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Das Meer und die Zeiten

  
Littoral. - Wahab will seinen Vater in dessen Heimatdort im Libanon beerdigen, doch was ihm auf dem Weg von Kanada dorthin alles passiert, hätte er sich nicht träumen lassen. Eröffnungsfilm der 53. Filmfestspiele Mannheim-Heidelberg.
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

Filmfestival 2004:
Das Meer und die Zeiten

*** *** ****
**** *** *
***** **** 80%
  
Genre:

Drama

  

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Regie: Wajdi Mouamad
  

 

Inhalt:

Wahabs Vater ist gestorben. Der junge Kanadier (Steve Laplante) erfährt dies in Montreal, seiner Heimatstadt, doch so ganz kann er es nicht glauben. Die kanadischen Polizisten, die ihm die Nachricht überbringen, scheinen gar nicht zu wissen, dass der Vater in Brasilien ist.

Doch Wahab hat sich geirrt. Sein Vater war nie in Brasilien, lebte ein seltsames Doppelleben. Die kleine Wohnung, die er hinterließ, wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Zu allem Übel will Wahabs Familie dessen Vater nicht im Familiengrab beisetzen, was für Wahab nur eine Schlussfolgerung zulässt: Er bringt seinen toten Vater in dessen Heimatdorf, in den Libanon.

Allerdings informiert sich Wahab vor seinem Aufbruch nur unzureichend über die politische Situation im Libanon und in Syrien, wo Krieg herrscht. Die Leiche seines Vaters zu beerdigen, erweist sich daher weitaus schwieriger, als sich Wahab hätte träumen lassen.

Wahab ist nun gefangen zwischen einem Land, das ihn nicht mehr loslässt und einem Traum von der Hochzeit seiner Eltern am Strand, der ihn noch weniger loslässt.

  

 Das Meer und die Zeiten

Kritik:

Der Regisseur Wajdi Mouamad wurde selbst im Libanon geboren und emigrierte nach Kanada. Nach seiner Definition eines guten Films soll ein Film den Zuschauer in einer Unsicherheit zurücklassen, was hier auch zweifelsohne erreicht wird.

„Das Meer und die Zeiten“ ist ein ganz außergewöhnlich gut komponierter Film. Die Verwandtschaft in Kanada, gegen die Wahab zu kämpfen hat, wirkt geradezu grotesk und nach filmischer Art von Einwandererfilmen doch konventionell. Was Wahab im Libanon passiert, bewegt sich ebenfalls auf einem schmalen Grat zwischen Tragik und Komik.

Leider kommt man als Zuschauer kaum über das Anfangsdilemma hinweg: Warum setzt der Protagonist sich überhaupt den Gefahren des Libanon aus? Doch wenn man über dieses Problem hinwegsieht, kann man einen Film erleben, der einem die Augen und den Horizont öffnen wird.


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Originaltitel: Littoral
   
Links:
  • 53. Filmfestival Mannheim-Heidelberg
   

Dieser Film wurde bewertet von:
hope(80%)

Texte:
hope
  
  
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