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Schatten der Zeit |
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12.05.2005: |
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| Genre: | Liebesfilm |
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| Regie: | Florian Gallenberger | |||||||||||
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| Inhalt: |
Es war einmal in Indien zur englischen Kolonialzeit: Ravi (Sikandar Agarwal) ist ein elfjähriger Junge in einer Teppichfabrik. Er ist der kleinste von den Jungs und wird deswegen gehänselt, doch er hat große Pläne. Jede Münze spart er, um sich eines Tages freizukaufen. Dann wird Masha (Tumpa Das) von ihrem Vater aus Verzweiflung an die Fabrik verkauft. Ravi freundet sich mit ihr an, hilft ihr und beschützt sie. Als ein Zuhälter sich für das kleine Mädchen interessiert, opfert Ravi seine Ersparnisse, um sie freizukaufen. Sie soll ins nahe gelegene Kalkutta gehen und dort ihren Vater suchen. Ravi selbst will nachkommen, sobald er sich selbst freikaufen kann. Jeden Vollmond will Masha im größten Shiva-Tempel der Stadt auf ihn warten. Jahre später ist Masha (Tannishta Chatterjee) zu einer begehrten Tänzerin geworden. Noch immer besucht sie an jedem Vollmond den Tempel, doch sie kann Ravi nirgends erblicken. Ravi (Prashanth Nrayanan) beginnt sofort nach seinem Freikauf mit der Suche nach Masha, die er all die Jahre nicht vergessen konnte. Er bekommt eine Arbeit als Teppichhändler und verhilft einem alten Mann und dessen Geschäft zu neuem Schwung mit dem Export von Teppichen. Als der Alte stirbt, ist es dessen letzter Wunsch, dass Ravi seine Enkelin Deepa (Tillotama Shome) heiratet. Ravi akzeptiert den Spatz in der Hand, doch Masha kann er trotzdem nicht vergessen. |
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| Kritik: |
Oscar-Preisträger Florian Gallenberger erzählt in seinem ersten abendfüllenden Spielfilm die traurige und romantische Liebesgeschichte zweier Seelen, die zusammengehören, sich immer wieder begegnen, sich aber dennoch nicht vereinen dürfen. So scheint Suche und Sehnsucht die schicksalhafte Bestimmung von Ravi und Masha, die auch in Kindertagen nur bedingt durch äußere Umstände glücklich waren. Eigentlich wollte er zusammen mit Produzent Helmut Dietl einen Film in Berlin drehen, doch eine Schreibblockade und ein Radiobericht über Kinderarbeit in Indien, den Gallenberger schon Monate zuvor gehört hat, halfen dem Drehbuch auf die Sprünge. Helmut Dietl fand das Drehbuch von Anfang an klasse und so stand nur noch die indische Bürokratie dem Projekt im Weg. Natürlich musste dieser Film in Indien mit indischen Schauspielern gedreht werden. Drehgenehmigungen in Indien umfassen auch eine Prüfung des Drehbuchs und die Endabnahme des Films von der Zensur. Der Regisseur lernte sogar ein wenig bengalisch, um dem Dreh folgen zu können. Insgesamt ein Wagnis, dessen Rechnung voll und ganz aufging.
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