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Mulholland Drive - Straße der Finsternis


  
David Lynch führt nicht nur den Zuschauer an der Nase herum. Genialer Thriller mit Jungstar Naomi Watts und den Gedanken des Zuschauers in der Hauptrolle. Cineclub-Filmtipp!
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

03.01.2002:
Mulholland Drive - Straße der Finsternis

***** ***** *****
**** ***** *****
***** ***** 100%
  
Genre:

Thriller

  

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Regie: David Lynch
  

Mulholland Drive - Straße der Finsternis
Wunsch und Wirklichkeit: Die verstörte junge Frau erfindet
einen neuen Namen für sich und klaut bei Rita Hayworth.
Kritik:

Betty (Naomi Watts) will in Hollywood Karriere machen. Ihre Tante ist gerade nicht in der Stadt, also darf Betty deren Appartment benutzen. Dort findet sie die verschreckte Rita (Laura Elena Harring). Rita hat ihr Gedächtnis verloren und kann sich nur noch an einen Autounfall erinnern. Fortan versuchen Betty und Rita, die Vergangenheit ausfindig zu machen. So versteht man den Film zumindest, wenn man nach der Hälfte das Kino verlässt.

Wie es kein anderer versteht, verwirrt Regisseur David Lynch den Zuschauer. Hier sieht man deutlich die Handschrift des Twin-Peaks-Erfinders. Ursprünglich sollte auch "Mulholland Drive" der Pilot zu einer neuen Serie werden.

Herrlich sind die beiden Frauen in ihrem Kontrast, der nach dem ersten Teil ins Gegenteil umschlägt und damit alle Theorien über den Film ad absurdum führt. Schon die Haarfarben der beiden Protagonistinnen zeigen den Kontrast (aber das soll das einzige Klischee bleiben). Naomi Watts ist die zuckersüße Blonde, während Laura Elena Harring die geheimnisvolle Dunkle darstellt, die immer etwas lasziv erotisch schaut.

Mulholland Drive - Straße der Finsternis
Wer hat in Hollywood das Zepter in der Hand:
Regisseur oder Produzent?
 
Besonders verwirrend ist gerade die Tatsache, dass die beiden Frauen nach dem zweiten Drittel andere Namen haben und in andere Rollen schlüpfen, die man natürlich und unweigerlich mit dem ersten Handlungsstrang zu verknüpfen versucht. Was es aber bedeutet, darüber wird der Zuschauer im Unklaren gelassen, wie bei einem klassischen offenen Ende darf sich jeder selbst ein Urteil bilden.

Selbst die Schauspieler wurden beim Dreh und auch darüber hinaus nicht von Meister Lynch aufgeklärt, was es mit der mysteriösen Story auf sich hat. Aber genau das macht den Zauber des Films aus. Würden alle Handlungsstränge am Ende einen Sinn ergeben, wäre "Mulholland Drive" nur ein weiterer dieser Hollywood-Filme, die von vorne bis hinten durchkomponiert sind. Nein, dieser Film ist nicht nur besser, er spielt in einer anderen Liga!

Transporter - The Mission (Bild von Amber Valetta) Transporter - The Mission (Bild von Amber Valetta)
links: Die beiden Frauen spielen Detektiv. rechts: Justin Theroux als Regisseur Adam Kesher.

Wer glaubt, Tarantino sei das Non-plus-ultra der unlinearen Erzählweise, irrt oder kennt Lynch nicht. Den Kopf voller Ansätze von Philosophie kommt man aus dem Kino und stellt sich Fragen über den Sinn des Lebens. Dabei übersieht vielleicht der ein oder andere, dass man gerade eine Symphonie aus skurrilem Humor, an die Nieren gehendem Horror, kitschigem Hollywood-Drama und einem soliden Krimi gesehen hat. Diese Mixtur hat Lynch perfekt inszeniert. Virtuos spielt er mit unseren Nerven. Der Zuschauer ist geschüttelt und keinesfalls gerührt.

"Mulholland Drive" ist definitiv keine laue Samstagabend-Unterhaltung. Es ist einer der genialsten Thriller der Filmgeschichte, der es schafft, dass man sich auch Wochen später noch Gedanken machen wird. Garantiert!

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Originaltitel: Mulholland Drive
   
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Dieser Film wurde bewertet von:
hope(100%)

Texte:
hope

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Bestimmt bald öfter auf der Leinwand: Naomi Watts (links).
Show oder Schwachsinn: Hollywood wie es leibt und lebt (rechts).


Mulholland Drive - Straße der Finsternis

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