Die Story fängt harmlos an: Der gutaussehende Lehrer Sam Lombardo (Matt Dillon), der schon mit einigen Damen in der Stadt ein Verhältnis hatte und von allen Schülerinnen begehrt wird, wird von Kelly Van Ryan (Denise Richards), einer der reichsten Töchter der Stadt angeklagt, sie vergewaltigt zu haben. Nachdem sie ihm seinen Jeep gewaschen hat, soll es in seinem Haus passiert sein. Eine Untersuchung des Opfers bringt keine Ergebnisse, Lombardo ist stolz darauf, daß "kleine Mädchen" ihn noch nie zum Orgasmus gebracht haben. Beim Gerichtsprozeß sagt dann noch die Schülerin Suzie (Neve Campbell) gegen den Lehrer aus, gibt allerdings im Kreuzverhör zu, daß es eine abgemachte Sache zwischen Kelly und ihr war, den Lehrer zu linken. Deshalb bekommt der Lehrer eine Abfindung in Millionenhöhe und feiert daraufhin mit seinen beiden "Opfern" in einem unauffälligen Motel eine Siegesfeier. Mehr möchte ich nicht verraten, da das dem Film jede Spannung rauben würde.
Kelly (Denise Richards) und Sam (Matt Dillon)
Kritik:
"Wild Things" ist zweifelsohne der beste Thriller, den ich bislang gesehen habe. Er ist so verstrickt und voll von überraschenden Wendungen, daß man rein gar nicht vorhersehen kann, wie der Film endet.
Denise Richards und Neve Campbell sind ein tolles Team. Sie sind total verschieden und ergänzen sich so perfekt. Niemand würde am Anfang der Gerichtsverhandlung davon ausgehen, daß diese beiden Mädchen miteinander befreundet sind, und die eine, die andere dazu bringen würde, eine Falschaussage zu machen. Bill Murray in einer Nebenrolle als schmieriger Kleinanwalt ist ebenso brillant, wie die Hauptdarsteller. Freunde ermorden sich, Totgeglaubte tauchen wieder auf und mindestens dreimal glaubt der Zuschauer den eigentlichen Komplottführer enttarnt zu haben. Aber selbst erfahrene Kinogänger werden sich schwertun alle Wendungen vorherzusehen, bestätigt der Film anfangs doch nur ein paar Klischees über Südkalifornien und sexuelle Belästigung.
Überaus genial war der Sountrack, der mit an Buschtrommeln erinnerndem Sound nicht nur perfekt zu der Kulisse von Süd-Florida paßt, sondern auch zu der vertrackten Story, die immer wieder neue Überraschungen offenbaren kann. Tip: Unbedingt den Abspann ansehen, da man so die letzten Verknüpfungen der Story mitbekommt und während des Films auch immer brav aufpassen.
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Originaltitel:
Wild Things
Dieser Film wurde bewertet von:
hope(100%), FV(72%)