Durch einen Säureunfall in seiner Kindheit ist Matt Murdock (Ben Affleck) seit je her blind und sieht die Welt nun durch einen anderen Blickwinkel. Mit geschärftem Hör- und Spürsinn sieht er, wie und was andere nicht sehen. Und während er sich tagsüber als erfolgreicher Anwalt durch die Gesellschaft kämpft, sorgt er des Nachts in einem Latexanzug mit ganz besonderem Augenschutz für Recht und Ordnung.
Kingpin (M. C. Duncan) und Bullseye (Colin Farrell) schließen einen Pakt.
Auf seinem Weg für die gerechte Sache begegnet er dabei immer wieder dem Top-Killer Bullseye (Colin Ferrell), dem Unterweltboss Wilson Fisk aka Kingpin (Michael Clark Duncan), der schon Matts Vater einst ermorden lies, sowie der schönen Militärstochter und Ninja-Amazone Elektra (Jennifer Garner), die nach dem Mord an ihrem Vaters durch Bullseye den falschen Mann verdächtigt: Daredevil.
Sie schwört Rache und versucht fortan, den blinden Helden zu töten, ohne jedoch dabei zu ahnten, dass sich ausgerechnet jener Mann hinter der Maske verbirgt, in den sie sich kurz zuvor Hals über Kopf verliebt hat...
Elektra (Jennifer Garner) verliebt sich in den blinden Matt (Ben Affleck).
Kritik:
Ben Afflecks Auftritt als weinroter Latexheld wirkt meistens wie ein Rockkonzert: mit guter Bühnenchoreographie, schicker Action und vor allem guten Sound — aber eben doch nur Show. Und somit verliert dieser Comic-Held hierbei an Glaubwürdigkeit und sorgt für wenig Zuversicht bei der Lösung von Superhelden-Aufgaben. Erschwerend kommt hinzu, dass Daredevils einziges Vermächtnis seine Blindheit ist — doch mal ganz ehrlich: welcher Superheld (außer Batman) schöpft seine Kraft nicht aus irgendeiner 'Behinderung'? Bei Spiderman war es eine verseuchte Spinne, bei Superman ist es die Herkunft von einem anderen Planeten, die X-Men sind alle Mutanten und so weiter und so fort...
Bullseye macht Daredevil für den Tod von Elektras Vater verantwortlich.
Dennoch ist die Verbindung der Musik mit den Effekten hier insofern gelungen, als dass man dadurch teilweise in der Geschichte vorankommt und dem Streifen somit doch noch die nötige Aufmerksamkeit schenken kann. Denn auch eine andere Besetzung der Charaktere hätte den Film nicht viel besser machen können. Dennoch sei gesagt, dass Michael Clark Duncan (der seine Rolle gut spielt) eigentlich die falsche Besetzung für die Rolle des Wilson Fisk ist. Zwar hat Duncan die passende Köperform, doch laut den Comics ist Kingpin kein Afroamerikaner...
Somit reit sich "Daredevil" in die Reihe jener Comicverfilmungen ein, die aus einem einzigen Grund ihre Anwesenheit rechtfertigen — nämlich um sagen zu können: "Endlich haben wir den auch mal verfilmt."...
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Daredevils Augen funktionieren wie ein Radar. Er sieht alles — und das schnell...
Hintergrund:
Im Jahr 2005 folgte mit dem Comicfilm Elektra, in dem besagte Figur einen eigenenständige Story bekam, der Ableger zu "Daredevil". Natürlich auch diesmal mit Jennifer Garner als Darstellerin.