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Miss Fishers mysteriöse Mordfälle


Aufmachung Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** **** **** ** ***** **** ***** ***** 95%
 

 
Im Melbourne des Jahres 1928 ermittelt Phryne Fisher (Essie Davis) als Detektivin in Mordfällen. Wunderbar ausgestattete, perfekt synchronisierte atmosphärische Serienunterhaltung aus Australien.

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle


Als Phryne Fisher (Essie Davis) in ihre Heimatstadt zurückkehrt, beginnt für die dank einer Erbschaft finanziell abgesicherte Alleinstehende ein neuer Lebensabschnitt: Sie kauft sich Haus und Auto und ermittelt als Detektivin in Mordfällen. Dabei wird sie unterstützt von ihrem Hausmädchen Dot (Ashleigh Cummings), ihrem Butler Mr. Butler (Richard Bligh) und den Taxifahrern Bert (Travis McMahon) und Cec (Anthony Sharpe). Außerdem kreuzt sich ihr Weg immer wieder mit dem Polizeibeamten Detective John Robinson, genannt Jack (Nathan Page), und dessen ambitioniertem Constable Hugh Collins (Hugo Johnstone-Burt). Mehr als einmal nutzt die für Frauen ihrer Zeit extrem weltoffene Phryne ihre Reize und erzielt dabei nicht nur bei dem einen oder anderen Verdächtigen sondern auch bei Jack die gewünschte Wirkung.

Neben den aktuellen Fällen beschäftigt Miss Fisher aber auch noch ein sehr lange zurückliegendes ungeklärtes Verbrechen. Der Psychopath Murdoch Foyle (Nicholas Bell) sitzt zwar im Melbourner Gefängnis, weil er wegen der Entführung von Phrynes Schwester Jane verurteilt wurde, was aus der damals zwölfjährigen geworden ist, will Murdoch aber auch nach Jahren nicht verraten.

In der zweiten Staffel bekommt es Miss Fisher wiederholt mit Jacks Exfrau und seinem Ex-Schwiegervater zu tun, der in leitenden Positionen bei der Polizei tätig ist. Außerdem steht Dot plötzlich vor einem für sie unerwarteten Konflikt, als sie mit ihrer bevorstehenden neuen Rolle als Hausfrau konfrontiert wird.

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle


Nach langer Zeit ist dies mal wieder eine Serie, bei der wirklich alles passt. Von der ersten Minute an begeistert die nahezu perfekte Ausstattung. Dank der Farbgebung und der musikalischen Elemente kommt die harmonisch zusammengestellte Kulissen- und Kostümauswahl sehr gut zur Geltung. Und in diesen sehr atmosphärischen Rahmen fügen sich die Darsteller ein, die nicht nur durchweg sehr passend besetzt sind, sondern es auch schaffen, ihre Figuren mit individuellen Nuancen zu vertiefen. Neben Anthony Sharpe (als Cec) und Travis Mc Mahon (als Bert) kann vor allem Richard Bligh als Mr. Butler vom ersten Moment an mit verschmitzt-ironischer Güte punkten, während einem Mariam Margoyles als Tante Prudence erst nach und nach ans Herz wächst. Heimlicher Star ist aber ohne Zweifel Hugo Johnstone-Burt, der einen famosen Constable Collins gibt.

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle

Glaubt man in der ersten Folge noch, Miss Fisher würden irgendwann die Kostüme ausgehen, gewöhnt man sich mit der Zeit daran: In jeder Folge präsentiert Phryne immer wieder neue, zur jeweiligen Handlung passende Kleider – eines schöner als das andere.

Obwohl es in der ersten Staffel nur zwei Folgen gibt, die unter kriminalistischen Gesichtspunkten wahre Highlights sind, fällt „Miss Fishers mysteriöse Mordfälle“ durchweg mit vielen gesellschaftlichen Aspekten positiv auf: Phrynes beste Freundin, die Ärztin Dr. Mac (Tammy Macintosh) ist lesbisch. In einem Fall geht es um eine heimliche schwule Beziehung. In einem anderen ist einer der Hauptverdächtigen geistig behindert. Darüber hinaus werden religiöse Unterdrückung und illegale Abtreibungen thematisiert. Das Finale der ersten Staffel ist eine Doppelfolge, bei der vor allem der erste Teil ungemein spannend und einer der Höhepunkte ist.

Zur Freude der Fans wartet die zweite Staffel mit enormer Kontinuität auf. Alle Charaktere, die in der ersten Staffel vorgestellt wurden, tauchen wieder auf. Hinzu kommt erneut eine gute Mischung aus den einzelnen in sich abgeschlossenen Fällen, einem Handlungsbogen der die Staffel umspannt und der Weiterentwicklung der Beziehungen zwischen den Hauptcharakteren. Gerade als man beginnt, in Phryne und Jack ein immer mehr harmonisierendes Ermittlerduo zu sehen, wird durch ein plötzliches Ereignis alles wieder in Frage gestellt. Zahlreiche Folgen drehen sich außerdem um die Rolle der Frau in der Gesellschaft, sei es Dots Schwester, die im Gentleman’s Club arbeitet, Phryne als Ersatz-Rennfahrerin oder Constable Collins, der wie selbstverständlich davon ausgeht, dass Dot für ihn ihre Arbeit bei Miss Fisher aufgibt.

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle

Während die Serie – für deutsche Zuschauer – selbst in der Originalfassung schon sehenswert ist, wurde auch die Synchronisation mit überzeugenden Dialogen und sehr guten Darstellern umgesetzt. Phryne Fisher wird von Daniela Hoffmann gesprochen, die einst als Stimme von Ally McBeal bekannt war und deren facettenreichen Betonungen zu jeder Zeit perfekt zu den Gesichtsausdrücken und Blicken von Essie Davis passen. Ebenfalls positiv hervorheben kann man Till Hagen als Mr. Butler und Maria Hönig als Dot.

Die ersten beiden Staffeln von Miss Fisher machen definitiv Lust auf mehr! „Miss Fishers mysteriöse Mordfälle“ sind ein Cineclub-Serientipp!

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle


Bis Mitte 2015 wurden drei Staffeln mit insgesamt 41 Folgen produziert. Alle Folgen wurden bereits synchronisiert, Ausstrahlungsrechte liegen beim Free-TV-Sender One. Die ersten beiden Staffeln sind auch bereits bei Polyband auf DVD/Blu-ray erschienen.



Die Buchvorlagen von Kerry Greenwood sind zwar in englischer Sprache erhältlich, wurden aber bislang leider nicht übersetzt.

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle

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Fakten
Originaltitel:
Miss Fisher's Murder Mysteries
 
Produktionsjahr:
2012 - 0000
 
Genre:
Krimi
 
Laufzeit/Folge:
60 Minuten
 
Diese Serie wurde bewertet von:
RS(95%)
 
Texte:
RS
 
Diese Serie bei Wikipedia
 


Synchronsprecher

SchauspielerSynchronsprecher
Essie DavisDaniela Hoffmann
Nathan PageGerrit Hamann
Ashleigh CummingsMaria Hönig



TV-Termine

DatumUhrzeitSender
20.12.2017 21:50 One
13.12.2017 21:45 One
²) Sendezeiten bis 05:00 Uhr sind in der Nacht zum Folgetag.




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