Leticia (Halle Berry) und Hank (Billy bob Thornton)
Inhalt:
Hank Grotowski (Billy Bob Thornton) und sein Sohn Sonny (Heath Ledger) sind beide Wärter in einem Staatsgefängnis im provinziellen Süden Amerikas. Hier werden noch oft Menschen hingerichtet und eigentlich sind die beiden abgehärtet, doch zu dem zeichnenden Lawrence (Sean Combs) hat Sonny ein besonderes Verhältnis. So kann er den letzten Gang von Lawrence auch nicht verkraften, noch weniger aber die folgende Verachtung durch seinen Vater und seinen Großvater. Sonny sieht keinen Ausweg als sich das Leben zu nehmen.
Die farbige Leticia (Halle Berry) muss mit dem Tod ihres Mannes Lawrence fertig werden. Ihr fällt das nicht allzu schwer, er saß ja seit Jahren hinter Gittern. Als aber auch der gemeinsame Sohn ums Leben kommt, bricht alles über der Frau zusammen.
In dieser tragischen Konstellation begegnen sich die beiden verlorenen Seelen Hank und Leticia. Aus kleinen Aufmerksamkeiten und Hilfsbereitschaft wird Zuneigung, die sich in einer heißen Liebesnacht entlädt. Doch was soll im vom Rassismus geprägten Süden von Amerika aus dem ungleichen Liebespaar werden? Und wie kann Hank mit der Schuld umgehen, die er gegenüber Leticias totem Mann Lawrence hat?
Kritik:
Monster’s Ball, das ist traditionell die letzte Nacht eines Mannes, der dem Tode geweiht ist. Lawrence, den man in dieser Nacht beobachten kann, ist natürlich nervös und ängstlich, dass er nicht mal seine Henkersmahlzeit anrühren kann.
So ist das Drama „Monster’s Ball“ eine Anklage gegen die in Amerika immer noch weit verbreitete Todesstrafe. Gepaart mit Rassismus schafft Marc Forster (in Deutschland geboren, in der Schweiz aufgewachsen) ein Bild des gelobten Landes, was nur von einem Außenstehenden so intensiv und dennoch anklagend dargestellt werden kann.
Sonny (Heath Ledger) und Hank begleiten Lawrence
(Sean Combs) auf seinem letzten Gang.
Halle Berry, die als erste farbige Schauspielerin den Oscar als Hauptdarstellerin bekam, spielt herzzerreißend gut, Billy Bob Thornton versteht es mit seinem genial minimalistischen Spiel, den provinziellen Gefängniswärter darzustellen. Den beiden herausragenden Mimen ist es zu verdanken, dass aus diesem Charakterfilm ein psychisch tief gehender und aufwühlender Film wird.
Auch wenn wahrscheinlich ein paar Tränen nicht ausbleiben, ist dieser Film absolut empfehlenswert.
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