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Blueprint |
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01.01.2004: |
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| Genre: | Drama |
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| Regie: | Rolf Schübel | |||||||||||
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| Inhalt: |
Kanada in naher Zukunft. Irgendwo in der Einsamkeit begegnen sich zwei Menschen. Schon der erste Kontakt zwischen Siri Sellin (Franka Potente) und Greg (Hilmir Snaer Gudnasson) ist ungewöhnlich. Doch während Greg sich spätestens nach dem zweiten Wiedersehen Chancen ausmalt, die geheimnisvolle Einsiedlerin näher kennen zu lernen, begibt sich Siri zunächst auf eine gedankliche Reise in die Vergangenheit. Viele Jahre zuvor traf ihre Mutter, die bekannte Konzertpianistin Iris Sellin (auch Franka Potente), eine schwerwiegende Entscheidung: Da sie ihr Talent trotz der MS-Erkrankung für die Nachwelt erhalten wollte, bat sie den kanadischen Reproduktionsforscher Dr. Martin Fisher (Ulrich Thomsen), sie zu klonen. Den Klon, ihre Tochter Siri, trug sie dann selbst aus, der Forscher wurde per Vertrag zur Geheimhaltung verpflichtet.
Während Mutter und Tochter (Nina Gummich mit 8 Jahren und Karoline Teska mit 13 Jahre) eine innige Beziehung haben und sich Siri zwar manchmal über die überaus starke Ähnlichkeit wundert aber trotzdem mit vollem Eifer Klavierspielen übt, schöpft tatsächlich niemand Verdacht. Zu ungeheuerlich wäre auch die Vorstellung. Doch Dr. Fisher will endlich den Ruhm seines geglückten Experiments ernten. Als er sich schließlich nicht länger zügeln kann, gibt er eine Pressekonferenz - und zerstört damit Siris Leben. Jetzt, viele Jahre später, hat Siri sich noch immer nicht mit ihrer Mutter versöhnt. Und irgendwie hemmt sie das Thema auch immer noch unglaublich, wenn sie die Annährungsversuche von Greg zulassen will. Es fällt ihr sehr schwer, Gefühle zu zu lassen. Da ihre Mutter im Sterben liegt, bleibt Siri nur noch wenig Zeit sich vielleicht doch noch mit ihr auszusprechen. |
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| Kritik: |
Klonen ist ein heiß diskutiertes Thema. Noch nie hat sich ein Film aus der Sicht des Klons an das Thema herangewagt. Rolf Schübel hat es nun glücklicherweise verstanden, dem schwierigen Stoff auch gerecht zu werden. Ohne dass andere Themen ablenken, hat der Zuschauer zwischen gleiten Flugansichten kanadischer Küstenlandschaften und langsamen Kamerafahrten in die Gesichter der am Piano sitzenden Mutter und Tochter alle Zeit der Welt, die verschiedenen Aspekte auf sich wirken zu lassen. Franke Potente schafft es – nicht nur bei der späteren deutlichen „Alterung“ der Mutter – die charakterlichen Unterschiede zwischen Mutter und Tochter, zwischen Original und Kopie, wunderbar zum Ausdruck zu bringen. Der Leitsatz des Films „Du bist mein Leben“ trifft die philosophische und ethische Problematik des Klonens schon ziemlich genau auf den Punkt. Zwischen Forscherdrang und Egoismus könnte man glauben, dass sich durch Klonen das Leben verlängern ließe. Dass dieses ein Trugschluss ist, behaupteten bislang Theoretiker. Erst Charlotte Kerner mit ihrem Roman brachte uns die Möglichkeit, das Thema in der Fantasie bis zum Schluss durchzuspielen. Und das Ergebnis ist ebenso beeindruckend wie erschreckend: Beeinflusst durch Manipulation von außen und bei Unwissenheit ist eine Parallelentwicklung zwischen Original und Blaupause denkbar, doch schon ein einziger Umweltfaktor kann aus einem Klon ein Individuelles Wesen machen.
Katja Studt in der Rolle der Haushälterin Daniela Hausmann begleitet Siris Leben von der Geburt an bis zum Tod ihrer Mutter. Sie ist wie ein roter Faden im Film – ein Gegenpol zur egoistischen Mutter. Angesichts der dominanten Franka Potente rücken die männlichen Rollen in diesem Film, verkörpert von Hilmir Snaer Gudnason als Greg und Wanja Mues als Janeck, ziemlich in den Hintergrund. Blueprint wurde zu einem großen Teil in Münster und der nahen Umgebung gedreht und feierte deshalb auch im dortigen Cineplex am 08.12.2003 seine Premiere. Allen Freunden des anspruchsvollen Kinos können wir Blueprint aufs Wärmste empfehlen.Ihr habt diesen Film auch gesehen? Dann könnt ihr ihn hier bewerten! |
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