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Army go home! |
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31.10.2002 |
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| Genre: | Militärsatire |
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| Regie: | Gregor Jordan | |||||||||||
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| Inhalt: |
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| Kritik: |
Die Militärsatire des Australiers Gregor Jordan kleidet sich in ein rabenschwarzes Gewand aus zynischer Kritik am Patriotismus und Kulturimperialismus der US-Amerikaner. In bester Tradition von „Mash“ und „Der böse Trick“ zeichnet Jordan ein Bild der US-Armee, welches nach den Anschlägen vom 11. September 2001 per se tabu gewesen ist. So wirkt „Army go home!“ regelrecht erfrischend im Vergleich zur Heckenschützen-Kriegsproganda, mit der die vom Pentagon unterstützte hollywoodsche Produktionsmaschinerie die globalen Filmmärkte bombardiert. Wenn im Film total zugedröhnte Panzerfahrer ein halbes Dorf quasi aus Versehen platt machen und farbige Soldaten in Südstaatenuniformen auf einem Bankett als Kellner die Gäste bedienen, dann mag dies an der Realität näher dran sein, als manch ein uneingeschränkt solidarischer Zeitgenosse vermutet. Zudem besticht der Film mit detailliert beobachteten, realsatirisch pointierten Dialogen, die für Deutsche sicherlich besonders leicht nachzuvollziehen sind, weil sie ein Stück Zeitgeschichte des kalten Krieges wiederspiegeln. Elwood bemerkt im Film einmal treffend: „Meine Jungs hatten nichts anderes totzuschlagen als die Zeit.“ Das nimmt man ihm gerne ab, wenn man bedenkt, dass vor der Wende alleine in Westdeutschland 350.000 (!) US-Soldaten stationiert gewesen sind, die alle nur auf einen Krieg warteten, der (zum Glück) niemals stattgefunden hat.
Aufgrund der erstaunlichen Konsequenz (bis zum bitteren Filmende) mit der Jordan seine Figuren agieren lässt und vor allem aufgrund der physisch visualisierten Härte und Brutalität wird „Army go home!“ sicherlich auch bei uns kein gigantischer Publikumserfolg werden. Ein beachtenswertes Zeichen gegenüber dem Big Brother und allmächtigen Verbündeten Amerika ist er aber allemal. Er macht eindrucksvoll und eindeutig klar, dass es noch Filmemacher gibt, die sich vom Einheitsbrei des lobhudelnden, „Hurra“-patriotistischen und vor allem unkritischen Hollywoodfilm abgrenzen. Da verwundert es kaum, dass der mit europäischen Geldern finanzierte Film in Amerika noch keinen Verleiher gefunden hat. |
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| Originaltitel: | Buffalo Soldiers | |||||||||||
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