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leer 211 - Cops Under Fire


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
**** ** *** **** *** - * **** 64%
 

 
Als Ex-Söldner in einer amerikanischen Kleinstadt eine Bank ausrauben, ist der Polizist Mike Chandler (Nicolas Cage) zur falschen Zeit am falschen Ort, völlig unterbewaffnet und trägt auch noch die Verantwortung für den 16jährigen Mitfahrer Kenny (Michael Rainey Jr.). Würde Interpol Agent Sarah (Amanda Cerny) nicht ständig zu spät kommen, könnte sie die Situation evtl. entschärfen. Schießwütiger Cop-Thriller voller amerikanischem Pseudo-Realismus.

211 (mit Nicolas Cage)


Ein paar Söldner wurden in Kabul nicht bezahlt. Deshalb beschließen sie, eine Bank auszurauben – ausgerechnet in der amerikanischen Kleinstadt, in der Mike Chandler (Nicolas Cage) seit Jahren als Polizist arbeitet und kurz vor dem Ruhestand steht, während sein Partner Steve (Dwayne Cameron), der gleichzeitig auch noch sein Schwiegersohn ist, gerade erfahren hat, dass er Vater werden wird. Zusätzlich haben die beiden den zivilen Mitfahrer Kenny (Michael Rainey Jr) dabei, der zu dieser Sozialaktion verdonnert wurde, obwohl er in Notwehr handelte, als er einen Mitschüler geschlagen hat. Fast ohne Vorwarnung eröffnet einer der Bankräuber das Feuer auf Chandler, Steve und Kenny und von da an gerät die Situation außer Kontrolle.

211 (mit Nicolas Cage)


Einen gewissen Unterhaltungswert kann man diesem recht kurzweilig geschnittenen und mit einigen Überwachungs- und Handyvideos aufgepäppelten Film nicht absprechen, doch was einem hier als Story und leicht verständliche Motivation der Bankräuber aufgetischt wird, richtet sich schon an ein sehr degeneriertes Publikum. Dabei scheint die Auswahl der Charaktere wie aus dem Lehrbuch für stereotypische amerikanische Kinounterhaltung der 90er Jahre. Der Polizist steht kurz vor dem Ruhestand, die Tochter ist schwanger, der Partner wird Vater, der Mitfahrer ist afroamerikanisch und Opfer von Mobbing und die Mutter eine taffe Ärztin, die ein ganzes Krankenhaus organisiert. Dazu die hübsche Interpol-Agentin, die nur alleine arbeitet und immer zu spät kommt. Nur die obligatorische Liebesgeschichte, mit der man noch hätte rechnen können, ist entfallen. Gott sei Dank.

211 (mit Nicolas Cage)
Kenny (Michael Rainey Jr) muss an diesem Tag die Polizisten als Mitfahrer begleiten.

Während sich die Filmemacher auf die Fahnen geschrieben haben, möglichst in Sachen Realismus zu punkten und dafür zu Stilmitteln wie eingestreuten Überwachungsvideos gegriffen haben, mag man sich als normaler Zuschauer etwa ab der Filmmitte immerzu an den Kopf fassen. Auch wenn die drei Interviews in den Extras der DVD erklären, dass die Polizei in dem wahren Ereignis, das als Motiv herangezogen wurde, tatsächlich schlecht ausgerüstet war, erklärt das nicht die teilweise hanebüchene Naivität der handelnden Personen, sei es beim Laufen in die Schusslinie oder beim Stürmen in den Krankenhaus-OP.

Immerhin kann man festhalten, dass Nicolas Cage in den letzten Jahren schon deutlich schlimmere Auftritte hatte. Dieser Film ist kein Glanzlicht, aber auch kein Totalausfall. Gesundes Mittelmaß, das man sich zwischendurch mal anschauen kann – auch wenn mit (tödlicher) Gewalt absolut nicht gespart wird.

211 (mit Nicolas Cage)
Steve (Dwayne Cameron) versucht, Kenny (Michael Rainey Jr) zu beschützen.


Dass die amerikanische Kleinstadt aussieht wie Kulissen aus alten amerikanischen Serienproduktionen kommt nicht von ungefähr. Gedreht wurde in einem Set im bulgarischen Sofia, das diesem Oststaaten-Ambiente nachempfunden wurde.

211 (mit Nicolas Cage)
Jeder Bankraub hat ein Ziel: In diesem Fall lagert in der Bank eine große Menge frisch verpacktes Bargeld.

211 (mit Nicolas Cage)

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Fakten
Originaltitel:
211
 
auf DVD/Blu-ray/VoD ab:
23.10.2018
 
Genre:
Actionthriller
 
Regie:
York Alec Shackleton
 
Dieser Film wurde bewertet von:
RS (56%) & Frank (71%)
 
Texte:
RS
 
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