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Baby |
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26.02.2004 |
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| Genre: | Drama |
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| Regie: | Philipp Stölzl | |||||||||||
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| Inhalt: |
Die junge Lili (Alice Dwyer) wird erwachsen. Sie ist vielleicht gerade erst 16, lebt zusammen mit ihrem Vater Frank (Filip Peeters) und dessen bestem Freund Paul (Lars Rudolph) in einer seltsamen WG. Neun Jahre zuvor sind Lilis Mutter und Pauls Frau bei einem Autounfall ums Leben gekommen, seitdem gehen sie zu dritt durchs Leben. Und eigentlich funktionierte die WG bislang ganz gut, bis Lili eben ins pubertierende Alter kommt. Frank und Paul schlagen sich mit Gelegenheitsjobs und als Kleinkriminelle durch den Alltag und Lili verliebt sich. Doch Frank kann sich nicht mit Tommy (Hamid Bundu) als Freund für Lili abfinden, da ein Farbiger nicht ganz in sein Bild eines perfekten Schwiegersohnes passt.
Nachdem Frank Tommy vergrault hat, macht Lili sich an Paul ran. Obwohl dieser zögert, verführt sie ihn und ist bald darauf schwanger. Als Frank von Lilis Schwangerschaft erfährt, rastet er komplett aus und erschießt den seiner Ansicht nach schuldigen Tommy. Dumm nur, dass direkt neben Frank ein Beamter der Kriminalpolizei stand. Dumm war auch, die Waffe des Wachmanns zu nehmen, der bei einem Raubüberfall aus Versehen von Paul erschossen wurde. Für Paul gibt es daher nur einen Ausweg aus der Misere: Abhauen. Lili nimmt er gleich mit. Sie gehen nach Holland, wo sie ihr Kind abtreiben lassen soll, doch Lili sträubt sich. |
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| Kritik: |
Philipp Stölzl hat bislang seine Brötchen mit der Produktion von Musikvideos - unter anderem für Madonna - verdient. So war zu befürchten, dass er den schwierigen Stoff zu einem unerträglich schnell geschnittenen Coming-of-Age-Drama vermurkst. Doch langsame, elegische Bilder lassen bei einem Schicksalsschlag nach dem anderen genug Zeit zum Atmen. Die Geschichte wird gänzlich ohne Effekthascherei erzählt und kennt dabei alle Nuancen der Farbe grau. Die Tristesse der Plattenbausiedlung oder des holländischen Frühlings wird nicht verschwiegen oder beschönigt. So ist ein grundehrlicher Film entstanden. Neben den alt gedienten Filip Peeters und Lars Rudolph, die routiniert, aber keineswegs gelangweilt ihre Parts absolvieren, brilliert die grandiose Alice Dwyer. Ohne viel Schnörkel spielt sie die Lili nicht nur, sondern verkörpert sie. Als Zuschauer versteht man ihre Beweggründe, verliebt sich schon fast in sie. Von Alice Dwyer kann man in den kommenden Jahren sicherlich noch viel hören. Sie ist der aufgehende Star am deutschen Filmhimmel. Der Wehrmutstropfen des Films ist die Story, die man so schon hundertmal gesehen hat. Für einen deutschen Film ist es sogar recht mutig verschiedene der angesprochenen Probleme zu thematisieren, doch für den heutigen internationalen Filmmarkt wirkt es trotz der wirklich guten filmischen Umsetzung abgeschmackt. Ihr habt diesen Film auch gesehen? Dann könnt ihr ihn hier bewerten! |
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