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Tanguy |
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30.05.2002: |
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| Genre: | Komödie |
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| Regie: | Etienne Chatiliez | |||||||||||
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| Inhalt: | Tanguy (Eric
Berger) ist schon ein ziemlicher Kotzbrocken. Ja gut, er ist weltgewandt, sieht ganz
gut aus und kann seinen Charme spielen lassen und das reicht für den 28jährigen so gut
wie immer aus Frauen rumzukriegen. Doch seinen Eltern geht er mit seinen altklugen
chinesischen Sprichwörtern mehr als auf die Nerven. Mama Edith (Sabine Azéma)
ist bereits beim Psychiater in Behandlung und bekommt jedes Mal Schluckauf, wenn es um das
leidige Thema geht: Wann zieht Tanguy endlich aus? Papa Paul (André Dussollier) hingegen lässt sich von seiner Mutter (Hélène Duc) immer wieder fragen, wann der "Pekinese" endlich auszieht. Es ist ja auch mehr als verständlich, weshalb er das Nest nicht verlässt. Tanguy hat zwei Zimmer, seine Ruhe, kann weibliche Gäste mitbringen, alles stehen und liegen lassen und bekommt seine Wäsche gewaschen. Edith geht es aber an den Magen, also muß Tanguy weg. Mit gutem Zureden und Geduld ist es aber nicht getan, es müssen härtere Geschütze aufgefahren werden. Hemden verschwinden, die Autos funktionieren nicht, das Arbeitszimmer wird wieder von der Mutter vereinnahmt. Tanguy in seiner zuckersüßen Art nimmt sogar gelegentliche Stromausfälle und damit verbundene Teillöschungen seiner Doktorarbeit mit einem Lächeln hin, doch als er ein Jahr Verlängerung seiner Doktorandenzeit bekommt, ist für Edith und Paul endgültig der Ofen aus. |
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| Kritik: | Etienne Chatiliez
liefert uns eine herrlich leichte Sommerkomödie gespickt mit reichlich makabrem Humor.
Dieser wird wunderbar genährt von den beiden Eltern Sabine Azéma und André
Dussollier. "Tanguy" könnte ein neuer französischer Kinohit werden, da er
einfach Mitten ins Schwarze trifft. Immer moderner wird es, das Hotel Mama spät zu
verlassen; Studenten wohnen zu Hause und auch ausgelernte Azubis bleiben oft im bequemen
Nest. So erkennt jeder im Film einige Parallelen und wenn es nicht die Wohnsituation ist, dann kennt immerhin jeder einen Klugscheißer wie Tanguy. Immer freundlich, immer lächelnd, der Reiz seines Charmes geht schnell verloren. Niederträchtige Gemeinheiten der Eltern, der Rausschmiss als der Papa erfährt, dass sein Sohn 25000 Francs im Monat verdient und der Gerichtsprozess des Sohns, das macht dem Zuschauer besonderen Spaß. So merken wir nach 108 Minuten reinem Amüsement, dass wir auch keine besseren Menschen sind, aber das wussten wir wohl auch schon vorher. Cineclub-Filmtipp! |
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| Originaltitel: | Tanguy | |||||||||||
Dieser Film wurde bewertet von: |
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