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Van Helsing

  
„In jedem Lebenden steckt ein Toter, der befreit werden will.“ – Terry Pratchett. Dracula-Film mit Hugh Jackman und Kate Beckinsale.
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

06.05.2004:
Van Helsing

**** * ***
**** **** **
- *** 66%
  
Genre:

Mystery-Action

  

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Regie: Stephen Summers
  

 van Helsing
Van Helsing und Prinzessin Anna nach dem ersten Kampf.

Inhalt:

Die Welt im neunzehnten Jahrhundert. Zur Zeit der Säkularisierung und des wissenschaftlichen Fortschritts gibt es auf der Welt noch unzählige okkulte Inkarnationen böser Wesenheiten, denen Einhalt geboten werden muss.

Prädestiniert für diese Aufgabe ist der an Amnesie leidende Dr. Gabriel van Helsing, (Hugh Jackman) der, seit er vor Jahren an der Schwelle des Todes auf den Stufen des Vatikans gefunden wurde, im Dienst einer geheimen christlichen Gruppe auf die Jagd geht. Nach einem gescheiterten Auftrag wartet schon eine neue Aufgabe auf den Kämpfer: ein Vampir. Zusammen mit dem Laienbruder Carl (David Wenham), der für van Helsings Waffen zuständig ist, bricht er nach Transsylvanien auf, um gegen den Grafen Vladislaus Dracula (Richard Roxburgh) zu Felde zu ziehen.

van Helsing
Van Helsing - Krieger des Lichts inmitten der Schatten.

Die Seelen aller Angehörigen des Adelsgeschlecht Valerious der letzten 400 Jahre und auch der letzten Überlebenden, Prinzessin Anna Valerious (Kate Beckinsale), stehen auf dem Spiel, finden sie doch erst dann Erlösung, wenn ein alter Schwur erfüllt und der Untote Graf sein Leben nach dem Leben verloren hat.

Und im Herzen Transsylvaniens warten noch weitere Überraschungen auf den erfahrenen Jäger im Namen Gottes.

  

 van Helsing
Gabriel, Carl und Anna im Versteck des Grafen.

Kritik:

Der düstere Monsterstreifen ohne jeglichen Kultcharakter beginnt mit einem stimmungslosen Auftakt in Schwarz-Weiß. Nachdem der Zuschauer einem Blick auf Frankenstein, sein Monster, Igor und den Langzahn Dracula hat werfen dürfen, begegnet er einem Indiana-Jones-Inspektor-Gaget–Gemisch mit Namen „van Helsing“, der einen animierten Mr. Hide durch den Dachstuhl von Notré Dame jagt.

Die von Anfang bis Ende eingesetzten Computeranimationen sind von zeitgenössischer Qualität, zeugen von viel Arbeit, Sachverstand und erzeugen eine düstere Grundstimmung.

van HelsingSauberes Compositing fügt Realfilm und computergeneriertes Bildmaterial sauber zusammen. Vermutlich sind nicht weniger als 90% des Films nachbearbeitet und optisch aufgepeppt worden. Doch auch Effekte und stimmungsvolle Musikuntermalung, brummende Dolby-Laute und monsterwürdiges Gekreische täuschen nicht über die flache Handlung und die geringe schauspielerische Leistung der düsteren Charaktere hinweg.

Besonders der böse Graf Dracula (Richard Roxburgh) wirkt dünn und wie eine schlechte Mischung aus Witzfigur und unterbelichtetem Neurotiker. Eine schlechte Synchronstimme mit gehauchtem Pseudoakzent vervollkommnet den Flopp-Vamp.

Der Laienmönch Carl (David Wenham) gibt sich unkeuschen und blasphemischen Stimmungen hin, während die aufreizende Prinzessin Anna (Kate Beckinsale) von Dracis Gattinnen (Aleera (Elena Anaya), Verona (Silvia Colloca), Marishka (Josie Maran)) und seinem Haus- und Hof- Werwolf (Velkan Valerious (Will Kemp)) zum Ableben durch Fremdeinwirkung bewegt werden soll.

Ihre hartnäckige Weigerung, doch endlich Abstand vom Leben zu nehmen, wird vom Amnesiepatienten van Helsing (Hugh Jackman), der von Dracula wie ein alter Bekannter behandelt und liebevoll Gabriel genannt wird, tatkräftig unterstützt.

Die offensichtliche Verwirrung darüber, ob „Van Helsing“ nun ein Actionstreifen, ein Horrorfilm oder eine Komödie werden sollte, spiegelt sich die gesamte Laufzeit über auf der Leinwand wieder. Die wirklich amüsanten Szenen sind neben der Anzahl derer, in denen sich der Zuschauer fragten muss, ob ein Dialog nun wirklich hätte witzig sein sollen, knapp bemessen.

Immerhin darf man ein paar Mal kräftig zusammenzucken und sich düsterer Schlösser und spritzenden Schleims erfreuen.

van Helsing
Achtung! Fürchten : Graf Dracula in Frankensteins Labor.

Fazit: Van Helsing ist kaum mehr als ein durchschnittliches Monstermedley, angereichert mit hochwertigen Animationen.


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Dieser Film wurde bewertet von:
DJMK(66%)

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