Maggie Smith und Ryan Phillippe sind die bekanntesten Gesichter in der illustren Mischung aus britischer Jagdgesellschaft und deren Bediensteten im Landsitz Gosford Park.
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1931 in England: Sir William McCordle (Michael Gambon) und Lady Sylvia (Kristin Scott Thomas) haben eine illustre Jagdgesellschaft auf ihren Landsitz Gosford Park eingeladen. Mit darunter Lady Constance von Trentham (Maggie Smith), der Stummfilm-Star Ivor Novello (Jeremy Northam) und der amerikanische Filmproduzent Weissman (Bob Balaban). Und all diese edlen Leute haben eine noch größere Schar an Bediensteten mitgebracht, die in einem eigenen Flügel des großen Landhauses untergebracht sind. Mit darunter unter anderem die Kammerzofe Mary (Kelly MacDonald), der Assistent Henry (Ryan Phillippe), der Butler Jennings (Alan Bates), die Hausdame Mrs. Wilson (Helen Mirren) und das erste Hausmädchen Elsie (Emely Watson).
Zwischen all diesen Personen entwickelt sich ein zartes und doch gut funktionierendes Geflecht aus Tratsch und Klatsch, kein Geheimnis bleibt im Verborgenen, alle eingeübten Rollen werden eingehalten.
Als dann ein Mord geschieht, hat es der ermittelnde Inspektor Thompson (Stephen Fry) absolut nicht leicht. Das ganze Haus weiß mehr als er, aber keiner sagt ihm, was er hören will...
Lady von Trentham (Maggie Smith) und ihre Kammerzofe Mary (Kelly MacDonald)
Kritik:
Eigentlich steht im gesamten Film der Mord nicht im Vordergrund. Es sind die angehäuften Stars, die sich gegenseitig mit offensichtlicher Freude dabei zuschauen, wie sehr sie ihre Rollen voller Snobismus, Unterwürfigkeit, Hass und Liebe verinnerlicht haben. Es wird kein Blatt vor den Mund genommen. Regisseur Altman führt seine Vision des perfekten Spiegelbilds der adeligen britischen Gesellschaft zur Perfektion und vielleicht sogar noch weit darüber hinaus.
Der Mord an sich ist gut für die Spannung, aber ansonsten doch eher unwichtig. Und geklärt wird er natürlich auch. Dabei bleibt man dem Genre des klassischen Krimis allerdings nur soweit treu, dass der Mörder zur Mordzeit im Landhaus war. Das war’s aber dann auch schon wieder. Regisseur Altman arbeitet wenig mit filmischen Mitteln, sondern verlässt sich ganz auf traditionelle Schauspielkunst und Dialogführung.
Sicherlich ist die Thematik von Gosford Park hochinteressant. Aber sie gehört eindeutig ins Theater und nicht auf die Leinwand. Auch wenn man dort wohl kaum so viele Stars für die Rollen bekommen könnte. Auf der Theaterbühne wäre die gebotene Darstellung perfekt gewesen. Für einen gelungenen Kinofilm fehlt noch ein wenig...
Das wahre Leben der High Society.
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