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Beweg dich! Wohin? |
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Filmfestival 2004: |
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| Genre: | Experimentalfilm |
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| Regie: | Pietro Jona | |||||||||||
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| Inhalt
& Kritik:
von hope |
„Wir wussten nicht, was für ein Film das werden wird. Ein Drama, eine Liebesgeschichte oder ein psychologischer Film. Nun, wir wissen es immer noch nicht.“ So begrüßte Regisseur Pietro Jona in Mannheim das Festivalpublikum. Der Experimenaltfilm „Beweg dich! Wohin?“ stellte an Regisseure weltweit die Frage: „Wohin geht die Menschheit?“ Sehr unterschiedlich fielen die Antworten aus. Gleich fünfzehn Länder sind schließlich in der Koproduktion integriert. Alle Kurzfilme wurden zu einer Collage montiert. Es beginnt der italienische Beitrag, der erst mal fragt: „Wo kommen wir her?“ Nach dem nächtlichen Liebesreigen im Park findet ein junges Paar ein Neugeborenes - ausgesetzt. Also, wo wir herkommen, wurde allen noch mal ins Gedächtnis gerufen, aber wo geht der Mensch nun hin, wo er schon mal auf der Welt ist. Und noch weiter gefragt: „Wohin bewegt sich unsere Gesellschaft?“ Der australische Filmstudent geht in den Pendlerzug und fragt die Menschen, wo sie hinfahren und weshalb sie den Zug nehmen. In Spanien sieht man das Leben als Videospiel, in Indien will eine junge Frau ihr eigenständiges Leben führen und die thailändische Mutter muss ihr junges Mädchen sich selbst überlassen. Der deutsche Beitrag zielt ganz konkret auf die Gesellschaft ab. Ein Mann steht vor immer wieder anderen Motiven wie einer Autobahn oder auf einem Volksfest und blickt skeptisch fragend in die Kamera. Pietro Jona hat seinen Film ganz gezielt mit Hilfe des Internets produziert, doch sieht er das Internet nicht als das Kino der Neuzeit. Es gibt nichts besseres für ihn als einen dunklen großen Raum mit einer großen Leinwand drin. Doch als Kommunikationsmittel wie ein Telefon oder als Wissensspeicher von globalem Ausmaß nutzt er es gerne und es wird - seiner Meinung nach - aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sein. Sein Film „Beweg dich! Wohin?“ setzt neue Akzente im heutigen Filmgeschäft, doch die Linie ist zu experimentell, um auf dem Markt Anklang zu finden. Die einzelnen Teile driften zu weit auseinander. Man hat so den Eindruck, die Globalisierung habe die Welt eher auseinander gebracht, als zusammengeführt. Stilistisch ist keine Handschrift zu erkennen. Eine Kurzfilmrolle mit einem Rahmen wäre schöner anzusehen als diese Collage. So ist der Film bestimmt kein neues „Quo Vadis?“ aber ein ganz guter Ansatz, über die Gesellschaft, das Filmemachen und noch mehr nachzudenken. Ihr habt diesen Film auch gesehen? Dann könnt ihr ihn hier bewerten! |
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| Originaltitel: | Move! Where are you going? | |||||||||||
| Links: |
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