ist den Opfern keine Sekunde voraus, woraus sich einige Überraschungen ergeben. Trotzdem ist es nur eine Prise Hitchcock, an den großen Meister reicht Daniel Sackheim noch lange nicht heran. Dazu fehlt besonders, wie schon erwähnt, der Bezug zur Alltäglichkeit, aber auch die passende Musik. Die ist hier oft allzu unheilschwanger, so daß auch der letzte Kinogast merkt, was gleich passieren könnte. Sehr durchschnittlich und nicht herausragender Film, lieber einen Klassiker noch mal sehen.
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