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House of Numbers


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
**** *** *** - ** - **** **** 81%
 

 
Was soll man den HIV-Experten glauben, wenn sie sich alle widersprechen und nach 30 Jahren noch immer keine Beweise vorliegen? In der mutigen Doku kommen alle namhaften Forscher zur Sprache, so dass die Widersprüche deutlich zu Tage treten. Viele werden diese Wahrheit schwerlich glauben wollen.

House of Numbers (HIV/AIDS-Doku)


Regisseur und Produzent Brent W. Leung wollte nach seinem Filmstudium ursprünglich nur einen 15-minütigen Beitrag darüber drehen, was genau der Unterschied zwischen HIV und AIDS ist. Tatsächlich recherchierte und filmte Leung mehrere Jahre lang und bereiste schließlich fünf Kontinente, um Betroffene, Aktivisten und jede Menge Experten zu interviewen.

Doch selbst nach 30 Jahren Forschung, herrscht viel Uneinigkeit zwischen etablierten Wissenschaftlern. Professoren äußern Meinungen, die nicht der geläufigen HIV/AIDS-Meinung entsprechen oder sich gar gegenseitig widersprechen. "House of Numbers" geht deswegen verschiedenen Fragen nach, die durch die Meinungsverschiedenheiten der Experten aufgeworfen werden:

Was für eine Aussagekraft haben die HIV-Antikörpertests eigentlich?
Warum werden die Tests in verschiedenen Ländern anders interpretiert?
Wie sinnig ist die AIDS-Diagnose in Afrika ohne Test allein auf Grund von Krankheitssymptomen?
Löst HIV wirklich AIDS aus oder gibt es andere Ursachen?

House of Numbers (HIV/AIDS-Doku)
Prof. Dr. Luc Montagnier, Nobelpreisträger für die Entdeckung von HIV.


Man mag der mutigen Dokumentation gar nicht glauben, wenn die unterschiedlichen Meinungen von etablierten Wissenschaftlern aufeinandertreffen. Wem soll man bei den Widersprüchlichkeiten glauben? Soll man die alternativen Meinungen als Unsinn abschmettern oder doch einmal genauer hinhören, wenn die Lücken in der gängigen Theorie aufgedeckt werden?

In 30 Jahren Forschung haben die etablierten Forscher nicht die nötigen wissenschaftlichen Beweise erbracht, um ihre Theorie, welche HIV = AIDS = Tod lautet, eindeutig zu untermauern. Dennoch werden die Kritiker der gängigen Theorie unter den Tisch gekehrt oder diskreditiert. In Afrika hingegen werden abertausende Menschen, die unter Kriterien wie Gewichtsverlust oder anhaltendes Fieber fallen, als AIDS-Patienten deklariert. Ob sie tatsächlich ein Virus in sich tragen oder nicht, ist für die Statistik unerheblich.

HIV soll AIDS auslösen, weil das Virus sich in Immunzellen einnistet und diese zerstört, behaupten einige. Wie dies jedoch geschieht (und ob dieses überhaupt geschieht), dafür haben die Forscher noch immer keine Erklärung, wie "House of Numbers" aufdeckt. Prof Duesberg, der weltweit führende Fachmann für Retroviren, äußerte bereits Anfang der 80er seine Zweifel, denn kein anderes Retrovirus zerstört seine Wirtszelle. Mit der gängigen Behauptung jedoch steht und fällt das Kartenhaus der HIV/AIDS-Forschung, einschließlich der Sinnhaftigkeit der HIV-Antikörpertests.

House of Numbers (HIV/AIDS-Doku)
Regisseur Brent Leung (links) neben Prof. Gallo,
der HIV für AIDS verantwortlich erklärt hat.

Ende der 90er bestätigte Prof. Luc Montagnier in einer ARTE-Dokumentation: "Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis, nur ein Bündel von Argumenten." Dennoch erhielt Montagnier 2008 den Nobelpreis für die Entdeckung von HIV, welche er 1983 gemacht haben soll. Wofür eigentlich, muss man sich fragen, wenn es doch keinen Nachweis gibt. In "House of Numbers" erklärt Montagnier nun, dass ein starkes Immunsystem das HI-Virus loswerden kann und AIDS heilbar ist. Der HIV-Entdecker stellt sich also gegen seinen Kontrahenten Prof. Gallo, der 1983 HIV als Verursacher von AIDS deklarierte. Die Beweise dafür ist Gallo ebenfalls noch schuldig.

Die Lücken und fehlenden Beweise ihrer Theorien belächeln viele Forscher noch mit viel Überheblichkeit, haben sie doch bereits viele Milliarden an Forschungsgeldern erhalten. Aber auch wenn man Leung vorwerfen kann, dass der Schnitt des Filmes manipulativ ist, so ist es sein Verdienst, die Forschungsmissstände wieder ins Gespräch zu bringen.

House of Numbers (HIV/AIDS-Doku)
Regisseur Leung (links) mit seiner Filmcrew bei Interviews in Afrika.


  • Die NRW-Premiere von "House of Numbers" findet im September im Rahmen der Filmreihe homochrom statt und wird von Expertengesprächen begleitet.
  • Auf Grund der gängigen HIV/AIDS-Meinung wurde No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa vor kurzem vor einem deutschen Gericht schuldig gesprochen und zu zwei Jahren Bewährung veruteilt. Ob die Ankläger ihre Vorwürfe mit wissenschaftlichen Beweisen belegen mussten, dass HIV AIDS verursacht und tödlich ist, ist fraglich.

House of Numbers (HIV/AIDS-Doku)

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Fakten
Originaltitel:
House of Numbers (+ Gesprächrunde)
 
ohne Kinostart in:
00.00.2010
 
Genre:
Dokumentation
 
Regie:
Brent W. Leung
 
Dieser Film wurde bewertet von:
Martin(81%)
 
Texte:
Martin
 
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