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leer Die drei ??? - Toteninsel


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** *** *** ** **** - *** **** 76%
 

 
Was hat es mit dem Geheimbund der Sphinx auf sich? Anstatt eines Roadtrips stürzen sich Justus (Julius Weckauf), Peter (Nevio Wendt) und Bob (Levi Brandl) unterstützt von Jelena (Momo Beier) in einen neuen Fall. Hörspiel-Nostalgie pur mit hoher Kontinuität bei den Figuren sorgen für Wohlfühl-Atmosphäre. Leider mit alternativem FSK-6-Ende für die ruhmreiche Folge 100.

Die drei ??? - Toteninsel


Wer die Vorgängerfilme gesehen hat und die Hörspiele oder Bücher kennt, ist sofort mitten in der Geschichte, da Regisseur Tim Dünschede und sein Team eine unglaubliche Kontinuität an der Tag gelegt haben. Alle wiederkehrenden Figuren sind korrekt besetzt, immer wieder erinnern Soundeffekte an die Originalhörspiele, das Budapester Orchester sorgt erneut für überzeugende Musik (wenn auch nicht mehr ganz so dominant wie noch beim Karpatenhund) und auch ansonsten wurde gerade im ersten Drittel des Films sehr viel richtig gemacht, wobei die Erzählstruktur in ihrer szenischen Abfolge fast der eines typischen Hörspiels folgt. Man fragt sich unweigerlich, ob die Tonspur allein auch ohne die Bilder funktionieren würde? Wahrscheinlich schon.

Bei der Toteninsel geht es nicht so sehr darum, herauszufinden, wer von den Protagonisten der Bösewicht ist. In dieser Hinsicht ist von Anfang an der Rahmen gesteckt. Die Spannung erzeugt vielmehr die Frage nach den Zusammenhängen. Lange bleiben viele Details unklar und die Nachforschungen bringen diese auch nur zögerlich zum Vorschein. Vom internationalen Trip spart der Film viele Elemente aus, stattdessen sehen wir Peter beim Abwasch an Board des Schiffes. „Die drei ??? Toteninsel“ will kein Indiana Jones sein und sagt das auch.

Die drei ??? - Toteninsel

Nostalgie pur empfindet man als Hörspiel-Fan, wenn Justus den Seilzug erklärt. Er ist zwar nicht Oliver Rohrbeck, aber Julius Weckaufs Verkörperung von Justus ist mittlerweile schon fast ebenbürtig. Auf der anderen Seite ist Filip Schnack, der wieder als Skinny Norris auftritt. Diese Figur wird weiterhin überzeichnet und wirkt nicht wirklich überzeugend – jedenfalls deckt sie sich nicht mit den Erwartungen, wenn man Andreas von der Medens Interpretation von Skinny noch im Ohr hat. Mit Jannik Schümann als Olin ist ein weiteres bekanntes Gesicht mit an Bord, wobei nicht nur seine Optik auf den ersten Blick ungewohnt ist, sondern auch die Tatsache ihn in einer Bösewicht-Rolle zu sehen. Alles in allem sicher nicht seine beste aber durchaus eine gelungene Performance.

Die drei ??? - Toteninsel

Die Kulissen des Film (auf den kanarischen Inseln) wurden geschickt gewählt, damit einerseits eine gewisse exotische Wirkung erzeugt werden und der Film dennoch kindgerecht bleiben konnte. Allerdings fallen hier auch ein paar kleinere Mängel auf. Das „alte“ Expeditionsschiff wirkt wie frisch vom Stapel gelassen und die Vulkaninsel ist erstaunlich ebenerdig. Was man aber als Fan der Originalgeschichte in Kauf nehmen muss, ist die Jugendfreigabe des Films. Um ein großes Publikum zu erreichen, musste es eine FSK-6 werden, was unweigerlich zu einem alternativen – und deutlichen harmloseren – Abschluss als im gleichnamigen Hörospiel-Dreiteiler geführt hat. Immerhin ist die Auflösung einigermaßen stimmig.

Aber egal, Nostalgiker und Kontinuitätsmenschen werden diesen Film trotzdem lieben. Alle Figuren funktionieren vom ersten Augenblick an, als wäre es bereits die 100. Folge einer TV-Serie.

Die drei ??? - Toteninsel
Jelena Charkova (Momo Beier)

Für alle Bilder gilt:
© Wiedemann und Berg Film GmbH/Deutsche Columbia Pictures Filmproduktion GmbH / Tomás Correa

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Fakten
Originaltitel:
Die drei ??? - Toteninsel
 
deutscher Kinostart am:
22.01.2026
 
Genre:
Abenteuerfilm / Kinderkrimi
 
Regie:
Tim Dünschede
 
Länge:
ca. 104 Minuten
 
FSK der Kinofassung:
ab 6 freigegeben
 
Kinoverleih:
Sony
 
Dieser Film wurde bewertet von:
RS(76%)
 
Texte:
RS
 
Bilder wurden bereitgestellt von:
Sony Pictures
(zum Kinostart)
 
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