John Stockwell („Into the Blue“) bedient sich den Stilmitteln der Grindhouse-Filme, und präsentiert mit „Cat Run“ einen unterhaltsamen Actionfilm voller Gewalt, Humor und nackter Frauen.
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- [Synchronsprecher]
Die attraktive alleinerziehende Mutter Cat (Paz Vega) verdient ihren Lebensunterhalt als Prostituierte für reiche Männer. Als bei einer Party ihre beste Freundin von US-Senator Bill Krebb (Christopher McDonald) beim Liebesakt erwürgt wird, erschießen seine Männer kurzerhand alle anwesenden Personen um keine Zeugen zurücklassen. Doch Cat schafft es nicht nur zu fliehen, sondern auch ein Videoband der Überwachungskamera zu stehlen. Bei ihrer Flucht, bekommt sie unerwartet Hilfe von den beiden Kumpels Anthony (Scott Mechlowicz) und Julian (Alphonso McAuley), die gerade erst eine Privatdetektei gegründet haben. Cat scheint in Sicherheit, doch die Auftragskillerin Helen Bingham (Janet McTeer) ist ihnen dicht auf den Fersen...
Wer sich mit Helen Bingham (Janet McTeer) anlegt, wird es schon bald bereuen!
Kritik:
Quentin Tarantino und Robert Rodriguez haben mit ihrer Grindhouse-Welle wieder den Reiz an klassischer 70er Jahre Exploitation entfacht. Sexy Frauen, witzige Dialoge und jede Menge Blut – John Stockwell springt mit „Cat Run“ genau in diese Bresche! Ein Actionfilm, der sicherlich ein paar kleinere Schwächen hat, aber bewaffnet mit einem Kasten Bier und guten Freunden, für einen spaßigen Männerabend bestens geeignet ist.
Typische Stilmittel, wie sie u.a. der bereits erwähnte Tarantino gerne verwendet haben (z.B. Texttafeln), benutzt auch Stockwell zu Hauf, weswegen „Cat Run“ sicher keinen Innovationspreis gewinnt. Das muss er auch nicht! Auch wenn man vieles in ähnlicher Form schon gesehen zu haben meint, ist der Film von der ersten bis zur letzten Minute pures Entertainment. Dafür sind u.a. die gut geschriebenen und amüsant skurrilen Charaktere verantwortlich. Vom einarmig, beinlosen Ex-Soldaten bis zur freundlich kultivierten Killerin ist alles vertreten. Auch was die Action angeht, macht man John Stockwell nichts vor. Handgemacht, bestens choreografiert und rasant geschnitten – und nichts für Weicheier! Der Härtegrad ist nicht zu verachten, mit der ein oder anderen Folterszene versehen, die aber nie deplatziert wirken. Einige Schwächen und Löcher in der Handlung lassen sich nicht verschweigen, sind aber für so einen Film auch nicht von allzu großer Bedeutung.
Ein Actionheld wider Willen: Julian (Alphonso McAuley).
Die Darsteller tragen auch eine Menge dazu bei, dass der Film funktioniert, wobei Hauptdarstellerin Paz Vega noch am blassesten bleibt. Ihre Aufgabe besteht in erster Linie darin gut auszusehen. Scott Mechlowicz und Alphonso McAuley sind in ihren Rollen angelehnt an typische Buddy-Komödien und die Chemie stimmt. Das Mechlowiczs Charakter durch seine Schüchternheit und Normalität im Vergleich zu den sonstigen Figuren etwas aus der Art geschlagen hat, stört überhaupt nicht, sondern gibt dem Film im Gegensatz zu all den Mördern und Prostituierten immerhin eine Identifikationsfigur. McAuley ist der großspurige Sidekick, in der Tradition von Eddie Murphy, der einige Lacher auf seine Seite hat, und Christopher McDonald darf wie so oft gekonnt den Kotzbrocken spielen. Das Highlight ist aber sicherlich Janet McTeer in der Rolle der charmanten Mörderin Helen Bingham . Mit ganzer Härte und Erbarmungslosigkeit geht sie zur Sache und schafft es trotzdem noch, in vielen Szenen sympathisch rüberzukommen. Ihr vornehmes Schauspiel bleibt im Gedächtnis.
Sex, Blut und coole Sprüche – „Cat Run“ ist der ideale Actionfilm für einen gelungenen Männerabend. Da kann man über ein paar Storyschwächen und fehlende Innovationen hinwegsehen. Eine Hommage an die 70er Jahre Exploitationfilme.
Wilde Partys und leichte Mädels.
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