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leer The Midnight Man


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
** ** ** * ** - ** ** 36%
 

 
Als Alex (Gabrielle Haugh) auf dem Dachboden des Hauses ihrer Großmutter (Lin Shaye) ein Spiel entdeckt, weiß sie noch nicht, welchen Horror sie hier heraufbeschwört. Was harmlos anfängt, entpuppt sich schon bald als blutiger Ernst.

The Midnight Man


Alex (Gabrielle Haugh) betreut ihre an Demenz erkrankte Großmutter Anna (Lin Shaye). Als Alex auf dem Dachboden in einer alten Kiste ein Spiel findet, wird sie neugierig und möchte dieses ausprobieren.

Zusammen mit ihrem Freund Miles (Grayson Gabriel) befolgt sie die Anleitungen, die auf einem alten Stück Papier geschrieben sind. Was sie nicht wissen, ist die Tatsache, dass sie mit dem Beginn des Spiels den titelgebenden „Midnight Man“ heraufbeschwören.

Dieser lässt die Teilnehmer des Spiels ihre schlimmsten Ängste durchleben, um sie so zu töten. Mitten im Spiel kommt die gemeinsame Freundin Kelly (Emily Haine) dazu und nimmt ebenfalls teil. Als die drei feststellen, dass mehr hinter dem Spiel steckt als nur eine harmlose Gruselgeschichte, fordert der Midnight Man sein erstes Opfer...


The Midnight ManWas als ganz spannende Kombination aus Haunted-Haus- und Besessenheitshorror beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einer spannungsarmen Aneinanderreihung von unlogischen Filmabfolgen.

Der Midnight Man überzeugt durch seine computerverzerrte Stimme in keiner Weise und kann den Horror, den er wohl darstellen soll, nicht an den Zuschauer transportieren. Er erreicht eher das Gegenteil – man kann diesen nicht ernst nehmen.

Am schlimmsten jedoch sind die kluftgroßen Logik- und Storylöcher. So taucht z.B. die als 'Gothic-Girl' angekündigte Freundin Kelly als ziemlicher Normalo auf, hat aber für die Story absolut keinen sittlichen Nährwert. Man stellt sich auch die Frage, wieso Alex und Miles ihre Freundin gefühlt 20 Minuten alleine lassen, um eine Kerze zu holen, nur um dann festzustellen, dass der Midnight Man sie in der Zwischenzeit getötet hat.

Die Rolle von Robert Englund als behandelndem Arzt von Anna erscheint ebenfalls als unnötigerweise ins Drehbuch geschrieben, um einen bekannten Horror-Namen als Zugpferd zu haben. Einzig Lin Shaye sorgt mit ihrer Mimik für ein wenig Grusel. Insbesondere, wenn sie das Gesicht zu grotesken Fratzen verzieht, wird einem ein wenig mulmig. Schade nur, dass dann nichts weiter passiert.

The Midnight Man
Robert Englund und Lin Shaye sind die Zugpferde des Films.

Das Setting hätte als reiner Haunted-Haus-Horror super gepasst. Das Haus wird die ganze Zeit in schummeriger Atmosphäre gehalten, nur wird dieses Potenzial an Grusel absolut nicht ausgenutzt. Schauspielerisch ist es ganz erfrischend, Lin Shaye in einer anderen Rolle als die der Elise in den "Insidious"-Filmen zu sehen. Leider wurde nicht die Synchronstimme der Marion Hartmann gewählt. Fun Fact am Rande: Lin Shaye und Robert Englund waren bereits zusammen in „Nightmare in Elm Street“ und „2001 Maniacs“ zu sehen.

Der Sound ist als eher unterdurchschnittlich zu werten und passt sich somit dem Gesamtfilm an. Im Fazit hat der Film einen netten Start, der aber ganz schnell abflaut und sich in Langeweile und Logiklöcher verläuft. Einzig für Lin Shaye lohnt es sich mal einen Blick reinzuwerfen – und sei es auch nur, um sie mal in einer anderen Rolle als die der Elise zu sehen.

The Midnight Man

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Fakten
Originaltitel:
The Midnight Man
 
auf DVD/Blu-ray/VoD ab:
09.03.2018
 
Genre:
Horror
 
Regie:
Travis Zariwny
 
Dieser Film wurde bewertet von:
AL(36%)
 
Texte:
AL
 
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