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Auf dem Weg zur Schule


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** *** * * *** - ***** **** 85%
 

 
Nur wenige Kinder in der westlichen Welt schätzen die Möglichkeit eine Schule in ihrer Nähe besuchen zu können. Vier Kinder aus verschiedenen Teilen der Erde nehmen ungewöhnliche Strapazen auf sich und schildern ihren ungewöhnlichen Weg zu Bildung und somit zur Hoffnung auf ein besseres Leben. Ein Film, der zur Besinnung aufruft und gleichzeitig das Herz berührt!


Jackson, Zahira, Carlitos und Samuel kommen aus voneinander weit entfernten und unterschiedlichen Gebieten des Planeten Erde. Und dennoch vereint sie eine Sache: ihr beschwerlicher Weg zur Schule, den sie mehrmals die Woche antreten. Alles nur, um eines Tages ein besseres Leben führen zu können! Sie alle haben individuelle Wünsche für und Träume von ihrer Zukunft. Nicht selten müssen sie schon große Verantwortung in jungen Jahren übernehmen! Von ihnen wird viel erwartet. Trotz dessen knicken sie nicht ein und stellen sich jede Woche der Härte und den Gefahren, die ihr Schulweg innehat.

Auf dem Weg zur Schule
Jackson und Salome durchqueren Montag bis Freitag
jeden Morgen die Steppe Kenias und benötigen zwei Stunden,
um bis zur Schule zu gelangen. Auf ihrem Weg lauern allseits Gefahren...


Wieso sollte jemand einen Film über Schulwege machen? Bei dem Titel des Films komme ich eher auf einen Thriller, in dem ein Täter sich eventuell darauf spezialisiert hat, Kinder auf dem Weg zur Schule abzufangen. Stattdessen sehen wir eine herzbewegende Geschichte über vier junge Talente und ihre wöchentlichen – z.T. auch täglichen – Herausforderungen auf ihrem Schulweg. Unglaublich interessant ist, wie unterschiedlich ihre jeweiligen Situationen sind und wie sie dennoch alle – auf ihre eigene Art – die behindernden Steine aus dem Weg räumen.

Auf dem Weg zur Schule
Emmanuel und Gabriel schieben ihren Bruder Samuel jeden Tag 4 km zur Schule.
Auch er soll die Hoffnung auf ein besseres Leben haben. Wenn er mal groß ist,
möchte er Kindern mit Gehbehinderung das Laufen ermöglichen.

Auffallend an der deutschen Vertonung ist, dass alle Synchronsprecher Wert auf den jeweiligen Akzent des Landes legen, die Kinder – also die Hauptdarsteller – jedoch völlig Akzent frei reden. Die Frage, die hier aufkommt, ist, ob das aus Verständnisgründen geschehen ist oder damit der Zuschauer sich leichter mit den Kindern identifizieren kann. Vielleicht hat man schlichtweg einfach keine Kinder mit dem passenden Akzent als Synchronsprecher engagieren können. Jedenfalls wirkt die Darstellung der Kinder auf diese Weise klar, und sie symbolisiert, dass wir am Anfang alle gleich sind, egal auf welchem Fleck der Erde wir auf die Welt kommen. Das Leben ist es, was uns verändert, und der Zugang zu Bildung hilft uns, das Leben besser zu verstehen. Es ist – wie der Film richtig darstellt – zum einen ein wegweisendes Mittel in eine bessere Zukunft und zum anderen essentiell, um anderen Menschen und Kulturen in angemessener Weise gegenübertreten zu können. Ohne Bildung hätten diese Kinder kaum Hoffnung auf eine Zukunft, in der sie ihre Familien und andere hilfebedürftigen Menschen besser unterstützen könnten. Einige ihrer Altersgenossen gehen schon arbeiten oder dürfen die Schule aus anderen Gründen nicht besuchen. Daher ist es umso beeindruckender mit welchem Zusammenhalt und Willenskraft sie ihren Weg meistern.

Auf dem Weg zur Schule
Zahira geht auf ein Internat im Hochgebirge Marokkos. Gemeinsam mit ihren Freundinnen
läuft sie dafür jeden Montag und Freitag über vier Stunden. Da wo es Straßen gibt,
treffen sie selten auf verständnisvolle Autofahrer, die sie ein Stück mitnehmen.

Kamera und Schnitt sind gut umgesetzt worden – gelegentlich kommt sogar Spannung auf, als zum Beispiel Jackson mit seiner Schwester Salome vor den Elefanten wegrennt. Perspektiven werden sowohl von nah als auch von fern gezeigt. Das Kamerateam bleibt dabei unsichtbar. Kaum vorstellbar, wie die Dreharbeiten abgelaufen sind: Während die Kinder Schwierigkeiten haben voranzukommen, läuft das Filmteam durch die halbe Steppe (oder auf einen entfernten Hügel) nur um die kleine Gruppe aus einem anderen Winkel und mit etwas Distanz zu zeigen. Folglich ist die Schilderung der Ereignisse abwechslungs- und facettenreich gestaltet.
Musikalische Höhepunkte lassen sich in dem Film kaum finden. Erwähnenswert sind lediglich das selbst gesungene Lied des kenianischen Jungen und die verschiedenen Hymnen, während die Flagge in den Schulen gehisst wird. Da die musikalische Gestaltung sonst aber zur ruhigen Gesamtkulisse passt, gibt es hier drei Punkte!

Insgesamt hat mich der Film überzeugt, da er einen schönen und eindrucksvollen Weg gefunden hat, uns den Stellenwert von Schule und Bildung näherzubringen und gleichzeitig einen wundervollen Einblick in die Leben dieser vier fleißigen Schüler bietet.

Auf dem Weg zur Schule
Carlito reitet mit seiner Schwester Micaela täglich 1,5 h zur Schule.
Manchmal lässt er sie auch die Zügel halten,
obwohl seine Mutter es ihm verboten hat!

Auf dem Weg zur Schule

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Fakten
Originaltitel:
Sur le chemin de l'école
 
auf DVD/Blu-ray/VoD ab:
02.05.2014
 
Genre:
Dokumentation
 
Regie:
Pascal Plisson
 
Dieser Film wurde bewertet von:
ML (85%)
 
Texte:
ML
 
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Synchronsprecher

SchauspielerSynchronsprecher
Emmanuel J. EstherTill Flechtner
Micaela JanezNayeli Rathod
Samuel J. EstherNicolas Rathod



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