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Der Untergang |
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16.09.2004: |
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| Genre: | Drama |
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| Regie: | Oliver Hirschbiegel | |||||||||||
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| Inhalt
& Kritik:
von hope |
Der Film beginnt mit seiner Erzählung im Jahr 1942. Im Führerquartier Wolfschanze sucht Adolf Hitler (Bruno Ganz) eine neue Sekretärin. Es stellt sich Traudl Junge (Alexandra Maria Lara) vor, die er - auch wegen ihrer Münchner Herkunft - gleich engagiert. Zweieinhalb Jahre später ist der zweite Weltkrieg für Deutschland schon so gut wie verloren. Nur wenige Fanatiker glauben noch an einen deutschen Sieg. Wir erleben als Zuschauer die letzten Tage im Führerbunker in Berlin. Die Reichshauptstadt ist eingekesselt und die Stimmung unter den Mächtigen ist geteilt. Während Eva Braun (Juliane Köhler) Partys feiert, denkt Magda Goebbels (Corinna Harfouch) an den Selbstmord ihrer Familie. Daneben versucht Regisseur Oliver Hirschbiegel den Volkssturm in den Straßen von Berlin darzustellen. Sogar 8jährige stellen sich dem Kampf gegen russische Panzer. Doch neben dem Kammerspiel als psychologischem Portrait im Bunker wirken die Straßenszenen seltsam deplaziert. Doch der (besonders von Produzent Bernd Eichinger) so oft erhobene Anspruch eines Geschichtsepos braucht scheinbar beides. Hier wäre weniger mehr gewesen.
Bruno Ganz glänzte in seiner Karriere schon in so mancher Rolle. Groß in den Schlagzeilen der Feuilletons bundesweit war er zuletzt mit seiner Rolle des Faust in der 24-Stunden-Inszenierung auf der Expo 2000. In „Der Untergang“ beweist er einmal mehr, dass er einfach alles und jeden spielen kann. In der Filmgeschichte ist seine Leistung einmalig, denn noch niemand hat sich bisher mit so großem Erfolg auf ernsthaftem Weg an den Charakter des Diktators gewagt. Die Heldin des Films aber ist Traudl Junge, gespielt von der zauberhaften Alexandra Maria Lara. Aus ihrer Perspektive der naiven und unschuldigen Bürgerin, die hautnah das Schicksal des deutschen Volkes begleitet hat, entwickelt sich der Film. Sie ist die Sympathieträgerin und durch ihr Auge sieht der Zuschauer die Ereignisse. Auf der historischen Traudl Junge basiert die gesamte Filmhandlung. 1949 veröffentlichte die ehemalige Hitler-Sekretärin ihre Erinnerungen an die Geschehnisse. In den später 90ern folgt ein Interview, welches unter dem Titel „Im toten Winkel – die letzten Tage im Führerbunker“ in die Kinos kam. Dabei ist es bemerkenswert, mit welcher Offenheit Traudl Junge über ihre Anstellung spricht. Sie versucht nicht ihre Handlung zu rechtfertigen, betont aber, dass sie vieles nicht gewusst hat. Allerdings sagt sie auch, dass es keine Entschuldigung ist und sie (wie zum Beispiel Sophie Scholl) es hätte sehen können.
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