|
||
|
||
|
| |
|
|
|
|
|
|
18.10.2007: |
|
|
|
|||||||||
| Genre: | Satire / Action / Videospielverfilmung |
|||||||||||
| Regie: | Uwe Boll | |||||||||||
|
![]() |
||||||||||||
| Inhalt: | Was für ein Tag: Kaum ist er einen Schritt aus seinem altersschwachen Wohnwagen herausgekommen und hat den Anblick seiner an zur Fettleibigkeit neigenden Ehefrau überwunden, tritt der Postal Dude (Zack Ward) auch schon in ein Häufchen seines Hundes. Noch mühevoll mit der Reinigung seiner Schuhe beschäftigt, eröffnet ihm sein Nachbar, dass seine Frau ihn betrügt. Und das alles auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch für einen neuen Job. | |||||||||||
![]() | ||||||||||||
|
Kritik: |
Nicht ohne Grund gehört das Videospiel, das die Vorlage für diesen Film darstellt, zur Gruppe jener Spiele, die wegen ihrer gewaltverherrlichenden und dabei äußerst realistischen Elemente in Deutschland verboten sind. Damit sein Film nicht das gleiche Schicksal erleidet, hat sich Uwe Boll, der auch für das Drehbuch verantwortlich ist, entschieden, seinen Film als Komödie anzulegen. Durch die politische Hintergrundgeschichte, in der sowohl die Taliban um Osama Bin Laden (dargestellt von Larry Thomas) als auch George W. Bush (dargestellt von Brent Mendenhall) ihr Fett wett bekommen, wurde sogar eine Satire daraus. ![]() Wie ein roter Faden, der den Film zusammenhalten soll, spielt sich der schrecklichste Tag im Leben des Verlierers "Postal Dude" vor den Augen des Zuschauers ab. Angelehnt an bekannte Filme wie „Falling Down“, aber auch gewürzt mit einer passablen Anzahl guter Einfälle, stolpert Zack Ward von einem Missgeschick ins nächste und wächst dabei mehr und mehr in seiner Rolle über sich hinaus. Insgesamt liefert er hier eine solide Leistung ab - unterstützt vom gut aufgelegten Chris Coppola und Chris Spencer. Sogar über den peinlichen Auftritt von Ralf Möller kann man gerade noch hinwegsehen. Aber auch auf die Taliban muss man noch einmal näher eingehen: Wenn George W. Bush mit seinem besten Kumpel Osama telefoniert ist das schon lustig. Doch dass Bin Laden das Seminar eines Motivationstrainers besucht, weil ihm die Jungfrauen für seine Selbstmordattentäter ausgegangen sind, ist ein ebenso genialer Einfall wie die Geheimwaffe, mit der sowohl die Taliban als auch die amerikanische Sekte die USA auslöschen wollen. Obwohl „Postal“ ohne große Stars, große Werbekampagne oder große Vorschusslorbeeren durch den US-Start nach Deutschland kommt, lohnt sich der Besuch. Man muss sich zwar auf den Brutalitätsfaktor einstellen und sollte auf keinen Fall den Sinn oder Unsinn einzelner Szenen allzu genau hinterfragen. Dafür bekommt man dann aber einen sehr unterhaltsamen Film geboten, der für eine US-Produktion ungewohnt provokativ mit politischen Themen umgeht. Ihr habt diesen Film auch gesehen? Dann könnt ihr ihn hier bewerten! |
|||||||||||
|
![]() |
||||||||||||
| Hintergrund: |
| |||||||||||
| Originaltitel: | Postal | |||||||||||
| Links: | ||||||||||||
Dieser Film wurde bewertet von: Texte: |
|
|||||||||||
[Film bewerten] - [Synchronsprecher]
zurück zum Filmarchiv
zurück zur Wertungsübersicht
zurück zur Cineclub-Homepage
06112 hits since
(c) 2009 Cineclub, Bochum für alle Texte, die Rechte an den Bildern liegen beim jeweiligen Filmverleih.