Robert will seine Frau vergessen. Er geht in die Fremde und findet die große Liebe, doch sie sieht aus wie seine verstorbene Frau. Romantisches Liebesdrama aus deutschen Landen. Cineclub-Filmtipp!
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Ein Leben nimmt manchmal ganz komische Wendungen. Auch das von Robert (Jochen Nickel). Seine Frau Jule, die schon vor einigen Jahren gestorben ist, kann er einfach nicht vergessen. So beschließt er, sich aus seiner Heimat Köln mit dem Wohnwagen in den Osten aufzumachen. Sein ganzes Geld investiert er in Münzfernrohre und errichtet in Gedanken an jedem neuen Standort ein Denkmal für seine Frau. Denn Jule schätzte besonders die kleinen Dinge im Leben, denen viele keine Beachtung schenken.
Eines Tages sieht er durch eines seiner Fernrohre die attraktive Christiane (Anna Loos), die seiner Jule verblüffend ähnlich sieht. Robert kann nicht anders und folgt ihr und sie finden zusammen. Obwohl Christiane völlig anders ist als Jule, verliebt Robert sich in sie. Er geht sogar so weit, sie bei ihrem geheimen und überaus illegalen Vorhaben, sich ihren Gasthof zurückzuholen, zu unterstützen.
Doch über dem Glück, das die junge Liebe umgibt, steht der Schatten von Roberts Vergangenheit. Er weiß, dass er es ihr sagen muss, und mit jedem Tag, der vergeht, wird es schwieriger sie von seiner aufrichtigen Liebe zu überzeugen.
Kritik:
Das eigentlich erstaunliche an "NeuFundLand" ist wohl die Tatsache, dass die Story auf einer wahren Begebenheit basiert. Als Regisseur Georg Maas seine letzte Dokumentation drehte, ergab alles vor seinem inneren Auge plötzlich ein Ganzes. Die Dokumentation, also der Vorläufer von „NeuFundLand“, erzählt die Geschichte von zwei Freunden, die, mit einigen Jahren Abstand, in Südafrika an genau der gleichen Stelle fast den gleichen Unfall hatten. Beide verloren ihre Frau bei dem tragischen Ereignis. Einer der beiden verliebte sich bei den Dreharbeiten aber erneut und viele waren der Ansicht, seine Neue sehe der Verstorbenen zum Verwechseln ähnlich.
Zu der überaus interessant und spannend erzählten Geschichte kommt für Robert das Element der Fremdheit. Im Osten der Republik war er bislang noch nicht und das Aufeinandertreffen von Ost und West gestaltet sich vielerorts problematischer als man vor der Wende glauben mochte.
"NeuFundLand" ist ein deutscher Film im besten Sinn. Er erzählt nicht nur von Deutschland, sondern behandelt auch diese spezielle deutsche Problematik. Dabei bleibt der Film auf der ganzen Linie spannend und unterhaltsam und rutscht nie ins Belehrende ab. Die Liebesgeschichte ist romantisch, aber nicht verklärt und regt auf jeden Fall zum Träumen an. Vielleicht gibt es hier für deutsche Filmemacher auch ohne Fernrohr was zu entdecken! Cineclub-Filmtipp!
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