Eleanor (Lili Taylor), von allen „Nell“ genannt, hat es nicht leicht. Nachdem sie jahrelang ihre kranke Mutter gepflegt hat, diese dann aber schließlich verstarb, plagen die junge Frau nun Schlafstörungen, da sie immer wieder das Klopfen ihrer Mutter zu hören scheint. Die bettlägrige Frau schlug zu Lebenszeiten nämlich immer gegen die Wand, wenn sie etwas von ihrer Tochter wollte. Als Nell dann eines Tages eine Anzeige in der örtlichen Zeitung entdeckt, in der Menschen mit Schlafstörungen für Forschungszwecke gesucht werden, fasst sich die alleinstehene und kinderlose Frau ein Herz und meldet sich freiwillig an.
Der Forschungsort ist ein riesiges altes Herrenhaus mit dem Namen „Hill House“. Vor mehr als 100 Jahren erbaut, gehörte es einst einem fiesen Magnaten namens Hugh Crain, den mit dessem Landsitz auch nach seinem Tod noch eine unheimliche Geschichte verbindet. Weit abgelegen von der örtlichen Dorfgemeinde erhebt sich der beeindruckende Landsitz nun leerstehend hinter einem großen Tor und ist lediglich vom heutigen Hausverwalter und seiner Frau bewohnt.
Dr. Marrow (Liam Neeson), Luke (Owen Wilson) und Theo (C. Zeta-Jones) müssen hilflos mit ansehen...
Dr. David Marrow (Liam Neeson) empfindet das von einer düsteren Vergangenheit umwobene Schloss jedoch als idealen Versuchsort für sein eigentliches Projekt: der Angstforschung! Dass der Wissenschaftlicher dabei selbst nicht an Geister glaubt, wird ihm und den anderen Teilnehmern dann aber bald zum Verhängnis. Denn während die Gruppe der Forschungsteilnehmer um die edle Dame Theo (Catherine Zeta-Jones) und dem Zyniker Luke (Owen Wilson) schnell begreift, dass es hier nicht um Schlafstörungen geht, fühlt sich die hochsensible Nell mehr und mehr zum Haus und dessen unheimlicher Vergangenheit hingezogen. Als dann auch noch das erste Todesopfer zu beklagen ist, versuchen alle Beteiligten zu fliehen – doch das Haus lässt sie nicht mehr gehen...
...wie Nell sich immer mehr zum geisterhaften Haus und dessen unheimlicher Vergangenheit hingezogen fühlt.
Kritik:
Mit schaurig schönen Effekten, die entweder aus dem Computer kommen oder durch einfache Elemente wie Windkraft und eingespielte Geisterstimmen entstehen, wird hier eine Atmosphäre erzeugt, die es gänzlich dem Zuschauer überlässt, ob dieser sich mehr gruseln möchte oder einfach nur gespannt auf den nächsten Schockmoment wartet will. Für beides ist hier auf jeden Fall gesorgt und somit wird klar, dass auch Hollywood es noch nicht verlernt hat, sinnvolle Horrorfilme zu erzeugen, die sich ganz langsam in den Verstand des Kinogängers einschleichen und dadurch mehr für ausgewogenen Nervenkitzel sorgen als manch andere Streifen für fiese Angstgefühle oder puren Ekel.
Da macht es auch nichts, dass die Hauptfigur Nell (Lili Taylor) durch ihren Argwohn manchmal mehr nervt als unterhält – aber einer muss ja immer das Opfer sein – der Zuschauer ist es diesmal jedenfalls nicht und somit ist ein spannender Gruselabend auf mit Sicherheit garantiert!
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Nell und Theo erkunden die kunstvoll erschaffenen Flure...
Hintergrund:
"Das Geistschloss" ist das Remake des 1963er Gruselklassikers Bis das Blut gefriert.
Der Streifen wurde 2001 im Film Scary Movie 2 parodiert.
Für die Musik war der 2004 verstorbene Komponist Jerry Goldsmith verantwortlich. Dieser machte unter anderem auch die Filmmusik zu "Basic Instinct" und "L.A. Confidential", sowie die musikalische Untermalung für Serien wie "Star Trek". 17 Oscarnominierungen waren die Folge und einen davon bekam er für den 76er-Klassiker "Das Omen" (Das Omen 2006)