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Timm Thaler


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
**** *** *** * **** * *** ***** 73%
 

 
Sympathisch, unterhaltsam, kindgerecht – so hat Andreas Dresen die Buchvorlage von James Krüss umgesetzt. Das Grand Hotel, in dem Timm (Arved Friese) zeitweilig als Page arbeitet und in Barkeeper Kreschimir (Charly Hübner) eine Freund findet, ist dabei das Herz des Films.

Timm Thaler
Timm Thaler (Arved Friese) mit seinem Vater (Bjarne Mädel) auf der Pferderennbahn.


Als der kleine Timm Thaler (Arved Friese) seinen Vater (Bjarne Mädel) verliert, scheint sein Leben mit Stiefmutter und Stiefbruder Erwin (Emil von Schönfels) kaum noch erträglich. Als einzigem Zufluchtsort bleibt ihm die Trabrennbahn, die er mit den schönsten Erinnerungen an seinen Vater verbindet. Dort begegnet er auch erstmals Baron Lefuet (Justus von Dohnányi), der ihm ein schier unglaubliches Geschäft vorschlägt: Timm tauscht sein Lachen gegen die Gabe, ab sofort jede Wette zu gewinnen. Timm schlägt ein und gewinnt tatsächlich beim nächsten Rennen. Doch anstatt seine Probleme damit zu lösen, wird dadurch alles noch viel komplizierter. Als er auch noch seine Freundin Ida (Jule Hermann) verliert, will er das Geschäft auflösen und sein Lachen zurück, doch dazu muss er eine Wette verlieren und das ist gar nicht so einfach…

Timm Thaler
Der schwerreiche Baron Lefuet (Justus von Dohnányi) kauft Timm Thaler (Arved Friese) sein unwiderstehliches Lachen ab.


Als Rahmen für diese zeitlose Geschichte wurde in Halle an der Saale eine herrliche Kulisse für die Trabrennbahn gefunden. Die Harmonie, die die dort spielenden Szenen ausstrahlen, wird aber noch übertroffen vom Grand Hotel, in dem Charly Hübner als Kreschimir und Arved Friese als Timm vor allem in den gemeinsamen Szenen groß aufspielen. Friese ist insgesamt eine gute Besetzung für Timm, dessen emotionalen Konflikt er sehr greifbar vermittelt, und Hübner erreicht in seinen Szenen die Herzen der Zuschauer und hat zudem die Schmunzler auf seiner Seite. Richtige Lacher wollte Drehbuchautor Alexander Adolph aber wohl mit seinen Zusatzfiguren der Dämonen Belial und Behemoth erzeugen. Während Andreas Schmidt als Belial immerhin optisch zu überzeugen weiß und lediglich mit der koptischen Sprache verwirrt, ist Axel Prahl als Behemoth eher nervig. Viele der Pointen zünden nicht oder kommen nicht zur rechten Zeit. Einzig als animierte Ratten können diese beiden Figuren überzeugen.

Timm Thaler
Behemoth (Axel Prahl) und Belial (Andreas Schmidt) machen sich über eine Torte her.

Eine gute Figur macht Justus von Dohnányi als Baron Lefuet, indem er seine Figur ausreichend böse dargestellt hat, ohne dabei je den kindgerechten Charme des Films zu gefährden. Auch die bei ihm eingesetzten Spezialeffekte sind wohl dosiert und nicht erschreckend. Bei den Nebenrollen fällt vor allem dem erwachsenen Publikum natürlich Harald Schmidt auf, der wohl immer schon mal ein Pferderennen ansagen wollte und es hier nun endlich tun darf. Auch Fritzi Haberlandt als Konditorin und Idas Mutter bleibt durchaus positiv in Erinnerung.

Timm Thaler erzählt eine sehr bekannte Geschichte mit einigen neuen filmischen Ideen und vielen bekannten Gesichtern, bleibt dabei aber immer ein typischer, grundsolider, deutscher Kinderfilm. Für einen Kinobesuch mit der ganzen Familie durchaus geeignet.

Timm Thaler
Timm Thaler (Arved Friese) und seine Freundin Ida (Jule Hermann).

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Timm Thaler (Arved Friese) heuert im Grand Hotel an und findet in Kreschimir (Charly Hübner) einen Freund.

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Die dämonischen Helfer des Baron Lefuet: Behemoth (Axel Prahl) und Belial (Andreas Schmidt).

Timm Thaler

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Fakten
Originaltitel:
Timm Thaler
 
deutscher Kinostart am:
02.02.2017
 
Genre:
Kinderfilm / Komödie / Buchverfilmung
 
Regie:
Andreas Dresen
 
Dieser Film wurde bewertet von:
RS(73%)
 
Texte:
RS
 
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