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leer Die Legende der Wächter


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** * **** ***** ** - ** ***** 82%
 

 
Um seinen Bruder aus den Fängen der faschistoiden Eulengruppe der Reinen zu befreien, muss die junge Eule Soren mit ihren Freunden die legendären Wächter von Ga'Hoole finden. Düsterer, aber perfekt animierter Fantasyfilm von 300-Regisseur Zack Snyder.

Die Legende der Wächter
Die drei Schleiereulengeschwister Eglantine, Soren und Kludd
kennen die Legende der Wächter von ihrem Vater.


Noch bevor die Schleiereulenjungen flügge sind, kennen Soren und sein Bruder Kludd die Legenden über die Wächtereulen auswendig, welche ihr Vater Noctus immer wieder erzählt. Soren wird der Legenden nicht müde und wäre gern wie der große Wächterheld Lyze von Kiel. Im Gegensatz zu seinem Bruder hat Kludd die Nase davon gestrichen voll und stellt den Wahrheitsgehalt der Legenden in Frage.

Der Tag, an dem ihre kleine Schwester Eglantine ihr erstes Gewölle auswürgt, ist auch der Tag, an dem Soren und Kludd das erste Mal in ihrem Baum das Fliegen von Ast zu Ast üben dürfen. Kludd fällt dies schwerer, aber Rat von Soren will er nicht annehmen. Dazu ist Kludd viel zu stolz und eifersüchtig, dass Noctus seinen Bruder zu bevorzugen scheint.

Die Legende der Wächter
Barran, einer der Wächter von Ga'Hoole.

Als Soren nachts mit Kludd das Fliegen üben will, stürzen die beiden ab. Auf dem Erdboden werden die hilflosen Eulenjungen von einem Raubtier angegriffen. Sie entkommen nur lebend, weil zwei Waldohreulen sie entführen. Wie viele andere geraubte Eulenkinder werden sie ins Reich der Reinen gebracht, wo Soren und Kludd voneinander getrennt werden.

Kludd wird von der Königin Myra und dem Anführer Eisenschnabel zu einem Krieger ausgebildet. Soren hingegen wird bestraft, weil er Partei für seine neue Freundin, die Elfenkäuzin Gylfie, ergriffen hat. Beide sollen mondwirr gemacht werden und für die machthungrigen Reinen schuften. Mit etwas Hilfe gelingt ihnen die Flucht. Um Kludd zu befreien, bleibt Soren und Gylfie nichts anderes übrig, als die legendären Wächter zu finden.

Die Legende der Wächter
Soren und seine neue Freundin Gylfie werden gejagt...


Zuerst mag man nicht glauben, dass der "300"-Regisseur Zack Snyder für einen animierten Familienfilm verantwortlich sein soll. Doch seine Erfahrung mit actionreichen Streifen wie "Dawn of the Dead" und "Watchmen" werden für seinen neuen Film "Die Legende der Wächter" mit den Künsten der Digitaleffekt-Schmiede Animal Logic gepaart. Die haben nicht nur für große Filmproduktionen wie "Der Herr der Ringe", "Harry Potter und der Feuerkelch" oder Snyders "300" gearbeitet, sondern 2006 den Oscar-prämierten Film "Happy Feet" animiert. Als Sprecher konnte die hochwertige Produktion Schauspielergrößen wie Sam Neill, Hugo Weaving oder die Oscar-Preisträger Helen Mirren und Geoffrey Rush engagieren.

Mit diesem Wissen überrascht es nicht mehr, dass "Die Legende der Wächter" sowohl actiongeladen als auch perfekt animiert und gerendert ist – bis ins letzte Detail der Gesichtsschleierfedern. Die Verfilmung der fantastischen Kinderbuchreihe von Kathryn Lasky setzt einen Schwerpunkt auf die kämpferische Auseinandersetzung zwischen den Eulengruppierungen, doch die Abenteuergeschichte kommt deswegen selten zu kurz.

Die Legende der Wächter
...von der Reinen-Königin Nyra und ihren Kriegereulen.

Die digitalen Bilder, die Animal Logic erstellt hat, bieten ein sehr tiefes 3D-Erlebnis und sind wahrlich perfekt und atemberaubend. Obwohl der Großteil der Handlung bei Nacht spielt, erinnert fast der gesamte Film an romantische Gemälde – insbesondere die in wunderschön goldenes Licht getauchten Szenen zu Sonnenauf- oder -untergang (die an Lothrorien erinnern), aber auch die düsteren Nachtsequenzen. Über all dies herrscht aber selbstverständlich Snyders bekannte Ästhetik, sowie sein Gespür für Zeitlupen, Bildeinstellungen und Kamerabewegungen.

Obwohl "Die Legende der Wächter" eher düster und kampflastig ist, wurde er von der FSK für Kinder ab 6 Jahren freigegeben. Für einen Familienfilm gibt es ziemlich wenig zu lachen. Humorige Dialogeinsprengsel gibt es nur marginal und auch der ironische Unterton, den man in Pixar-Filmen finden kann, fehlt. Die Moral, dass man der sein kein, der man zu sein sich erträumt, wird recht platt vermittelt. "Die Legende der Wächter" scheint nicht ganz zu wissen, auf welches Publikum er abzielen soll. Die hyperrealistische Animation übertüncht diesen Mangel aber nur zu bereitwillig.

Die Legende der Wächter
Kann Soren die Wächterführer Boron und Barran überzeugen, ihm zu helfen?

Auch musikalisch wird der Film etwas getrübt. Hauptsächlich besteht der Soundtrack aus stimmiger Orchestermusik von David Hirschfelder ("Shine", "Elizabeth", "Australia") sowie jeweils einem esoterischen Lied der Band Dead Can Dance und deren Sängerin Lisa Gerard. Ihre Musik erinnert zwar unweigerlich an "Gladiator", an dessen Soundtrack Gerard mitwirkte, ist aber stimmig. Jedoch plärrt plötzlich mitten im Film ein modernes amerikanisches Poplied und führt zum Abzug in der Musikwertung oben. So passend der Bandname Owl City auch sein mag, so unpassend ist ihr Lied in diesem Film.

Die Legende der Wächter


  • Auch in 3D zu sehen. Von den Machern von "Happy Feet".

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Fakten
Originaltitel:
Legend of the Guardians: The Owls of Ga'Hoole
 
deutscher Kinostart am:
14.10.2010
 
Genre:
Animationsfilm / Fantasy-Abenteuer
 
Regie:
Zack Snyder
 
Länge:
ca. 93 Minuten
 
FSK der Kinofassung:
ab 6 freigegeben
 
Kinoverleih:
Warner
 
Dieser Film wurde bewertet von:
Martin(82%)
 
Texte:
Martin
 
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28.11.2021 15:45 Sat.1
23.05.2021 08:45 Sat.1
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