Die K-19 steht kurz vor der Fertigstellung. Nach einer Inspektion sind sich die Genossen in Moskau nicht sicher, ob der Kapitän Mikhail Polenin (Liam Neeson) die nötige Härte besitzen wird, die Jungfernfahrt zum geplanten Zeitpunkt zu starten und dann auch mit voller Konsequenz durchzuziehen. Deshalb wird Kapitän Alexei Vostrikov (Harrison Ford) das Kommando übertragen.
Dieser versucht nun, in den wenigen ihm bleibenden Tagen möglichst viele der zahlreichen Mängel an seinem Schiff noch zu beseitigen. Als bei der Einweihung dann auch noch die Flasche vom Bug des Schiffs abprallt, anstatt zu zerschellen, ist der Mannschaft klar: Die K-19 ist verflucht. Trotzdem sticht Vostrikov in See und macht die ersten Manöver. Dabei zeigt er eine Härte, die die Mannschaft über alle Maße beansprucht. Immer wieder wird dem Ex-Kapitän Polenin, der wider besseren Wissens an Bord geblieben ist, von Seiten seiner ehemaligen Untergebenen versichert, dass sie in ihm ihren wahren Anführer sehen...
Als dann in einem der Atomreaktoren ein Leck auftritt, kommt es zur offenen Auseinandersetzung, weil Vostrikov die Manöver nicht abbrechen will.
Kritik:
Kaum zu glauben und dennoch wahr: Harrison Ford als russischer Genosse Kapitän. Daran muss man sich erst mal gewöhnen. Aber auch uniformiert kann der Ex-Indianer-Jones wie gewohnt überzeugen. Zwar mit weniger Humor dafür mit mehr erzwungener Härte ist Harrison Ford Dreh- und Angelpunkt des Films. Liam Neeson hat seine Rolle hingegen stärker verinnerlicht. Gemeinsam geben die beiden ein typisches Führungsduo ab, dass (amerikanischen) Psychologen nach das Beste aus einem Team herausholen kann: Ein harter Antreiber und ein weicher Zuhörer, der scheinbar auf der Seite der Gehetzten steht und ihnen Mut und Antrieb gibt. Klar, dass darin auch der Grundkonflikt des Films besteht, sobald die Meuterei losbricht...
K-19 ist mit viel Spannung inszeniert, bietet jedoch wenig neue Erkenntnisse. Die Kulisse des U-Boots wurde sparsam und kamerafreundlich entwickelt (jeder weiß, wie groß Liam Neeson ist – und wenn der überall im U-Boot aufrecht stehen kann...).
Die Mannschaft wurde mit den üblichen publikumsfreundlichen Charakteristiken ausgestattet wie man sie aus amerikanischen Filmen gewohnt ist. Eine handvoll Matrosen werden detaillierter gezeigt – mit Haustier oder Freundin – und dürfen später sterben...
Leider verliert der Film vor allem nach der Auflösung des Konflikts zwischen Vostrikovs und Polenin reichlich an Fahrt. Insbesondere die letzten Szenen wirken ein wenig künstlich angehängt und langgezogen.
Insgesamt bietet K-19 wenig Neues ist aber vor allem aufgrund der guten Leistung von Harrison Ford ganz gut anzuschauen.
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Originaltitel:
K-19: The Widowmaker
Dieser Film wurde bewertet von:
Frank(78%) & RS(65%)