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Being Julia |
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07.04.2005: |
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| Genre: | Komödie |
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| Regie: | István Szabó | |||||||||||
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| Inhalt: |
Stattdessen tröstet sich Julia mit dem jungen Amerikaner Tom (Shaun Evans) über ihre „Müdigkeit“ hinweg. Sie beginnt mit ihrem charmanten und beharrlichen Fan eine Affäre und findet so wieder neue Kraft. Doch als Tom sich als Emporkömmling mit Kalkül entpuppt und dem Theater eine Freundin unterjubeln möchte, will Julia sich für seine Unaufrichtigkeit rächen und macht dieses so, wie sie alles im Leben tut: Wie wenn ihr die Rolle auf den Leib geschrieben wäre und die Worte, die sie spricht, von einem Schriftsteller kämen. Genau wie ihr toter Mentor ihr immer riet: „Das wahre Leben ist das Theater, alles andere ist nur Illusion.“ |
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| Kritik: |
István Szabó, der große ungarische Epen-Regisseur, gibt sich hier weniger episch, doch beweist er erneut ein Händchen für eine gute Kombination aus Story und Schauspielern. Wie schon Stellan Skarsgård in „Taking Sides – Der Fall Furtwängler“ hat Annette Bening hier den ganzen Film auf ihren Schultern zu tragen. Und das meistert sie ganz hervorragend. Die von ihr verkörperte Schauspielerin besitzt keine sympathischen Eigenschaften: Sie betrügt, sie intrigiert, sie spielt vor ihrem Sohn nur die Rolle der Mutter, ist ihm aber keine Mutter, und sie ist rachsüchtig. Dennoch schafft es der Film, die ganze Sympathie des Publikums auf Julia zu lenken. So hat man selbst als Zuschauer ein diabolisches Lächeln auf dem Gesicht, als Julia zum finalen Racheakt ansetzt, und bis zu diesem Zeitpunkt hat der Kinogast genügend Zeit, alle seine eigenen Schwächen in Julia wiederzufinden. So begeht sie den Racheakt ein bisschen für jeden einzelnen von uns, und am Ende kann man erleichtert den Kinosaal verlassen. Im Vergleich zu Szabós bisherigen Produktionen mutet die Adaption von William Somerset Maughams Theaterstück recht banal an. Seine letzten beiden Filme waren der erwähnte „Taking Sides – Der Fall Furtwängler“, der vom Prozess um den Berliner Dirigenten im Zuge der Entnazifizierung handelt, und „Sunshine – Ein Hauch von Sonnenschein“, der die Familiengeschichte einer jüdischen Familie in Ungarn zur Zeit des 3. Reiches erzählt. Beide waren in der Themenwahl bedeutungsvoller. Wer nun ein Szabó-Epos erwartet, der wird bestimmt enttäuscht, doch „Being Julia“ bietet gute Kinounterhaltung mit einer Ausstattung, bei der auf jedes Detail Wert gelegt wurde.Ihr habt diesen Film auch gesehen? Dann könnt ihr ihn hier bewerten! |
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